Brillante Oberflächen für Küchenfronten

JOT Journal für Oberflächentechnik, Feb 2016

Heraeus Noblelight GmbH

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Brillante Oberflächen für Küchenfronten

Brillante Ober ächen für Küchenfronten ab Losgröße 1. Seit Anfang dieses Jahres setzt das Unternehmen dafür einen maßgeschneiderten - Aterschiedlichsten Anforderungen n Küchenfronten werden die unhinsichtlich Design und Ober ächeneigenscha en gestellt. Neben der Farben- und Formenvielfalt spielen auch Eigenscha en wie Kratzfestigkeit, Chemikalien- oder Feuchtebeständigkeit eine entscheidende Rolle. Moderne Pulverlackierungen helfen dabei. Sie ermöglichen sowohl eine nahtlose Beschichtung als auch hervorragende mechanische und chemische Eigenschaften. Die Pulverlacke müssen dazu jedoch optimal verlaufen und danach aushärten. Ein exibler, maßgeschneiderter, gaskatalytischer Infrarot-Ofen von Heraeus sorgt speziell bei mitteldichten Faserplatten (MDF-Platten) für brillante Ober ächen. Die belgische Firma Kempa Pro ducts liefert Küchenfronten genau nach Kundenvorgaben, ab Losgröße 1. Für die Pulverlackierung ist das ei ne zusätzliche Herausforderung, denn der benötigte Trockenofen muss exibel an alle Vorgaben angepasst werden können. Seit Jahresbeginn sorgt ein gaskatalytischer Infrarot-Ofen von Heraeus bei Kempa für die erforderlichen exiblen Wärmeprozesse. Paul Maeyninckx, Geschä sführer von Kempa Products: „Wir konnten partnerschaftlich mit Heraeus die Anlagenauslegung ermitteln und die Anlage so einstellen, dass wir jetzt exibel auf die jeweiligen Kundenvorgaben eingehen können. So können wir viel schneller eine sehr gute Qualität liefern.“ Infrarot vor und nach dem Pulverlackauftrag Zum Einsatz kommt die gaskataly tische Infrarot-Wärme an zwei Stationen, beim Vorwärmen und bei der Pulverlackhärtung selbst. Die Pulverlackierung auf MDF Platten erfolgt wesentlich homogener, wenn die Platten vor dem Pulverauftrag vorgewärmt werden. Dies stellt eine gewisse elektrische Leitfähigkeit her, die dann hil , das Lackpulver homogener zu verteilen. Der zweite gaskatalytische Infrarot-Ofen dient der Angelierung und dem Aushärten des Pulverlackes. Pulver absorbiert Infrarot-Strahlung generell sehr gut, die Pulvermasse er Vor der Pulverbeschichtung durchfahren die MDF-Teile den Infrarot-Vorwärmofen. Dabei wird eine gewisse Leitfähigkeit auf den MDF-Platten erzielt, die homogene Beschichtungen ermöglicht. a p m e K © a p m e K © wärmt sich daher rasch und wird er heblich schneller als etwa in einem Umluftofen angeliert. Ohne Luftbe wegung werden Staubeinschlüsse vermieden, das Pulver wird nicht verwirbelt oder verschleppt. Ein rasches Anschmelzen verbessert die Lackqualität und erhöht die Durchlaufgeschwindigkeit. Da Infrarot-Wärme schneller und mit höherer Leistung übertragen wird, ist gegenüber Heißlu in den meisten Fällen ein wesentlich kürzerer Ofen notwendig, oder die Produktionsge schwindigkeit kann erhöht werden. Der Ofen bei Kempa ist 12 Meter lang. Die Produktionsgeschwindigkeit beträgt etwa zwei Meter pro Minute. Der Ofen kann in Zonen geregelt werden, je nach Temperaturprofil, nach den Dimensionen der jeweiligen Platten und nach den Vorgaben für die verwendeten Pulver. Anwendungsspezialisten bei Heraeus erarbeiteten zusammen mit Kempa in verschiedenen Testreihen die erforderlichen Ofeneinstellungen. Je nach Plattengröße und -dicke und natürlich je nach Lacksystem werden unterschiedliche Temperaturprofile gefahren. Dies erforderte eine feine Justierung der Regelung. Schließlich wurden Programme für verschiedene Vorgaben in der Steuerung hinterlegt, sie lassen sich nun ganz nach Bedarf abrufen. Nach dem Pulverauftrag wird die Beschichtung im Infrarotofen angeliert und ausgehärtet. Rasches Anschmelzen verbessert die Lackqualität und erhöht die Durchlaufgeschwindigkeit.


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Heraeus Noblelight GmbH. Brillante Oberflächen für Küchenfronten, JOT Journal für Oberflächentechnik, 2016, 27, DOI: 10.1007/s35144-016-0188-2