Über Wechselbeziehungen zwischen Blut und Kammerwasser

Protoplasma, Dec 1930

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Über Wechselbeziehungen zwischen Blut und Kammerwasser

Hertel, E., Uber die Bedeutung der E h r l i e h s e h e n Fluoreszeinversuehe. Arch. f. Augenheilkd. 100/101, 460--469 (1929). Yoshida, Yoshiharu, Uber Weehselbeziehungen zwisehen Blut und Kammerwasser. Ibid. 100/101, 470--479; 2 Fig. (1929). Dai~ P. E h r l i c h s 1) Versuche trotz der Wandlungen in der Ausfiihrung und in der Beurteilung auch heute nach 50 Jahren noch grunds~tzlich bedeutsam sind, wird von H e r t e l durch K o m b i n a t i o n d e r F a r b s t o f f v e r - s u c h e m i t i n t r a v e n S s e n I n j e k t i o n e n v o n NaC1 bzw. G e l a t i n e gezeigt. In beiden Versuchsreihen wird eine enge Verbindung der als Augendruck gemessenen Flfissigkeitsbewegung mit der fluoreszenzmikroskopisch und kolorimetrisch bestimmten Farbstoffwanderung konstatiert. Entspricht diese Abh~ngigkeit bei den Versuchen mit Salzinfusionen vollkommen der prozentuellen Verschiebung des onkotischen Druckes im Blute, so erfolgt bel den Gelatineversuchen infolge Adsorptionszunahme durch die Blutkolloide die Farbstoffbewegung schon bei g e r i n g e r e r Ver~tnderung des Augendruckes. Auf die aus den Versuchsergebnissen zu folgernden Beziehungen zwischen Blut und Kammerwasser geht auf~er F. P. F i s c h e r in der in Protoplasma 9, 335--339 (1930), schon besprochenen Arbeit ebenfalls Y o s h i d a weiter ein. F i s c h e r s Nachweis des Farbstoffiibertritts in den Kapillaren (Protoplasma 9, 337") steht auch schon mit den experimentellen Ermittlungen F r a n c e s c h e t t i s und W i e l a n d s 2 ) , nach denen bei intravenSser Injektion von Kapillargiften (Theophyllin) der Eiweifigehalt des Kammerwassers.. steigt und z. B. As in vermehrter Menge aus dem Blute iibertritt, in bester Ubereinstimmung. Allerdings widersprechen ihren Befunden die Ergebnisse bel den von S t e r n und Z e i t l i n 3) vorgenommenen Urotropininjektionen, doch dtirfte sich der Widerspruch leicht erkl~ren, wenn Ver~tnderungen der Konzentration und der Dauer des Verweilens der permeierenden Substanzen berticksichtigt werden. Indessen ist es schon jetzt wichtig, wie u hier mit dem Ultrafiltrationsapparat von T h i e s s e n und Filtern nach Z s i g m o n d y und B a c h m a n n den Nachweis fiihren kann, dag die Zusammensetzung des Kammerwassers prozentuell v511ig der des S e r u m u l t r a f i l t r a t s entspricht. H e r t e l und seine Mitarbeiter F. P. F i s c h e r und Y o s h i d a haben also recht, wenn sie die Bedingtheit des Ubertrittes von Fluoreszein aus dem Blute in das Kammerwasser allein durch physikalische Gesetzm~ftigkeiten deuten wollen, die in der gleichen Richtung wie die P e r m e a b i l i t ~ t s v e r s c h i e b u n g e n an M e m b r a n e n zu suchen sind.


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Über Wechselbeziehungen zwischen Blut und Kammerwasser, Protoplasma, 1930, 479-479, DOI: 10.1007/BF01614360