Heilpraktiker muss nicht an Arzt zurückverweisen

MMW - Fortschritte der Medizin, Oct 2015

maw, chy

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15006-015-3577-1.pdf

Heilpraktiker muss nicht an Arzt zurückverweisen

Aktuelle Urteile freundlicher gestaltet und Geräte wie EKG oder Ultraschall e zienter genutzt werden. „Sonogra en mache ich, um Patienten lange Wege zu ersparen, und aus Spaß an der Freude.“ Mit 15 Euro pro Ultraschall sei nichts zu verdienen, denn selbst ein gebrauchtes Gerät koste mehr als 10.000 Euro. „Im Verbund ist vieles leichter“, sagt Daniel Graf, der optimistisch ist, einen Mitstreiter zu nden. „Nicht heute oder morgen, aber in den nächsten Jahren bestimmt. Kalbe ist ein idyllisches Städtchen.“ Dennoch zeigt er sich überzeugt, dass der oder die Neue mit der Region verwurzelt sein muss. - kindern schon einen Schritt weiter gekommen, doch das genügt noch nicht.“ Auch die Bitten des jungen Hausarztes, Ein›uss auf den Abbau der Bürokratie zu nehmen, die viele Studenten davon abhalte, eine eigene Praxis zu erö”nen, kann Bischo” nur entgegennehmen. „Ja, der Arzt muss frei sein für seine eigentliche Arbeit. Ich werde das immer wieder ansprechen.“ Sachsen-Anhalt braucht in den kommenden Jahren mehr als 800 neue Hausärzte – jährlich kommen aber nur 20 bis 30 hinzu. Bischo” ist trotzdem optimistisch, da die Hausarzt-Weiterbildung inzwischen kein nanzielles Risiko mehr sei und immer mehr Kommunen niederlassungswillige Ärzte unterstützen. Für Daniel Graf war die Vielfalt in der Hausarztpraxis entscheidend für seine Facharztwahl: „Ich sehe vom Baby bis zum Greis alle Generationen, behandele den Schnupfen und begleite onkologische Patienten. Sie alle vertrauen dem Hausarzt.“ ■ Petra Zieler Heilpraktiker muss nicht an Arzt zurückverweisen Wenn Patienten sich bei einem Heilpraktiker in Behandlung begeben, müssen sie selbst entscheiden, wann es wieder Zeit für Schulmedizin ist. Der Heilpraktiker hat nicht die Pflicht, sie an einen Arzt zurückzuverweisen. Das Amtsgericht Ansbach lehnte in einem rechtskräftigen Urteil die Klage eines Patienten auf Schmerzensgeld ab. Der Mann hatte eine Darmerkrankung mit Bioresonanz, Schöndorfstrom und Fußbädern behandeln lassen, woraufhin es ihm noch schlechter ging. Der Kläger hätte auch als Laie die Notwendigkeit eines erneuten Arztbesuchs erkennen müssen, so die Richter. ■maw/chy


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15006-015-3577-1.pdf

maw, chy. Heilpraktiker muss nicht an Arzt zurückverweisen, MMW - Fortschritte der Medizin, 2015, 37, DOI: 10.1007/s15006-015-3577-1