Korrekt abrechnen bei Patienten aus dem Ausland

DNP - Der Neurologe und Psychiater, Dec 2018

Die Abrechnung bei Patienten aus dem Ausland ist nicht ganz einfach, weil je nach Herkunftsland andere Regeln gelten. Die KBV hat ihre Checkliste zum 1. Oktober aktualisiert, um Ärzten einen Leitfaden an die Hand zu geben.

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Korrekt abrechnen bei Patienten aus dem Ausland

DNP - Der Neurologe & Psychiater December 2018, Volume 19, Issue 6, pp 49–49 | Cite as Aktuelle Checkliste der KBV Korrekt abrechnen bei Patienten aus dem Ausland AuthorsAuthors and affiliations Anke Thomas Praxis konkret First Online: 01 December 2018 38 Downloads Die Abrechnung bei Patienten aus dem Ausland ist nicht ganz einfach, weil je nach Herkunftsland andere Regeln gelten. Die KBV hat ihre Checkliste zum 1. Oktober aktualisiert, um Ärzten einen Leitfaden an die Hand zu geben. Open image in new window Für die Abrechnung bei Patienten aus dem Ausland gibt es genaue Vorgaben. © Robert Kneschke / Adobe Stock Wenn Patienten aus dem Ausland behandelt werden, muss die Praxis zunächst das Herkunftsland erfragen. Für die Abrechnung unterscheidet die KBV grundsätzlich drei Gruppen: Die erste Gruppe bilden Patienten aus den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz. Haben diese Patient eine akute oder chronische Erkrankung und kann die Behandlung nicht aufgeschoben werden, ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) heranzuziehen. Eine Kopie der EHIC beziehungsweise der provisorischen Ersatzbescheinigung (PEB) reicht aus, um den Behandlungsanspruch eines im europäischen Ausland Versicherten zu belegen. Bei geplanten Behandlungen ist eine Genehmigung der Krankenkasse im Heimatland erforderlich. Dazu erhält der Patient ein Formular von seiner Krankenkasse (Vordruck E112 oder S2). Dieses Formular muss er bei einer von ihm gewählten Krankenkasse in Deutschland gegen einen „Nationalen Anspruchsnachweis“ umtauschen. Patienten aus Staaten mit bilateralen Abkommen über Soziale Sicherheit müssen grundsätzlich ebenfalls einen nationalen Anspruchsnachweis vorlegen. Bei Patienten, die keinen oder nicht den richtigen Anspruchsnachweis vorlegen, erfolgt die Vergütung nach der GOÄ. Neuerungen seit dem 1. Oktober Seit dem 1. Oktober verwenden Krankenkassen das Formular „Nationaler Anspruchsnachweis“ für alle Patienten, die zur Behandlung nach Deutschland einreisen. Dies gilt sowohl für Patienten, die im Ausland krankenversichert sind und auf Basis des „bilateralen Abkommens über Soziale Sicherheit“ Anspruch auf vertragsärztliche Leistungen in Deutschland haben, als auch für Patienten, die in einem anderen EU-/EWR-Staat oder der Schweiz versichert sind. Durch das neue Formular soll eine bundeseinheitliche und übersichtliche Dokumentation für die Ärzte erreicht werden. Name des behandelnden Arztes eintragen Eine weitere Neuerung: Zukünftig ist auf dem Formular „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“ zusätzlich der Name des behandelnden Arztes einzutragen. Laut KBV ermöglicht dies den Krankenkassen die eindeutige Zuordnung der Patientenerklärung zur Kopie der EHIC. Die geänderten und in 13 Sprachen verfügbaren Ausführungen der Patientenerklärung sollten seit 1. Oktober in den Praxisverwaltungssystemen enthalten sein. Ärzte im fahrenden Notdienst dürfen seit dem 1. Oktober die Daten der EHIC (oder der provisorischen Ersatzbescheinigung) formlos händisch erfassen (Tab. 1). Dafür steht auch eine Vorlage zur Verfügung. Bei einer provisorischen Ersatzbescheinigung sind zusätzlich deren Gültigkeitsdauer und Ausgabedatum einzutragen. Tab. 1 Durch den ärztlichen Notdienst zu erfassende Daten _ Herkunftsland _ Vor- und Nachname des Versicherten _ Geburtsdatum _ Persönliche Kennnummer _ Kennnummer des Trägers _ Kennnummer und Ablaufdatum der Karte _ Alle Daten müssen mit Ordnungsnummer (3. bis 9.) angegeben werden. Copyright information © Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018 Authors and Affiliations Anke Thomas11.http://www.springermedizin.de


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Anke Thomas. Korrekt abrechnen bei Patienten aus dem Ausland, DNP - Der Neurologe und Psychiater, 2018, 49-49, DOI: 10.1007/s15202-018-2104-5