Mehr Klinikbesuche durch Pflegedienste

MMW - Fortschritte der Medizin, Jun 2018

Die ambulante Pflege ist ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitswesens geworden. Doch scheinen Besuche in der Notfallambulanz durch Pflegebesuche nicht seltener, sondern häufiger zu werden.

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15006-018-0699-2.pdf

Mehr Klinikbesuche durch Pflegedienste

MMW Fortschritte der Medizin Mehr Klinikbesuche durch Pflegedienste Die ambulante Pflege ist ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitswesens geworden. Doch scheinen Besuche in der Notfallambulanz durch Pflegebesuche nicht seltener, sondern häufiger zu werden. 1/2017, S. 32). Eine konservative Therapie existiert nicht. Mit Sushi und Sashimi ist der Verzehr von rohem Fisch weltweit erheblich angestiegen. Diese Spezialitäten kann man sorgenfrei genießen, wenn der Fisch ausreichend tiefgefroren wurde. ■ Prof. Dr. med. H. Holzgreve ■ Matsuura H, Jinno H: Colonic anisakiasis. Am J Med. 2018;131:e203 - _ In eine kanadische Studie wurden 7.265 Patienten aufgenommen, die über einen Pegedienst zu Hause versorgt wurden. 4.429 davon hatten einen Langzeitpegebedarf. Diese Gruppe hatte ein mittleres Alter von 81 Jahren. Die übrigen waren Kurzzeitpegepatienten mit einem Altersschnitt von 66 Jahren. Alle Teilnehmer hatten im Jahr 2015 mindestens einmal abends eine Notaufnahme besucht. Insgesamt kamen 9.369 Tage mit einem Notaufnahmebesuch zusammen. Um eine Kontrollgruppe zu bilden, wurde von jedem Patienten ein weiterer Tag aus der Woche vor dem Besuch herangezogen. Die Auswertung der Daten ergab, dass Patienten signi•kant häu•ger abends eine Notaufnahme aufsuchten, wenn sie am selben Tag vorher einen Pegebesuch erhalten hatten. Bei Langzeitpegepatienten war die Wahrscheinlichkeit 1,32-fach erhöht, bei Kurzzeitpege 1,22-fach. Beide Werte waren signi•kant. Der Unterschied war größer bei Patienten, die nicht stationär aufgenommen wurden, und bei Fällen von geringerer Dringlichkeit nach dem Canadian Triage and Acuity System. ■ Jones A, Schumacher C, Bronskill SE et al.: The association between home care visits and same-day emergency department use: a case-crossover study. CMAJ. 2018;190:E525–31 KOMMENTAR Ambulante P‡egedienste sollen professionelle medizinische Hilfe im Wohnbereich leisten, Verschlechterungen und Komplikationen frühzeitig erkennen und behandeln, den Patienten den Gang zum Arzt, zur Klinik oder zur Notfallambulanz ersparen und die Gesundheitskosten verringern. Das klingt alles sehr plausibel, und es gibt leidenschaftliche Bekenntnisse zur Bedeutung der P‡egedienste sowie Forderungen nach deren weiterem Ausbau. Doch leider sind aussagekräftige klinische Studien zur Eignung und E–ektivität des Konzepts Mangelware. Die vorliegende Studie hat nur einen Teilaspekt untersucht. Das Ergebnis widerspricht den Erwartungen an die ambulante P‡ege diametral. Es wird spekuliert, dass viele „medizinisch unnötige“ Einweisungen aus sozialen Gründen erfolgten. ■ Prof. Dr. med. H. Holzgreve Der Parasit aus dem Fischgericht Ein 24-jähriger Mann kam mit Übelkeit, Schmerzen im unteren rechten Abdomen und Blut im Stuhl in eine gastroenterologische Abteilung. Kardiovaskuläre, gastrointenstinale oder allergische Vorerkrankungen wurden verneint. Bei der Befragung stellte sich heraus, dass er zwei Wochen vor Beginn der Beschwerden in einem Sushi-Restaurant rohe Makrelen, Sardinen und Tintenfisch gegessen hatte. Die körperliche Untersuchung und die Laborparameter einschließlich Blutbild waren unauffällig. Es zeigten sich weder Abwehrspannung noch Loslassschmerz, und auch eine Eosinophilie lag nicht vor. Bei der anschließenden Koloskopie wurde allerdings im Ileozökalbereich ein lebender, gewundener Wurm gesichtet, der sofort mit einer Zange geborgen werden konnte. Der Patient wurde danach schnell beschwerdefrei. Aufgrund von Anamnese und Histopathologie handelte es sich bei dem Parasiten um den Fadenwurm Anisakis marina, der auch Heringswurm genannt wird. Mit dem Verzehr von rohem Fisch können seine Larven in den menschlichen Gastrointestinaltrakt gelangen und dort die Krankheit Anisakiasis auslösen. In der Mehrzahl der Fälle findet sich bei der Endoskopie nur einer der Parasiten, es gab aber auch schon Fälle mit deutlich mehr Würmern (siehe MMW 3 0 2 e : 1 3 1 ; 8 1 0 2 . d e M J m A © Lebender Heringswurm im Ileozökalbereich bei der Koloskopie.


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15006-018-0699-2.pdf

H. Holzgreve. Mehr Klinikbesuche durch Pflegedienste, MMW - Fortschritte der Medizin, 2018, 35-35, DOI: 10.1007/s15006-018-0699-2