Das kleine pflanzenphysiologische Praktikum

Protoplasma, Dec 1933

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Das kleine pflanzenphysiologische Praktikum

Weise ~uf die Fluidit/~t des Plasmasols. Anders verhi~lt es sieh in bezug auf die Wirkung auf die ~uI~ere Plasmaschichte, das Plasmagel. I n der K- oder Mg-Anaesthesie ist die Viskositi~t des Plasmagels wesentlich herabgesetzt. Daraus wird geschlossen, die anaesthetisierende Wirkung des K- und Mg-Ions auf Amoeben steht in Beziehung m i t der Verfliissigung einer spezifischen KSrperregion, n/~mlich des Plasmagels, einer Schichte, die vermutlich bei der amoeboiden Bewegung eine wichtige Rolle spielt. F. W e b e r (Graz). Brauner, L.: Das kleine pflanzenphysiologische Praktikum. (Des gleichn a m i g e n W e r k e s v o n W . D e t m er. Fiinfte, neubearbeiteteAuflage.) I I . T e i l : Die physikMische Chemie der Pflanzenzelle. 61 Abbildungen, 120 Seiten. Verlag yon Gustav Fischer, J e n a 1932. Der 1929 erschienene I. Tell dieses P r a k t i k u m s behandclt die Chemie des PflanzenkOrpers, der nun vorliegende I I . Tell sell die Studierenden in die Methoden der modernen physikMischen Zellphysiologie einfiihren. Die Tatsache Mlein, dab der physikalischen Chemie der Pflanzenzelle in der Neubearbeitung des D e t m e r s c h e n Buehes ein eigener Band gewidmet wird, ist s y m p t o m a t i s c h : Die physikMisehe Chemie der Zelle h a t sich nach jahrelangem l%ingen auch in der Pflanzenphysiologie so welt Anerkennung verschafft, dM3 sie nunmehr im Unterrichtsplane einen ihrer Bedeutung ffir das moderne biologische Weltbild angemessenen t~aum angewiesen erh/ilt. Das in jeder Hinsicht ausgezeichnete P r a k t i k u m yon B r a u n e r , das bald in keinem Botanischen I n s t i t u t e fehlen wird, tr/~gt sicher dazu bei, diese neu gewonnene Stellung zu festigen und auszubauen. Der I n h a l t zerf/~llt in vier H a u p t - abschnitte: Diffusion, Osmose, Permeabilit~t und Stoffaufnahme, Quellung; der Anhang bringt ffir das praktische Arbeiten wichtige Tabe]len. Weitere Auflagen des Buches, die wohl nicht lange auf sich warten lassen diirften, werden gewiB noch manches Weitere wie etwa einen Abschnitt Protoplasmaund Zellsaft-Viskositis aufnehmen, oder aber elektrische Potentialmessungen im Sinne yon R. K e l l e r (Die Elektrizit/tt in der Zelle). Die Versuche, die B r a u n e r in guter Auswahl durchfiihren 1/iBt, mind so vortrefflich geschildert, dal~ auch der dem Stoffe noch ganz fremd Gegenfiberstehende leicht danach arbeiten kann. Oberall l~l~t sich erkennen, dab der Autor die Versuche nicht einfach aus anderen Werken fibernommen, sondern selbst gemacht und griindlich durchdacht h a t ; so wird nicht nur der Studierende aus diesem P r a k t i k u m aul~erordentlich viel lernen, sondern auch derjenige reiche Anregung linden, der sich auf diesem Gebiete schon heimiseh fiihlt. Kurz gesagt : Ein kleines Buch, das im Biologie-Unterricht grebe Dienste leisten wird und d a m i t auch der weiteren Entwicklung der biologischen Wissenschaft. F. W e b e r (Graz).


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Das kleine pflanzenphysiologische Praktikum, Protoplasma, 1933, 316-316, DOI: 10.1007/BF01611915