Schlechte Prognose bei Herzinsuffizienz plus isolierter zentraler Schlafapnoe

Pneumo News, Jun 2016

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Schlechte Prognose bei Herzinsuffizienz plus isolierter zentraler Schlafapnoe

PNEUMONEWS  Zimt-Liquids schwächen pulmonale Immunabwehr E-Zigaretten 0 Im Prinzip enthält der Rauch von E-Zigaretten die gleichen Toxine, Karzinogene und Partikel wie der von Tabakzigaretten, aber in deutlich geringerer Konzentration, erklärte Prof. Ilona Jaspers von der University of North Carolina in Chapel Hill. Die Trägersto„e Propylenglykol und Glyzerin gelten als harmlos, auch wenn ein irritierendes Potenzial bei Inhalation letztlich nicht ausgeschlossen werden kann , USA E-Zigaretten sind wahrscheinlich weniger gesundheitsschädlich als gewöhnliche Zigaretten, harmlos sind sie deshalb nicht. Neue Forschungen zeigen, dass aromatisierte Liquids die lokale Immunabwehr in der Lunge herabsetzen. Die Ergebnisse wurden auf dem ATS-Kongress in San Francisco vorgestellt. Mangelnde Qualitätskontrolle Mehr Sorgen bereiten Jaspers die mangelnde Qualitätskontrolle und die nahezu unüberschaubare Vielzahl an Aromasto„en in den Liquids. Viele davon stehen auf der sogenannten GRASListe („Generally Regarded As Safe“) der FDA und werden deshalb als sicher angepriesen, untersucht sind sie aber nur für die orale Aufnahme. „Ob sie bei Inhalation auch so harmlos sind, ist völlig unklar“, betonte Jaspers beim ATS-Kongress 2016. Ihr Team hat sich für die aktuelle Arbeit Aromasto„e auf Ba - sis von Trans-Cinnamaldehyd näher angeschaut. Dieser Sto„ verleiht Zimt den typischen Geruch und Geschmack. Die Katastrophenschutzbehörde FEMA stuž ihn als potenziell gefährlich bei Inhalation ein. Zimt-Liquids zählen dennoch derzeit zu den Bestsellern in den USA. - Sie du en zwar gut, allerdings beeinträchtigen Aromasto e in den e-Zigaretten-Liquids die E ektivität von Immunzellen. Vor allem bei schwerer Herzinsu¡zienz und zentraler Apnoe ist die Prognose für die betro„enen Patienten düster. Dann hilž auch keine adaptive Servo-Ventilation (ASV) mehr, berichteten Autoren um Renaud Tamisier aus Grenoble beim ATS-Meeting 2016. Die Befunde sind vorläu¢g und stammen aus der FACE-Studie, einer nationalen Kohortenstudie aus Frankreich mit 301 herzinsu¡zienten Patienten, von denen 70 % eine zentrale und 30 % eine gemischte Schlafapnoe aufwiesen. Bei 75 % der Patienten war die Atemstörung ausgeprägt (AHI >30/h). Die Patienten mit nur zentraler Apnoe waren älter, dicker, litten häu¢ger an COPD und an schwereren Apnoen. Zentrale Schlafapnoen machen etwa 10 bis 20% aller Schlafapnoen aus. Bei Herzinsu¡zienz haben sie mit 30 % einen höheren Anteil. Die Patienten leiden an einem instabilen Schlaf, charakterisiert durch Phasen der Hyperventilation (bedingt durch CO2-Hypersensivität) und Hypoventilation. Fazit der Autoren: Patienten mit Herzinsu¡zienz und gemischter Apnoe könnten unter ASV eine bessere Prognose haben als solche mit nur zentraler Apnoe. Die Studie läuž weiter. Dr. med. Dirk Einecke


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Schlechte Prognose bei Herzinsuffizienz plus isolierter zentraler Schlafapnoe, Pneumo News, 2016, 50, DOI: 10.1007/s15033-016-0404-z