Hypoglykämie aus Vergesslichkeit

MMW - Fortschritte der Medizin, Mar 2012

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Hypoglykämie aus Vergesslichkeit

Flimmernde Rheumatiker-Herzen 0 Dr. med. Dirk Einecke Chefredakteur - Patienten mit rheumatoider Arthritis haben ein deutlich erhöhtes Risiko nicht nur für Herzinfarkte, sondern auch für Vorhofflimmern und Schlaganfall. In den Leitlinien der europäischen Rheumatologen-Gesellschaft EULAR wird bereits empfohlen, Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) jedes Jahr auf kardiovaskuläre Risikofaktoren hin zu untersuchen, weil Gelenkpatienten in Studien ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und kardiovaskulär bedingten Tod gezeigt haben. Eine bevölkerungsbasierte Studie aus Dänemark legt nun nahe, das jährliche Screening auch auf Vorhofflimmern auszudehnen. In der Studie trat die Herzrhythmusstörung bei RA-Patienten nämlich um 40% häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung. Darüber hinaus war auch das Schlaganfallrisiko erhöht, und zwar um rund 30%. BMJ 2012;344:e1257 (Published 8 March 2012) DIABETES-MANAGEMENT Hypoglykämie aus Vergesslichkeit Bei Typ-2-Diabetikern sollten Sie immer auch auf die geistige Leistungsfähigkeit achten. Lässt diese spürbar nach, sind die Patienten mit der Blutzuckerkontrolle möglicherweise überfordert und entwickeln vermehrt gefährliche Hypoglykämien. Bei knapp 3000 Teilnehmern der ACCORD-Studie wurde zusätzlich der kognitive Status erfasst. Schwere Hypoglykämien, die einen Klinikaufenthalt verursachten, traten bei 160 Diabetikern (5,5%) auf. Solche Patienten hatten in dem Kognitionstest zu Beginn der Studie überwiegend unterdurchschnittliche Werte erreicht. Fünf Punkte weniger im Digit Symbol Substitution Test (DSST) zu Beginn gingen mit einer 13% höheren Rate von schweren Hyperglykämien einher. Die Autoren raten, den kognitiven Status bei Typ-2-Diabetes zu erfassen und ggf. Angehörige und Pflegepersonal in das DiabetesManagement einzubinden. Diabetes Care 2012, Epub 28.2.12, doi:10.2337/dc11-1855 a ilft/ o o e n ii s u q x E © DAS SCHMECKT DER LUNGE NICHT Salami und Schinken bringen COPD-Patienten ins Krankenhaus COPD-Kranke landeten häufiger mit einer Exazerbation im Krankenhaus, wenn sie überdurchschnittlich viel Chorizo und Serranoschinken verspeist hatten, ergab eine Studie aus Spanien. Die 274 Patienten, zu 93% Männer mit einem Altersmittel von 68 Jahren, hatten mehrheitlich an einer mittelschweren bis schweren COPD gelitten. Ihre kulinarischen Gewohnheiten waren bei ihrem erstem COPD-bedingten Krankenhausaufenthalt mittels Fragebogen erfasst worden. Während der folgenden 2,5 Jahre wurden 35% der Männer mindestens ein weiteres Mal im Krankenhaus vorstellig, 5% starben. Die Rückkehr ins Krankenhaus war umso wahrscheinlicher, je mehr Wurst und Schinken der Speiseplan enthielt. Weshalb Metzgereiprodukte das Risiko für die Entwicklung einer COPD und die Krankheitsprogression erhöhen, dafür gibt es biologisch plausible Erklärungen: Die bei der Fleischverarbeitung zugesetzten Nitrite können reaktive Stickstoffspezies bilden, die das Lungenparenchym angreifen. Die jüngsten Lesehits auf springermedizin.de Beschneidung des äußeren weiblichen Genitales www.springermedizin.de/2337510


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Hypoglykämie aus Vergesslichkeit, MMW - Fortschritte der Medizin, 2012, 1-1, DOI: 10.1007/s15006-012-0268-z