Sterberate bei Patienten mit kardiovaskulärem Risiko sinkt

MMW - Fortschritte der Medizin, Nov 2015

Dagmar Jäger-Becker

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Sterberate bei Patienten mit kardiovaskulärem Risiko sinkt

MMW Fortschritte der Medizin Topisches Pfefferminzöl ist leitlinienkonform 0 Dagmar Jäger-Becker ■ Media Brie ng „SUMMIT Survival Study: Neue Erkenntnisse für die Behandlung der COPD" im Rahmen des Internationalen Kongresses der European Respiratory Society; Amsterdam - Episodische Kopfschmerzen vom Spannungstyp _ Ziehende, drückende, dumpfe Schmerzen, die sich o vom Nacken aus über den Hinterkopf zur Stirn ausbreiten – diese Beschreibung ist typisch für Kopfschmerzen vom Spannungstyp. Die häuge Einnahme von Analgetika ist wegen des Nebenwirkungsrisikos sowie der Gefahr eines medikamenteninduzierten Kopfschmerzes nach Möglichkeit zu vermeiden. In der Praxis und in Studien hat sich seit langem die lokale Anwendung der 10%igen ethanolischen PfeŠerminzöllösung Euminz® bewährt. Sie war in klinischen Untersuchungen mindestens ebenso gut und schnell wirksam wie die orale Žerapie mit Acetylsalicylsäure und Paracetamol, ohne dabei jedoch den MagenDarm-Trakt, die Leber oder die Nieren zu belasten. Daher wurde topisches PfeŠerminzöl in die neue PraxisLeitlinie zu primären Kopfschmerzen der Deutschen Gesellscha für Schmerzmedizin (DGS) aufgenommen. Wörtlich heißt es: „Die kutane Applikation von PfeŠerminzöl (Oleum menthae piperitae) in 10%iger ethanolischer Lösung ist wirksam zur Behandlung des episodischen Kopfschmerzes vom Spannungstyp. Die Wirkung ist der Einnahme von Paracetamol 1.000 mg oder Acetylsalicylsäure 1.000 mg ebenbürtig.“ Euminz® ist als einziges lokal anzuwendendes pžanzliches Arzneimittel zur Behandlung von leichten bis mittlerschweren Kopfschmerzen vom Spannungstyp (ICD-10 G44.2) zugelassen. Auch für Kinder ist das topische PfeŠerminzöl gut geeignet und für die Indikation „leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen vom Spannungstyp“ (ICD-10 G44.2) für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren verordnungs- und erstattungsfähig. Die DGS-Praxisleitlinie zu primären Kopfschmerzen steht zum Download bereit unter: http://kopfschmerzen.dgspraxisleitlinien.de. ■ Red. ■ Nach Informationen von Cassella-med Gegen Kopfschmerzen ist ein Kraut gewachsen – die Pfe erminze. Therapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung Sterberate bei Patienten mit kardiovaskulärem Risiko sinkt _ Sowohl die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) als auch kardiovaskuläre Erkrankungen (KVK) sind weltweit führende Todesursachen. Rund die Häl e der COPD-Patienten hat eine kardiovaskuläre Komorbidität oder ein erhöhtes Risiko. Bei diesen COPD-Patienten ist die Mortalitätsrate verdoppelt im Vergleich zu COPD-Patienten ohne KVK, betonte Prof. Jorgen Vestbo, Manchester, UK. Wie sich nun gezeigt hat, kann die Mortalität von COPD-Patienten mit KVK durch den Einsatz des inhalativen Kortikoids (ICS) Fluticasonfuroat (FF) und des langwirksamen β2Agonisten (LABA) Vilanterol (VI) gesenkt werden – so die ersten Ergebnisse der Study to Understand Mortality and Morbidity (SUMMIT). In der multizentrischen Studie wurden 16.485 COPD-Patienten mit KVK oder dem Risiko dazu jeweils einmal täglich entweder mit dem ICS Fluticasonfuroat plus dem LABA Vilanterol (FF/VI, 100/25 μg) (Relvar®), den beiden Einzelsubstanzen (FF 100 μg bzw. VI 25 μg) oder Placebo behandelt. Wie Dr. Courtney Crim, GlaxoSmithKkline, erklärte, war das Überleben der primäre Studienendpunkt. Unter der Fixkombination war die Mortalität um 12,2% geringer als unter Placebo. Das Ergebnis war nicht signikant (GSK, Data on le). Lungenfunktionseinbuße verlangsamt Allerdings veminderte FF/VI signikant den Verlust der Lungenfunktion im Vergleich zu Placebo (p = 0,019) und zeigte weitere positive EŠekte auf COPD-Endpunkte wie Exazerbationen und Lebensqualität, fasste Vestbo zusammen. Die häugsten Nebenwirkungen (≥ 3%) waren Nasopharyngitis (FF/VI 8,9%, Placebo 7,5%), Atemwegsinfekte (6,3% vs. 4,8%), Pneumonie (5,0% vs. 4,6%), Rückenschmerzen (4,3% vs. 3,5%), Hypertonie (3,9% vs. 3,3%) und Inžuenza (3,4% vs. 2,9%). Die Häugkeit schwerer unerwünschter Ereignisse betrug 23,2% unter FF/VI bzw. 22,2% unter Placebo. Unerwünschte Ereignisse von besonderem Interesse waren in etwa gleich häug: Kardiovaskuläre Ereignisse traten unter FF/VI bei 17,8% der Patienten auf, unter Placebo bei 16,8%. Die Inzidenz schwerer Pneumonien lag in der FF/VI-Gruppe bei 3,4% und unter Placebo bei 3,1%.


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Dagmar Jäger-Becker. Sterberate bei Patienten mit kardiovaskulärem Risiko sinkt, MMW - Fortschritte der Medizin, 2015, 72, DOI: 10.1007/s15006-015-7559-0