Antwort auf den vorhergegangenen Leserbrief von Dr. Ragotzky

European Journal of Nutrition, Sep 1996

D. Precht, E. Schlimme

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Antwort auf den vorhergegangenen Leserbrief von Dr. Ragotzky

0 Dr. D. Precht (~e), Prof. Dr. Dr. E. Schlimme Bundesanstalt ffir Milchforschung Institut fiir Chemie und Physik Postfach 60 69 24121 Kiel tern Fisch61 zugrundelag, ffihrte entgegen der Annahme yon Dr. Ragotzky zu einer Abnahme des mittleren trans-C 18:1-Fettsgurenanteils. Derartige Fette weisen zwar h6here Anteile yon transC16:1 (bis zu 4,3 %), trans-C20:l oder C22:1 (bis zu 8,7 %) nicht aber der von uns publizierten transC 18:1-Anteile auf. Weiterhin liegen unsere publizierten mittleren transCl8:l-Anteile yon 9,3 Gew. % (Margarine) bzw. 9,8 Gew. % (Back-/Bratfette) nicht h6her als die von Steinhart und Pfalzgraf ((1994) Fat Sci Technol 96:42-44) tiir die Berechnung der t~iglichen Zufuhr von trans-Fettsfmren (10 % fiir Margarine bzw. 20 % ffir Haushaltsfette (sonstige pflanzliche Fette wie Bratfette)) verwendeten Anteile. Hierbei sei angefiihrt, dab mit der yon uns angewendeten kombinierten Analytik aus Dtinnschichtchromatographie mittels silbernitratbeschichteter Platten und der Gaschromatographie (GC) mittels 100 m langer hochpolarer Kapillars~iulen alle trans-Positionsisomere (TPI) trans A5 bis trans A16 von C18:1 berficksichtigt worden sind. Ohne diese aufwendige Technik werden mit der tiblicherweise angewendeten direkten GC im allgemeinen nur die TPI trans A6 bis trans A11 analysiert, was zu einer mittleren Untersch~itzung der Gesamttrans-C18:l-Gehalte yon ca. 25 % bei Margarine und Bratfetten f'tihrt. Wie unsere neusten Analysen von 1996 an 15 Speisefetten dominierender Markenprodukte zeigen (Precht D, Molkentin J, Z Ern~ihrungswiss, in Druck), tagen hier in der Tat Verminderungen im transC 18:1-Gehalt bei Margarine yon durchschnittlich 52 % vor, wohingegen die Bratfette im Mittel jedoch unvergndert hohe trans-C 18:1-Anteile bis zu 2 6 , 1 % ) aufwiesen. - A n t w o r t auf den vorhergegangenen Leserbrief von Dr. R a g o t z k y Die Probenauswahl yon Speisefetten in unseren Untersuchungen (Molkentin J, Precht D (1995) Z Emghrungswiss 34:314-317) erfolgte keineswegs willkfirlich, sondern umfaBte praktisch alle im norddeutschen Raum erh~iltlichen Produkte (n=93). Eine Berficksichtigung durchschnittlicher Marktanteile der Produkte sowie mittlerer Anteile am individuellen Verzehr ist mangels entsprechender umfassender und objektiver Daten schwer realisierbar. Es ist aber keineswegs so, dab unbedeutende Produkte besonders hohe Gehalte aufwiesen und somit den Durchschnitt unrealistisch anhoben. Andererseits zeigten gerade vielverkaufte Hausmarken groger Handelsketten teilweise hohe Gehalte. Selbst die yon Dr. Ragotzki vertretenen Markenprodukte eines grogen Speisefettherstellers wiesen durchschnittliche Gehalte an trans-Octadecensguren ( t r a n s - C 1 8 : l ) yon 6 , 1 % in Margarine (entsprechend der Einteitung in unserer Studie ohne Difit- und Reformfette) sowie 19,3 % in Back- und Bratfetten auf, was ffir den Zeitraum 1994 einen gewichteten Mittelwert fiber alle teilhydrierten Fette von sogar 11,4 % erg~ibe. Die Miteinbeziehung yon 2 Margarinesorten sowie 4 Bratfetten, denen ein geringer Anteil von geh~irte


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D. Precht, E. Schlimme. Antwort auf den vorhergegangenen Leserbrief von Dr. Ragotzky, European Journal of Nutrition, 1996, 308-308, DOI: 10.1007/BF01625699