Gemeinsame Selbstverwaltung stärken

Der Freie Zahnarzt, Feb 2016

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Gemeinsame Selbstverwaltung stärken

Zahlen des Monats Bewertung der Patienten Online-Bewertungsportale haben schon lange Hochkonjunktur. Das gilt auch für die Bewertung von Ärzten und Zahnärzten. Und o˜enbar sind die Kritiken hilfreich. Wie das Arztbewertungsportal jameda mitgeteilt hat, machen zwei von drei Patienten, die sich nach der Web-Recherche für einen Mediziner entschieden haben, beim Arztbesuch ähnliche Erfahrungen wie die Verfasser der Bewertungen. So das Ergebnis einer jameda-Umfrage. Für die meisten Befragten (63 Prozent) tragen neben positiven auch negative kritische Erfahrungsberichte zu mehr Glaubwürdigkeit bei. Für 59 Prozent sind ausführliche Beschreibungen über Erfahrungen mit der Praxis ein wichtiges Indiz für die Richtigkeit der Angaben. Folge der Kauflaune Die Stimmung in Deutschland ist zurzeit nicht so rosig. Doch die deutsche Wirtscha£ ¤oriert, wie schon lange nicht mehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat vor allem die Kau¤aune der Verbraucher dafür gesorgt, dass das Bruttoinlandsprodukt 2015 um 1,7 Prozent gewachsen ist. Das ist das stärkste Wirtscha£swachstum seit 2011. Während die privaten Konsumausgaben im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent stiegen, wuchsen die staatlichen Ausgaben um 2,8 Prozent. Für Investitionen in Ausrüstungen wie Maschinen und Fahrzeuge wurden 3,6 Prozent mehr ausgegeben und für Exporte ins Ausland rund 5,4 Prozent. mf Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat in seiner Neujahrspressekonferenz in Berlin Korrekturen und Reformen im Gesundheitswesen gefordert. Der Verbandsvorsitzende, Christian Zahn, wies auf die steigenden Gesundheitsausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und auf die immer weiter anstei genden Zusatzbeitragssätze hin. „Durch die teure Gesetzgebung der Großen Koalition wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag bis 2020 auf zwei Prozent steigen, hier muss die Bundesregierung gegensteuern“, forderte Zahn. Der höchste Beitragssatz in der GKV liegt aktuell bei 16,3 Prozent. Dagegen ist der allgemeine Beitragssatz, den sich Arbeitgeber und Mitglieder teilen, bei je 7,3 Prozent eingefroren. Zur Entlastung der Versicherten spricht sich der vdek für die Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung auch beim Zusatzbeitragssatz aus. Um die vorhandenen Reserven im Gesundheitsfonds zu nutzen, sollte laut Zahn das Finanzpolster eingeschmolzen werden, die Liquiditätsreserve sollte also auf höchstens 35 Prozent einer Monatsausgabe reduziert werden. Mit Sorge beobachtet der vdek, dass die Politik immer mehr fachliche Aufgaben an den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) delegiert und so eine schleichende Ve-r staatlichung des Gesundheitswesens fördert. Der vdek spricht sich für eine Rückbesinnung des G-BA auf seine originären Aufgaben aus und verlangt eine Stärkung der gemeinsamen Selbstverwaltung von Kassen und Leistungserbringern. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, forderte angesichts der Kostenentwicklung im Arzneimittelbereich rasche Reformen. Die Ausgaben sind von 2013 zu 2014 um zehn Prozent auf 33,4 Milliarden gestiegen. Lösungsvorschläge des vdek sind bewährte Instrumente zur Steuerung der Arzneimittelausgaben: Nutzenbewertung, Festbeträge, Rabattverträge, Herstellerabschlag, Preismoratorium und nicht zuletzt Transparenz im Arzneimittelmarkt. Außerdem sollten Ärzte besser über neue Medikamente informiert werden. kp


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kp. Gemeinsame Selbstverwaltung stärken, Der Freie Zahnarzt, 2016, 8, DOI: 10.1007/s12614-016-6053-0