2 Fragen An ...

MTZ - Motortechnische Zeitschrift, Apr 2013

Springer Fachmedien Wiesbaden

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2 F R A GE N A N … 3 8 5 Andreas Burkert INTERVIEW: Andreas Burkert - Preis für ein kW Antriebsleistung (Quelle: US Department of Energy) verbessern. Denn Wissenschaftlern am Forschungsinstitut ZSW gelang es kürzlich, eine Hochleistungsbrennstoffzelle mit einer Leistungsdichte von 3500 W/l für die automobile Anwendung zu entwickeln. Die Forscher erreichten dies unter anderem durch das Optimieren der Bipolar-Platten und der Dichtungstechnik. Der Brennstoffzellenstapel genügt dabei den Betriebsanforderungen der Automobilindustrie hinsichtlich Temperatur, Druck und Stöchiometrie. Und dank der Fortschritte bei der Temperaturstabilität von Polymermembranen etwa durch anorganische Nanopartikel und der Nanostrukturierung der Elektroden, um die Reaktivität zu steigern, zeigen sich die Entwickler zuversichtlich, auch die Kosten in den Griff zu bekommen. Denn bei nur batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeugen steigen die Batteriesystemkosten mit dem Energieinhalt der Batterie. Kurzum: mehr Reichweite, höhere Kosten. Brennstoffzellen hingegen sind Energiewandler, deren Größe und Kosten allein durch die erforderliche Maximalleistung definiert wird. Allerdings verschweigen die Entwickler nicht, dass ihnen noch eine HerkulesArbeit bevorsteht. KOSTENSENKUNG BEI BRENNSTOFF ZELLEN Für Ikuo Kasahara, Vizepräsident Production Engineering bei Toyota Motor Europe, gehört dazu unter anderem das drastische Reduzieren der Kosten für Brennstoffzellen. Diese sind seiner Ansicht nach noch um mindestens zwei Größenordnungen zu hoch. Eine Folge des knappen und teuren Metalls Platin, das als Katalysator für den elektrochemischen Prozess benötigt wird. Ingenieure arbeiten deshalb mit Hochdruck daran, den Platinbedarf auf ein Zehntel des bisherigen Menge zu senken, ohne dabei die Wirkung des Katalysators zu min DR. INGO DRESCHER Leiter Brennstoffzelle in der Konzernforschung der Volkswagen AG MTZ _ Welcher Brennstoffzellentyp ist für den Einsatz im Automobil am besten geeignet? DRESCHER _ Nach aktuellem Stand der Technik ist die PEM-(Polymerelektrolytmembran)-Brennstoffzelle am besten geeignet. Sie gehört zu den Niedertemperaturbrennstoffzellen und arbeitet üblicherweise bei einer Betriebstemperatur im Bereich von 60 bis 90 °C. Auch bei weitaus niedrigeren Temperaturen bis hin zu Minusgraden zeigt sie eine gute und vor allem schnelle Leistungsverfügbarkeit. Welche Hausaufgaben sind noch zu bewältigen, um die Brennstoffzelle fit für das Auto zu machen? Ein wichtiges Thema ist unter anderem die Gewährleistung der Lebensdauer von mindestens 5000 h über einen breiten Betriebsbereich, das heißt inklusive zahlreicher Kurzstreckenfahrten, Froststarts und hoher Umgebungstemperaturen, um nur einige Beispiele zu nennen. Der Fokus liegt hier vor allem auf der Ertüchtigung von Materialien und der Erarbeitung der optimalen Betriebsstrategie.


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Springer Fachmedien Wiesbaden. 2 Fragen An ..., MTZ - Motortechnische Zeitschrift, 2013, 385-385, DOI: 10.1007/s35146-013-0114-6