Welche Therapie für wen?

MMW - Fortschritte der Medizin, Sep 2015

Ursula Hilpert

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Welche Therapie für wen?

MMW-Fortschr. Med. Welche Therapie für wen? Heidelberg 0 schilderte das Beispiel eines 0 Monaten 0 Hypertonie 0 Diabetes mellitus Typ 0 und COPD im Stadium II (FEV 0 % vom Soll 0 % vom Soll 0 pro Tag eingeschränkt. Gut 0 aber noch nicht gut genug 0 so der Pneumologe. 0 0 Pressekonferenz „Post-EASL: Hepatitis C im Versorgungsalltag“; Berlin , Mai 2015, Veranstalter: Janssen-Cilag Additive Bronchodilatation Die medikamentöse COPD-Therapie beinhaltete im vorgestellten Fall bereits die Gabe des langwirksamen β2-Sympathomimetikums (LABA) Formoterol. Herth würde den Patienten jedoch auf ein langwirksames Anticholinergikum (LAMA) umstellen. Mittlerweile seien zwei große Studien zu dem Ergebnis „LAMA beats LABA“ gekommen – und dies unabhängig vom Sponsor der jeweiligen Studie. Darüber hinaus könnte auch schon zu Beginn der medikamentösen COPD-Therapie eine Kombination beider Substanzen in Erwägung gezogen werden. Herth begründete dies mit Compliance-Aspekten: „Wir haben bei COPD-Patienten eine Gruppe mit schlechter Compliance. Nur ca. 50% nimmt die Medikamente tatsächlich ein.“ Daher würde er von Anfang an eine optimierte Therapie in Form einer LAMA/LABA-Kombination anstreben. Die Gabe eines inhalativen Steroids stehe am Ende der Therapieeskalation, da die Nebenwirkungen nicht zu unterschätzen seien und sie nur bei wiederkehrenden Exazerbationen helfen würden. Mit Duaklir® steht seit Februar 2015 eine neue LAMA/LABA-Fixkombination aus Aclidiniumbromid und Formoterol zur Verfügung, die im Genuair®-Trockenpulverinhalator verabreicht wird. Die Fixkom bination trägt durch additive Bronchodila tation zu einer raschen Symptomlinde rung bei, wie u. a. in der randomisierten, Chronische Hepatitis C – Genotyp 1 Neue Kombination erreicht Ansprechrate von 90% a ilt o o F / a ilts o c n a iirts h c © Diese Treppe wieder bewältigen zu können – welch ein Plus an Lebensqualität! doppelblinden, placebokontrollierten Studie ACLIFORM-COPD gezeigt werden konnte [Singh D et al. BMC Pulm Med. 2014;14:78]. Ursula Hilpert ■ ■ Satellitensymposium „Der multimorbide Patient in der Praxis: Interdisziplinäre Diskussion von Kasuistiken zu Priorisierung & Management von Komorbiditäten“ im Rahmen des DGIM-Kongresses 2015; Mannheim, April 2015 (Veranstalter: AstraZeneca) − In Deutschland ist eine Interferon-freie Hepatitis-C-Therapie mittlerweile Standard, führte Dr. Peter Buggisch, Ärztlicher Leiter des Leberzentrums Hamburg am i±-Institut für interdisziplinäre Medizin, aus. Eine der empfohlenen Therapien bei Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) vom Genotyp 1 sei Simeprevir (Olysio®) in Kombination mit Sofosbuvir (SIM/SOF). Die Kombination erhielt 2014 die Zulassung auf Basis von Phase-II-Daten. Mittlerweile hätten die Ergebnisse der beiden Phase-III-Studien OPTIMIST I und II die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von SIM/ SOF bestätigt, so Buggisch. In der OPTIMIST-I-Studie sprachen 97% der Patienten ohne Zirrhose und in der OPTIMIST-II-Studie 84% aller Patienten mit Zirrhose und 94% der Patienten mit gut kompensierter Zirrhose (Albumin ≥ 4 g/dl) virologisch anhaltend an, d. h. die Viruslast war auch 12 Wochen nach Ende der Therapie nicht nachweisbar (sustained virological response, SVR) [Kwo P et al. J Hepatology. 2015;62:S236–S864, Abstract LP14; Lawitz E et al. J Hepatology. 2015;62:S236–S864, Abstract LP04). Erste Ergebnisse aus Praxisdaten Buggisch berichtete über mehrere Patientenkohorten, in denen sich die 12-wöchige Therapie mit SIM/SOF auch im Praxisalltag bewährt hat. Als ein Beispiel stellte er die deutsche „Real Life“-Kohorte SOFGER vor, in der 115 von insgesamt 790 therapienaiven und vorbehandelten Patienten mit SIM/SOF behandelt wurden. Von ihnen hatten 58% bereits eine fortgeschrittene Zirrhose (F4), und 67% waren vorbehandelt, davon 15% mit einem Proteasehemmer (Buggisch P et al. J Hepatology. 2015;62:S236–S864, Abstract P0777). Die erste Zwischenauswertung ergab eine SVR4-Rate von 87%. Diese Bestätigung der Studienergebnisse in der realen Anwendung gebe mehr Sicherheit für die tägliche Praxis, sagte Buggisch. Andrea Warpakowski ■


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Ursula Hilpert. Welche Therapie für wen?, MMW - Fortschritte der Medizin, 2015, 71, DOI: 10.1007/s15006-015-3490-7