Abschirmung vor Elektrosmog zählt zu Krankheitskosten

MMW - Fortschritte der Medizin, May 2012

MAW

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Abschirmung vor Elektrosmog zählt zu Krankheitskosten

Ohne Moos nix los! Gemeinschaftspraxen sind lukrativer als Einzelpraxen, so das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI). Doch wie so oft, hat auch diese Statistik ihre Schwachpunkte. Praxisinhaber in der Kooperation erzielten über die Jahre 2006 bis 2008 (Erhebungszeitraum) zwar zwischen 22 000 und 35 000 Euro mehr an Überschüssen als Einzelkämpfer. Aber: Das ZI hat Mittelwerte gebildet, das heißt, es wird immer auch Kooperationen geben, die weniger als Einzelkämpfer verdienen. Trotzdem können Ärzte in Einzelpraxis eine wichtige Erkenntnis aus den Daten ziehen: Investitionen helfen, den Praxisgewinn zu steigern. Jedes Unternehmen, aus dem man nur Geld herauszieht, aber keines investiert, wird irgendwann nicht nur weniger Gewinn abwerfen, es wird schlicht nicht lange überleben. - Abschirmung vor Elektrosmog zählt zu Krankheitskosten _ Die Kosten für die Abschirmung einer Eigentumswohnung vor Hochfrequenzimmissionen können als außergewöhnliche Belastungen bei der Einkommensteuer abgezogen werden, so der Kieler Steuerberater Jörg Passau vom DUV (Deutscher Unternehmenssteuer Verband) mit Blick auf ein rechtskräftiges Urteil des Finanzgerichts (FG) Köln (AZ.: 10 K 290/11). Die Klägerin machte Aufwendungen in Höhe von 17 075 Euro für die Anbringung einer Hochfrequenzabschirmung zum Schutz ihrer Eigentumswohnung vor Radio-, Fernseh- und Mobilfunkwellen geltend. Das Finanzamt lehnte dies ab, da kein amtsärztliches Gutachten über die Notwendigkeit der Maßnahme vorgelegen habe und es sich allenfalls um eine vorbeugende Maßnahme handele. Dies sahen die Richter anders und ließen den Abzug als Krankheitskosten zu, so Passau. Zwangsläufig und damit steuerlich absetzbar seien nicht nur medizinisch unbedingt notwendige Aufwendungen im Sinne einer Mindestversorgung. für gute Abläufe in der Praxis sorgen. Dazu braucht es nicht immer teure Medizingeräte. Z. B. lassen Investitionen in die EDV bürokratische Prozesse effizienter werden, Schulungen der Mitarbeiter entlasten den Arzt und schaffen neue Leistungsbereiche, und Investitionen in Marketing und Praxisatmosphäre binden und erweitern den Patientenkreis. In Kooperationen klappt das häufig besser, denn der Druck, sich gut aufzustellen, ist größer, auch weil noch ein Praxispartner da ist, der einem über die Schulter schaut und wirtschaftliche Entscheidungen mitträgt. Und auch das verfügbare Kapitals ist größer. Der Arzt, der absehbar seine Praxis veräußern will, sollte investieren. Für Nachfolger sind nicht nur Praxislage und -umsatz entscheidend. Die Frage ist auch: „Wie viel muss ich zusätzlich zum Kaufpreis investieren, um künftig wirtschaftlich bestehen zu können?“ Raebc HöHl ■ Vielmehr fielen hierunter die Kosten aller diagnostischen oder therapeutischen Verfahren, deren Anwendung im Erkrankungsfall hinreichend gerechtfertigt sei. Zum Nachweis der Zwangsläufigkeit der Baumaßnahme reichten dem Gericht ein ärztliches Privatgutachten über die ausgeprägte Elektrosensibilität der Klägerin und das Gutachten eines Ingenieurs für Baubiologie über„stark auffällige“ Hochfrequenzimmissionen im Rohbau der Eigentumswohnung aus. Ma W ■ Gemeinschaftspraxen investieren mehr Nach den vom ZI erhobenen Daten steigerten Ärzte in Gemeinschaftspraxen ihre Aufwendungen zwischen 2006 und 2008 im Schnitt um 7,5%, d. h. von 26 000 auf 38 000 Euro. Bei den Einzelpraxen hingegen stagnierten die Investitionen, mit dem Ergebnis, dass auch die Überschüsse langsamer zulegten. Wer aber mehr Umsatz und höhere Überschüsse erwirtschaften will, muss


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MAW. Abschirmung vor Elektrosmog zählt zu Krankheitskosten, MMW - Fortschritte der Medizin, 2012, 16-16, DOI: 10.1007/s15006-012-0420-9