Welchen Stellenwert haben Impfungen?

MMW - Fortschritte der Medizin, Dec 2012

Martina-Jasmin Utzt

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Welchen Stellenwert haben Impfungen?

Welchen Stellenwert haben Impfungen? _ 0 Dr. Jochen Aumiller Quelle: Prof. Werner Kern, Ulm, in„Meet the Expert: Worauf es beim erfolgreichen Einsatz des humanen GLP­1­ Analogons ankommt“, EASD­Kongress , Berlin, Oktober 2012, Veran­ stalter: Novo Nordisk 1 Dr. Martina­ Jasmin Utzt Quelle: Satellitensymposium„Successes and challenges in paediatrics with varicella, rota­ virus and pertussis vaccination“, 30. Kongress der European Society of Paediatric Infectious Diseases (ESPID) , Thessaloniki/Griechenland, Mai 2012, Veranstalter: GSK Infektionen mit Rotaviren (RV) sind die häufigste Ursache schwerer Durchfallerkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren. Bis zum dritten Geburtstag hat sich nahezu jedes Kind schon einmal mit diesen hoch kontagiösen Erregern infizier t. „Die Kleinsten trifft es meist am härtesten“, betonte Prof. Jim Gray, East­ Anglia/NorwePertussis: Kokonstrategie schützt Neugeborene ya Keuchhusten ist nicht nur eine Kinderd T_o krankheit, führte Prof. John Roord, Amstero toh dam/N iederlande, aus. I n den verP r_u gangenen Jahren sei eine zunehmende o /PY Verschiebung in das Jugend­ und ErwachI S B© senenalter beobachtet worden. „In dieser Altersgruppe verläuft die Infektion oft atypisch und wird häufig nicht erkannt.“ ErVarizellen: Votum für Zweitimpfung Dass auch harmlos anmutende Kinderkrankheiten wie Windpocken mitunter zu ernsthaften Komplikationen führen können, berichtete Prof. Vana Papaenvangelou, Athen/Griechenland. Zur Reduktion von Varizellendurchbrüchen habe sich eine zweite Impfdosis bewährt (z. B. mit dem Vier fachimpfstoff Priorix­ TetraTM gegen Masern, Mumps, Röteln und Varizellen). - Mit GLP­1­ Analogon mehrere Therapieziele im Blick _ Keuchhusten ist nicht nur eine Kinderkrankheit. Typ-2-Diabetes Eine optimale Therapie bei Typ­ 2­ Diabe­ tes sollte Prof. Werner Kern, Ulm, zufolge, Mehreres bieten: Gute glykämische Kon­ trolle über einen langen Zeitraum bei ge­ ringem Hypoglykämie­ Risiko, Verbesse­ rung der Betazellfunktion, klinisch rele­ vante Gewichtsabnahme, Optimierung weiterer signifikanter kardiovaskulärer Risi­ kofaktoren, die den Diabetes begleiten (z. B. Bluthochdruck und Dyslipidämie), einfache und flexible Behandlungsregime. Wie sich in den letzten Jahren zeigte, können GLP­ 1­ basierte Behandlungsre­ gime einem suboptimalen Management des Typ­ 2­ Diabetes gegensteuern. Für das humane GLP­ 1­ Analogon Victoza® (Liraglu­ tid) wurde in einer retrospektiven Analyse von Studiendaten an 1530 Diabetikern be­ legt: Nach 26 Wochen reduzierte sich der gen. Erbrechen und häufige wässrige Durchfälle führen bei Säuglingen und Kleinkindern rasch zur lebensbedrohlichen Dehydrierung und erfordern deshalb oft eine stationäre Aufnahme. Seit Einführung der Schluckimpfung sei die Hospitalisie­ rungsrate weltweit um bis zu 93% gesun­ ken. Der humane attenuierte Lebendimpf­ stoff (RotarixTM) imitiert die natürliche In­ fektion und schützt vor allem vor schweren Krankheitsverläufen. Die Impfserie besteht aus zwei Dosen (Beginn ab der sechsten Woche) und sollte vorzugsweise bis zur 16. Lebenswoche abgeschlossen sein HbA1c­ Wert unter 1,8 mg Liraglutid im Ver­ gleich zum Ausgangswert im Mittel um 1,5%, um 1,24% unter 1,2 mg Liraglutid und um 0,9% unter Sitagliptin. Darüber hinaus erreichten unter Liraglutid signifi­ kant mehr Patienten den HbA1c­ Zielwert von ≤ 7% (Pratley R et al. Lancet 2010; 375 (9724): 1447–1456). Nach 52 Wochen er­ zielten, verglichen mit Sitagliptin, etwa doppelt so viele Patienten unter Liraglutid (1,2 mg) den kombinierten Endpunkt: HbA1c­ Wert < 7%, keine Gewichtszunahme und keine Hypoglykämien (Pratley R et al. Int J Clin Pract 2011; 65: 397–407). Besondere Bedeutung für die Effektivi­ tät der antidiabetischen Therapie scheint der Zeitpunkt des Behandlungsbeginns zu haben. Die besten Ergebnisse mit Liraglu­ tid wurden erzielt, wenn der HbA1c­ Basis­ krankte Familienmitglieder stellen deshalb eine Gefahr für Neugeborene dar, die selbst noch nicht geimpft werden können. Die STIKO empfiehlt deshalb Frauen im ge­ bärfähigen Alter mit Kinderwunsch und Betreuungspersonen wie Familienmit­ glieder im Umfeld eines Neugeborenen eine Auffrischung (z. B. mit dem Tdap­ Drei­ fachimpfstoff BoostrixTM) im Sinne einer Kokonstrategie. wert unter 8,5%, die Dauer des Typ­ 2­ Dia­ betes unter 4,9 Jahre lag und die bisherige Therapie aus einem oralen Antidiabetikum oder Ernährungsumstellungen bestand. Unter diesen Voraussetzungen erreichten die meisten Patienten mit dem humanen GLP­ 1­ Analogon den kombinierten End­ punkt HbA1c unter 7%, ohne Gewichtszu­ nahmen und ohne Hypoglykämien, wie die gepoolte Analyse der 26­ Wochen­ Da­ ten von sieben Phase­ 3­ Studien mit Lira­ glutid (1,8 mg) zeigte (Ratner R et al. Dia­ betologia 2012; 55 (Suppl1): S332).


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Martina-Jasmin Utzt. Welchen Stellenwert haben Impfungen?, MMW - Fortschritte der Medizin, 2012, 68-68, DOI: 10.1007/s15006-012-1699-2