Bedeutung von inhalativen Kortikosteroiden in der Diskussion

MMW - Fortschritte der Medizin, Jun 2016

Dagmar Jäger-Becker

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Bedeutung von inhalativen Kortikosteroiden in der Diskussion

MMW Fortschritte der Medizin Bedeutung von inhalativen Kortikosteroiden in der Diskussion COPD-Therapie 0 1 0 Fortbildungsveranstaltung „Wege zum gesunden Schlaf“; Köln 1 Satellitensymposium „Asthma und COPD - Wege in die individualisierte Therapie“ , 122. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin; Mannheim - _ Welche Bedeutung inhalative Kortikosteroide (ICS) im Behandlungskonzept der chronisch obstruktiven Lungenerkranlung (COPD) haben, wird derzeit intensiv diskutiert. Dr. Cordula Mohrlang, GlaxoSmithKline Deutschland, wies auf eine Reihe von belastbaren Daten hin, die einen Rückgang von Exazerbationen unter einer Kombinationstherapie aus ICS und langwirksamem β2Agonist (LABA) im Vergleich zu einer LABA-Monotherapie belegen [Zervas E et al. Curr Drug Targets. 2013]. Die Fixkombination aus 92 μg Fluticasonfuroat (FF) und 22 μg Vilanterol (VI) (Relvar®), die für die einmal tägliche symptomatische ”erapie erwachsener COPD-Patienten mit einem FEV1Wert < 70% des Normwerts und Exazerbationshistorie zugelassen ist, hat mit ihrer niedrigen ICS-Dosis bei Patienten mit Exazerbationen in der Vorgeschichte die Rate der akuten Verschlimmerungen um 27% gegenüber Vilanterol allein reduziert und dabei die durch den LABA erzielte Verbesserung der Lungenfunktion langfristig aufrechterhalten. Die Zahl der jährlichen Exazerbationen lag bei 0,81 vs. 1,11 (p < 0,0001) [Drans˜eld MT et al. Lancet Respir Med. 2013]. Bluteosinophilie als Biomarker für Exazerbationsrisiko Nach neueren Erkenntnissen kann Bluteosinophilie ein Hinweis auf das Ansprechen der Patienten auf eine ICS/ LABA-”erapie bzw. ein Biomarker für eosinophile Exazerbationen bei COPD sein, so Mohrlang. Unter FF/VI war die Reduktion von Exazerbationen besonders ausgeprägt bei Patienten mit Bluteosinophilen ≥ 2% [Pascoe S et al. Lancet Respir Med. 2015;3:435–42]. Laut retrospektiver Analysen der Daten großer COPD-Studien haben etwa 50–70% der COPD-Patienten eine Bluteosinophilenzahl ≥ 2% und könnten von ICS pro˜tieren [Barnes P, ERS 2014, München]. ■ Schlafmedizin Wege zur gesunden Nachtruhe _ Bei Schlafstörungen ist der Regelkreis zwischen der schla ördernden Ausschüttung von Melatonin bei einsetzender Dunkelheit und dem das Aufwachen fördernde Anstieg der Kortisolspiegel ab der Mitte der Nacht gestört. Konzentrationsprobleme, Fehlreaktionen, Depressionen und vieles mehr sind die Folgen. Hier gebe es die Dreier-Regel, so der Schlafmediziner Dr. Martin Held, Köln: Dauern Schlafstörungen länger als drei Wochen, kommen ö…er als dreimal pro Woche vor, und halten länger als drei Stunden an, müsse man handeln. Neben einem abgedunkelten, kühlen Schlafraum, Verzicht auf schwer verdauliches Essen und ko einhaltige Getränke am Abend, ist die Zufuhr von Tryptophan (TRP) eine gute Option. TRP sowie Niacin und Vitamin B6 spielen im Melatonin-Sto wechsel eine zentrale Rolle, erläuterte Dr. ”ora Hartmann-Schneiders, Leiterin Medizin bei Orthomol. Ein weiterer Botensto sei die Aminosäure Glycin. In einer kleinen Studie war nach Gabe von 3 g Glycin die Zufriedenheit der Probanden mit dem Schlaf und der Einschlafzeit signi˜kant besser. Zur Unterstützung eines erholsamen Schlafes könne daher die Nährsto Kombination Orthomol Nemuri® sinnvoll sein, so Hartmann-Schneiders. Außer den beiden Aminosäuren TRP und Glycin enthält das Heißgetränk-Granulat Vitamin B6, Niacin, Magnesium, Melissen-, Hopfen- und Grüntee-Extrakt. Die Wirksamkeit beruhe v. a. auf der Kombination aus schla ördernden Inhaltssto en, Körpererwärmung durch das Heißgetränk und dem ritualisierenden Charakter eines regelmäßig am Abend eingenommenen Getränks, Erholsamer Schlaf – dem muss man manchmal nachhelfen. k tsck o n i h T / k itc o S / v o n a g u Y n it n tsa n o K © so der Schlafmediziner Dr. Michael Feld, Köln. Dieses Ritual sei extrem wichtig. Denn anders als beim Essen oder Sport könne man sich nicht zum Schlafen zwingen. ■ Christina Ott


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Dagmar Jäger-Becker. Bedeutung von inhalativen Kortikosteroiden in der Diskussion, MMW - Fortschritte der Medizin, 2016, 75, DOI: 10.1007/s15006-016-8388-5