medizinische genetik

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List of Papers (Total 65)

Syndromale und nichtsyndromale orofaziale Spalten

Orofaziale Spalten sind die zweithäufigste angeborene Fehlbildung. Die beiden häufigen Untergruppen sind die Formen der Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte (LKGS) und der reinen Gaumenspalte (GS). Beide können im Zuge zahlreicher Syndrome auftreten, LKGS sind häufiger nichtsyndromal (ca. 70 %) als GS (ca. 50 %). Nichtsyndromale Spalten sind multifaktoriell und bergen relativ geringe ...

Die hypertrophe Kardiomyopathie

Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist die häufigste Kardiomyopathie mit mendelschem autosomal-dominanten Erbgang. Die Folgen der ausgeprägten Hypertrophie des Herzmuskels, in Verbindung mit (HOCM) oder ohne (HNCM) Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstraktes reichen von benignen klinischen Verläufen bis hin zu schwersten Verläufen der Herzinsuffizienz und des plötzlichen ...

Polygene Varianten und Epigenetik bei Adipositas

Hintergrund Durch molekulargenetische Analysen wurde eine kleine Anzahl von Hauptgenen identifiziert, die Übergewicht (Body Mass Index, BMI ≥ 25 kg/m2) und Adipositas (BMI ≥ 30 kg/m2) bei Menschen mit bedingen können. Die zugrunde liegenden Mutationen sind selten. Die genetische Prädisposition zur Entwicklung einer Adipositas ist meist polygener Natur. Ziel der Arbeit Darstellung ...

Syndrome mit breitem Tumorspektrum

Die klinische Diagnose erblicher Tumorsyndrome ist ein wesentlicher Bestandteil der humangenetischen Beratung. Bei seltenen Syndromen, die mit einem breiten Spektrum an Tumoren und phänotypischen Überschneidungen einhergehen, ist dies nicht immer einfach. In diesem Artikel sollen deshalb die typischen und wegweisenden Merkmale der wichtigsten seltenen Tumordispositionssyndrome mit ...

Überwuchssyndrome durch Mutationsmosaike im PI3K-AKT-Signalweg

Es wurde schon länger vermutet, dass segmentale Überwuchssyndrome durch somatische Mutationsmosaike (postzygotische Mutationen) hervorgerufen werden; die ursächlichen genetischen Veränderungen lassen sich aber häufig nur in betroffenem Gewebe nachweisen. Durch den Einsatz der Hochdurchsatzsequenzierung (Next Generation Sequencing, NGS) konnten die genetischen Ursachen von sich ...

Zelltherapie am Augenhintergrund – gestern, heute, morgen

Der gemeinsame Endpunkt vieler Netzhautdegenerationen ist ein Zelluntergang im retinalen Pigmentepithel und/oder der neurosensorischen Retina und ein damit verbundener irreversibler Visusverlust. Therapieansätze in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien müssen folglich ebenfalls den Ersatz dieser verloren gegangenen Zellen und Gewebe adressieren. Hier zeichnen sich in den letzten ...

Optogenetik als mögliche Therapie bei degenerativen Netzhauterkrankungen

Bei neurodegenerativen Erkrankungen der Netzhaut sind die lichtempfindlichen Zellen, die Photorezeptoren, oft als Erstes betroffen. Die Optogenetik ist ein vielversprechender Ansatz, die Netzhaut wieder lichtempfindlich zu machen und dadurch das Sehvermögen wiederherzustellen. Bei der Optogenetik werden lichtempfindliche Proteine über gentechnische Methoden in die Netzhaut ...

Das Überlesen von Nonsense-Mutationen

Nonsense-Mutationen weisen eine Inzidenz von etwa 12 % bezogen auf alle krankheitsverursachenden Mutationen auf. Eine ähnliche Rate gilt für Netzhauterkrankungen. Ein speziell auf diesen Mutationstyp ausgerichteter Therapieansatz könnte somit praktikabel und ökonomisch im Sinne einer Therapie „eine für viele“ sein. Nonsense-Mutationen führen zu vorzeitigen Terminationscodons ...

Genetische Risiken und Therapieentwicklung bei Netzhautdegenerationen

Das Wissen um die genetischen Ursachen von Netzhautdegenerationen, ob monogen oder komplex, ist eine wichtige Voraussetzung, um grundlegende physiologische Prozesse der Krankheitsentwicklung zu verstehen und darauf aufbauend eine individualisierte, präzise auf den Patienten zugeschnittene Therapie entwickeln zu können. Diese Übersicht fasst zunächst den gegenwärtigen Wissensstand ...

Genetik der angeborenen Herzfehler

Strukturelle Herzfehler sind eine der häufigsten menschlichen Fehlbildungen. Es lassen sich mehrere morphologische Gruppen unterscheiden, wobei auch Überlappungen mit verschiedenen Formen der Kardiomyopathien, unter anderem mit der Non-Compaction Kardiomyopathie, beobachtet werden. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt nur ein sehr eingeschränktes Verständnis der zugrunde liegenden ...

Gentherapie zur Behandlung von Netzhauterkrankungen

Eine Reihe von Netzhauterkrankungen hat bekannte genetische Ursachen, die prinzipiell durch Gentherapie behandelt werden können. Diese Übersicht stellt das Prinzip und die Besonderheiten der okulären Gentherapie dar, fasst den aktuellen Stand der Forschung bis hin zur klinischen Anwendung zusammen und gibt einen Ausblick auf aktuelle Entwicklungen der Gentherapie am Auge.

Neuroprotektion geschädigter Photorezeptoren

Der Schutz der Sehzellen durch Neuroprotektion ist ein vielversprechender Ansatz, der bei vielen degenerativen Netzhauterkrankungen entweder als Mono- oder Kombinationstherapie zum Einsatz kommen könnte. Viele neuroprotektive Substanzen wurden im Tiermodell identifiziert und erfolgreich getestet. Einige dieser Substanzen wurden auch bereits in klinischen Versuchen am Patienten ...

Mikroglia und Immuntherapien bei degenerativen Netzhauterkrankungen

Bei allen bisher im Detail untersuchten erblichen Netzhautdegenerationen liegt eine dem Erkrankungsverlauf abträgliche chronische Aktivierung des angeborenen Immunsystems zugrunde. Vor allem residente Mikrogliazellen der Netzhaut und verschiedene Proteine des löslichen Komplementsystems tragen zu einer Schädigung von Photorezeptoren und retinalem Pigmentepithel bei. Sowohl ...

Spinale Muskelatrophien

Der progrediente Untergang von Vorderhornzellen im Rückenmark und z. T. motorischen Hirnnervenkernen charakterisiert die spinalen Muskelatrophien (SMA). Die autosomal-rezessive proximale SMA im Kindes- und Jugendalter (SMA 5q) ist mit ca. 80–90 % die häufigste Form; sie wird je nach Schweregrad in die Typen I–III (IV) eingeteilt. Hierbei weisen >90 % der Patienten eine homozygote ...

The inheritance of epigenetic defects

Aberrante DNA-Methylierungsmuster können zu einer mitotisch stabilen Veränderung der Genexpression führen. Sie werden Epimutationen genannt und können funktionell äquivalent zu einer DNA-Mutation sein. Sie entstehen entweder spontan, werden durch die Umwelt induziert oder sind Folge einer DNA-Sequenzveränderung. Besonders gut untersucht sind Epimutationen bei Krebs- und ...

Präimplantationsdiagnostik in den Niederlanden

Im Jahr 1995 wurde die Präimplantationsdiagnostik (PID) auf experimenteller Ebene in Maastricht eingeführt. Seit 2003 ist sie Bestandteil des Erstattungssystems des niederländischen Ministry Public Health, Welfare and Sport. PID wird nur Paaren ermöglicht, die mit einem Risiko für eine schwerwiegende monogene Erkrankung, strukturellen Chromosomenanomalien oder mitochondrialen ...

Europäische Datensammlung zur Präimplantationsdiagnostik seit 1999

Seit 25 Jahren gibt es die Präimplantationsdiagnostik (PID) als Alternative zur Pränataldiagnostik monogener, mitochondrialer und chromosomaler Erkrankungen. Nach In-vitro-Fertilisation (IVF) oder (meist) Intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) werden entweder Polkörperchen, Blastomere oder Ektodermzellen aus den Oozyten bzw. dem Präimplantationsembryo gewonnen, um sie ...

Liquid Biopsies

„Liquid Biopsy“ bezieht sich in der Onkologie auf die Untersuchung von zirkulierenden Tumorzellen (engl.: circulating tumor cells [CTCs]) oder zirkulierender Tumor-DNA (engl.: circulating tumor DNA [ctDNA]), um nicht invasiv aus dem peripheren Blut Charakteristika über das Tumorgenom von Krebspatienten zu erfassen. Den Liquid Biopsies wird ein immenses Potenzial für zukünftige ...