Kieferorthopädische Behandlung gesetzlich Versicherter

Der Freie Zahnarzt, Sep 2016

Christian Öttl

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Kieferorthopädische Behandlung gesetzlich Versicherter

Kieferorthopädische Behandlung gesetzlich Versicherter 0 Dr. Christian Öttl - Seit 01. Januar 2002 gibt es eine Vorgabe für die kieferorthopädische Behandlung von Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs. Nur bis zu diesem Zeitpunkt übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Behandlung nach den kieferorthopädischen Indiktionsgruppen (KIG). Siehe dazu nebenstehende Tabelle „Kieferorthopädische Indikationsgruppen“. Für eine Kostenübernahme muss die Schwere der Zahnfehl stellung bei Kindern in die KIG 3 oder höher fallen. Bei Erwachsenen wird die Behandlung nur bei schweren Kieferanomalien gezahlt, die kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Behandlungsmaßnahmen erfordern. Diese fallen in die kieferorthopädischen Indikationsgruppen KIG B4, D4, K4, M4 sowie A5 oder O5. Gleichzeitig muss neben der Behandlung durch den Kieferorthopäden eine Kieferoperation zum Ausgleich der Fehlstellung erfolgen. Der Behandlungsplan muss vor dem Beginn bei der gesetzlichen Krankenkasse eingereicht und befürwortet werden. Sind diese Voraussetzungen gegeben, übernimmt die GKV bis zu 100 Prozent der vertragszahnärztlichen Kosten in zwei Schritten. Während der Behandlung rechnet der Kieferorthopäde 80 Prozent direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse ab. Die übrigen 20 Prozent zahlt der Patient als Eigenanteil an den behandelnden Arzt. Nach Abschluss der Behandlung erstattet die gesetzliche Krankenkasse diesen vorgestreckten Eigenanteil zurück, sobald der Kieferorthopäde schrišlich bestätigt hat, dass die Behandlung und die Retentionsphase (Stabilisierung der Ergebnisse) erfolgreich abgeschlossen wurden. Sowohl Leistungen, die über das ausreichende, wirtschašliche und notwendige Maß hinausgehen, wie zum Beispiel funktionsanalytische oder -therapeutische Leistungen sowie spezielle Brackets aus „unsichtbaren“ Materialien oder höherer Funktionalität, sind jeweils mit einer Privatvereinbarung (EKV-Z § 7 Abs. 7 und BMV-Z § 4 Abs. 5) und über eine Labormehrkostenrechnung zu berechnen. Indikationen für kieferorthopädische Leistungen


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Christian Öttl. Kieferorthopädische Behandlung gesetzlich Versicherter, Der Freie Zahnarzt, 2016, 46-46, DOI: 10.1007/s12614-016-6460-2