Hinter somatischen Beschwerden verbergen sich psychische Symptome

InFo Neurologie & Psychiatrie, Jul 2013

Ursula Hilpert

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Hinter somatischen Beschwerden verbergen sich psychische Symptome

Etablierte Therapien behalten ihren Stellenwert In Fo Pharm Nach Informationen von Pfizer Atomoxetin für Klein und Groß Strattera® (Atomoxetin) hat die deut- sche Zulassung für den Beginn einer Behandlung von Erwachsenen mit ei- ner Aufmerksamkeitsde zit-/Hyperak- tivitätsstörung (ADHS) erhalten. Da- mit ist Strattera® das erste und einzige in Deutschland zugelassene Nichtsti- mulanz für die Behandlung von ADHS im Kindes- und Jugend- sowie auch im Erwachsenenalter. Nach Informationen von Lilly Lunchsymposium im Rahmen der 119. DGIM-Jahrestagung, Wiesbaden, 8.4.2013 Veranstalter: Lundbeck - Einmal monatlich genügt Für Schizophrenie-Patienten mit einer schlechten Adhärenz und einem hohen Rezidivrisiko könnte die erapie mit Aripiprazol (Abilify®) in Zukun noch e ektiver werden: Aripiprazol als einmal monatlich zu injizierende Formulierung (LAI Aripiprazol) zeigte in Studien eine gegenüber Placebo signi kante und mit der oralen Darreichungsform vergleichbare Reduktion der Rezidivrate bei guter Verträglichkeit. Die neue erapieoption ist in den USA bereits zugelassen und bei der europäischen EMA zur Zulassung eingereicht. Mit der Studie CombiRx gibt es erstmals einen unabhängigen Vergleich von Glatirameracetat (Copaxone®) und Interferon beta-1a [Lublin FD et al. Ann Neurol 2013; 73 (3): 327 – 40]. Ein dritter Studienarm erhielt beide Basistherapeutika. Wie die 7-Jahres-Daten zeigen, brachte die Kombination gegenüber der Monotherapie mit Glatirameracetat keinen Mehrwert. Im Vergleich zu IFN beta-1a waren beide Arme bezüglich der jährlichen Schubrate signi kant überlegen, bei der Progression beziehungsweise Besserung des EDSS unterschieden sich die Arme nicht. Die PreCISe-Studie [Comi G et al. Mult Scler 2012, Dec 12 [Epub ahead of print] belegt zudem, dass Glatirameracetat bereits früh gegeben werden sollte: Bei Patienten, die die erapie bereits bei Auftreten eines klinisch isolierten Syndroms erhielten, konnte innerhalb von fünf Jahren das Risiko der Konversion zur klinisch gesicherten MS (CDMS) signi kant gesenkt werden, und im Vergleich zu Patienten, die die erapie erst verzögert begannen, konnten die Hirnatrophie und Depressionen und Burnout die Entstehung neuer T2-Läsionen im MRT pro Jahr signi kant reduziert werden. Glatirameracetat habe nach wie vor einen Platz in der MS- erapie, betonte Professor Wolfgang Brück, Direktor des Instituts für Neuropathologie der Universitätsmedizin in Göttingen. Mit Laquinimod be ndet sich zudem ein neues Medikament in der Entwicklung, das nicht nur in der Peripherie sondern auch im ZNS wirkt. In einer PhaseIII-Studie konnte der orale Immunmodulator gegenüber Placebo innerhalb von zwei Jahren die jährliche Schubrate, das Progressionsrisiko und die Hirnatrophie signi kant reduzieren [Comi G et al. N Engl J Med 2012; 366 (11): 1000 – 9]. Dr. Sven Schippling, Neurologische Klinik am Universitätsspital Zürich, hält es für sinnvoll, Laquinimod kün ig auch in Kombination mit Glatirameracetat zu untersuchen. Petra Eiden, freie Medizinjournalistin Pressegespräch „Therapie der Multiplen Sklerose: Wo stehen wir? Wo geht es hin?“; Berlin, 4.6.2013 Veranstalter: Teva Pharma Hinter somatischen Beschwerden verbergen sich psychische Symptome Im ersten Patientenkontakt klingen die Beschwerden o unspezi sch: Schla osigkeit, Reizdarm oder Atemnot. Aber nach genauer Exploration der a ektiven Kernsymptomatik könnten die Symptome auf zugrunde liegende psychische Ursachen hinweisen, erläuterte Professor Jens Kuhn, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Köln. Im Rahmen einer Depression gerät die neuroendokrine Stressachse aus den Fugen und die Synthese von Neurotrophinen wird herunterreguliert. Laut Kuhn scheint das auch beim Burnout-Syndrom der Fall zu sein. Ziel einer jeden Pharmakotherapie müsse die vollständige Remission, also die uneingeschränkte Wiedererlangung der Alltagsfähigkeiten sein. Nach einer Metaanalyse von 117 randomisierten Studien zeichnet sich unter den zur Verfügung stehenden Antidepressiva Escitalopram (Cipralex®) durch das beste Wirksamkeits-Akzeptanz-Pro l aus [Cipriani A et al. e Lancet 2009; 373: 756 – 8]. Dies schlägt sich auch in einer geringen erapieabbruchQuote nieder. Ursula Hilpert, Springer Medizin


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Ursula Hilpert. Hinter somatischen Beschwerden verbergen sich psychische Symptome, InFo Neurologie & Psychiatrie, 2013, 60, DOI: 10.1007/s15005-013-0357-2