Die Lage ist hervorragend

JOT Journal für Oberflächentechnik, Jun 2018

Doris Schulz

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Die Lage ist hervorragend

freie Fachjournalistin Die Lage ist hervorragend 0 Verschärfung der Wettbewerbssituation Seit dem Herbst 2017 verzeichnen die Hersteller von Reinigungsanlagen eine teilweise stark steigende Nachfrage, wobei sie auch davor schon gut war. Über die Projekttätigkeit gibt es ebenfalls keine Klagen. Wermutstropfen sind sehr lange Lieferzeiten sowie ein erstarkender Wettbewerb aus dem Ausland. Nachfrage aus dem In- und Ausland etwa gleich stark - Besser kann es eigentlich nicht laufen für die deutschen Anlagenhersteller. Befragt nach den Auftragseingängen in den letzten sechs Monaten reichten die Antworten von gleichbleibend stabil über leicht angestiegen bis zu stark steigend. Wobei die Ausgangsbasis auch schon nicht schlecht war – 2017 ging bei einigen Unternehmen als das bisher beste Jahr in die Firmengeschichte ein. Resultat des Nachfragebooms sind bei allen Herstellern deutlich längere Lieferzeiten. Je nach Anlagenkonzeption und -ausstattung liegen sie bei kundenspezifischen Reinigungssystemen durchschnittlich zwischen neun und 14 Monaten – und das obwohl die Kapazitäten zum Teil deutlich ausgebaut wurden. Standardanlagen können teilweise noch in einem kürzeren Zeitraum geliefert werden, von Monaten ist aber auch die Rede. Das heißt, die Auftragsbücher sind teilweise schon weit bis ins Jahr 2019 gefüllt. Die Lieferzeit ist dadurch für manchen Anwender zu einem Entscheidungskriterium geworden. Automobil- und Zulieferindustrie etwas eingebremst Die Frage, wie es um die Zukunft des Verbrennungsmotors und insbesondere des Diesels bestellt ist, geht auch an den Herstellern von Reinigungsanlagen nicht spurlos vorbei. So wird von einer gewissen Unsicherheit bei OEMs und Zulieferern berichtet. Sie führt dazu, dass Investitionen für den Bereich Powertrain, trotz nach wie vor steigender Stückzahlen bei Benzinern, eher zögerlich umgesetzt werden. Hier findet teilweise eine Umleitung Richtung E-Mobility statt. Entsprechend steht auch die Zulieferindustrie tendenziell auf der Bremse. Hier deutlich darüber. Im europäischen Raum verzeichnen die Anlagenbauer eine anziehende Nachfrage aus Spanien, der Schweiz, Frankreich, Tschechien, Polen und der Slowakei. Bei Großbritannien gehen die Meinungen etwas auseinander, so berichten einige Hersteller von einer guten Lage während sie bei anderen eher schwach ist, was auf Unsicherheiten durch den bevorstehenden Brexit zurückzuführen sei. Auf dem asiatischen Kontinent sind es vor allem Aufträge aus China, die zur guten Auslastung beitragen. Daneben werden teilweise Indien, Malaysia, Thailand und Vietnam genannt. In den USA sei ein Trump-Effekt bisher nicht spürbar und der Auftragseingang nach wie vor stabil bis steigend. Für einige Hersteller ist Mexiko stark im Kommen und teilweise wird auch eine wieder erstarkende Nachfrage aus Brasilien erwähnt.


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Doris Schulz. Die Lage ist hervorragend, JOT Journal für Oberflächentechnik, 2018, 4-4, DOI: 10.1007/s35144-018-0175-x