Zur Darstellung von reinem Natriumhydroxyd für den Laboratoriumsgebrauch

Analytical and Bioanalytical Chemistry, Jan 1905

F. W. Küster

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2FBF01302878.pdf

Zur Darstellung von reinem Natriumhydroxyd für den Laboratoriumsgebrauch

2. Auf angewandte Chemie beztigliche. 41 - Flilssigkeitsmenge muss gleich dem Triehterinhalt sein, sie ist yon der Li~nge des eintauchenden Schenkels des Heberrohres abh~ngig). Gleichzeitig ist a b e r in der Vorratsflasche nnd dem mit ihm verbundenen Gef~iss ein luftverdtlnnter Raum entstanden: infolge dessert vermag die auf dem T r i c h t e r befindliche Fliissigkeit zu filtrieren. Die hierdurch hervorgerufene Luftverdichtung liisst alsdann neue Mengen Waschflassigkeit aus der Vorratsfiasehe austreten, welche den Heber speist, und so wiederholt sich der gesctiilderte Vorgang welter. Zur D a r s t e l l u n g y o n r e i n e m N a t r i u m h y d r o x y d fiir den L a b o r a . t o r i u m s g e b r a u c h bedient sieh F. W. K t i s t e r 1) des metallischen atriums. Dieses legt man in F o r m yon Barren. deren Rinde abgesehnitten ist, iu einea T r i c h t e r aus ~iekeldrahtnetz. Es zerfliesst dabei und. da die Fltlssigkeit stets abtropft, bleiben die Barren blank und der Prozess geht immer weiter. Den Trichter stellt man mittels eines Dreifusses fiber eine 0,5 1 l grosse Flasche, respektive ein entsprechendes anderes Gef~iss aus Platin, Silber oder Nickel, in dem sich dann die Natronlauge als konzentrierte, 51ige Fliissigkeit (yon etwa 4 0 ~ o ) sammelt. Die ganze Vorrichtung wird unter eine (~lasgloeke in eine grosse Kristallisierschale, die einige Zentimeter hoeh mit Wasser besehickt ist, gestellt. Damit der sich bildende Wasserstoff entweichen kann, legt man unter die Glasglocke einige G]asst~tbe. so dass erstere nieht auf dem Boden der Schale aufsteht. Auf diese A r t wird die Kohlensiiure fern gehalten. Auf dem Nickeldrahtnetztrichter bleiben die Verunreinigungen des Natriums als sehmierige Masse zuriiek. Man entfernt sie ~or der Neubesehiekung. Die so e r h a l t e n e ' konzentrierte Natronlauge ist viel reiner und vor allem karbonat~trmer als die durch Aufl6sen yon N a t r o n h y d r a t e Natrio oder alkohole depuratum zu erhaltende, dabei ist sie nicht teurer wie letztere. Zur Aufbewahrung der Lauge benutzt K iis t e r Nickelflaschen. x) Zeitschrift fl anorg. Ch~'mie i l , 474.


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2FBF01302878.pdf

F. W. Küster. Zur Darstellung von reinem Natriumhydroxyd für den Laboratoriumsgebrauch, Analytical and Bioanalytical Chemistry, 1905, 41-41, DOI: 10.1007/BF01302878