1. Tag der Wunde

ProCare, Oct 2016

Springer Vienna

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1. Tag der Wunde

1. Tag der Wunde M it Aktionen macht Wund?Gesund! auf die Anliegen von Patienten mit chronischen Wunden aufmerksam. Von den etwa 250.000 Menschen mit chronischen Wunden in Österreich werden nur 15 Prozent mit modernen Wundprodukten versorgt. Zu diesem Ergebnis kam im vergangenen Jahr der erste österreichische Wundreport. Nun soll ein jährlich stattfindender Wundtag Bewusstsein für das ema scha en: Mit Aktionen, die auf das Krankheitsbild und seine Problematik hinweisen. Der erste österreichische Wundtag fand am 29. September in Wien vor dem Parlament statt. - Der erste derartige Aktionstag vor dem Parlament konnte auf starke Unterstützung verweisen: Nationalratspräsidentin Doris Bures nahm das Positionspapier der Initiative Wund?Gesund! entgegen. Damit will die Initiative ihren Forderungen nach einer optimierten Wundversorgung Nachdruck verleihen und auch politische Entscheidungsträger auf die De zite in der Wundversorgung aufmerksam machen. Experten aus dem Gesundheitswesen erläuterten mit Impulsvorträgen ihre Position zur aktuellen Situation in der Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden: Neben Dr. Sigrid Pilz, Leiterin der Wiener P ege-, Patientinnenund Patientenanwaltschaft, unterstützten Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenp egeverbandes (ÖGKV), Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer; und  Felix Madar, Wundmanager und Geschäftsführender Gesellschafter der WBZ P egedienstleistungen GmbH, die Initiative in ihrem Bestreben, über die vielfältigen Möglichkeiten einer innovativen Wundversorgung aufzuklären. t p il/Km Recht auf Information ! d n u seG „Patienten wollen besser informiert wer? nud den; und die Bevölkerung hat das Recht, eW sich selbst ein Bild von der aktuellen Situv i ta ation machen“, so Mag. Martina Laschet, t ii In© Sprecherin der Initiative Wund?Gesund!, : too die sich zum Ziel gesetzt hat, die Gesundh P heitskompetenz der Bevölkerung zu stärken. Denn auch das war ein Ergebnis des Wundreport 2015: 42 Prozent der Patienten mit chronischen Wunden werden beim Verbandwechsel nicht ausreichend oder gar nicht über den Zustand der Wunde aufgeklärt, etwa ein Viertel der Patienten ist mit der Informationsleistung ihrer Krankenversicherung in Bezug auf die Wundversorgung nicht zufrieden. Mehrwertprodukte statt Zweiklassenmedizin Die Forderungen von Wund?Gesund! haben eine nachhaltige Wundbehandlung für alle Patienten und Mehrwertprodukte statt Zweiklassenmedizin zum Ziel. Unverzichtbar für die Initiative ist deshalb der Zugang zu verständlicher und umfassender Information für Patienten über die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten der innovativen Wundversorgung. Patienten müssen ihr Recht auf umfassende Information geltend machen und ihre Leistungen in Anspruch nehmen können. Dazu bedarf es für die Initiative vor allem nachvollziehbarer und transparenter Prozesse durch eine einheitliche Heilbehelfeverordnung und eine bessere Kommunikation seitens der Krankenkassen und Gesundheitsberufe. Außerdem fordert die Initiative eine praxisnahe und bedarfsgerechte Ausbildung von Angehörigen der Gesundheitsberufe sowie eine verbesserte interdisziplinäre Zusammenarbeit. Als Vorteile für die Patienten führt „Wund?Gesund!“ in ihrem Positionspapier den nachhaltig beschleunigten Heilungsverlauf durch innovative Wund-Produkte und Verbandstoffe an, die auch die Schmerzen der Patienten reduzieren, geringere Zusatzkosten für erapien und Schmerzmittel und die Minimierung von Geruchsbelästigung und Schmerzen beim Verbandwechsel. Auch die Volkswirtschaft pro tiert von einer innovativen Wundversorgung durch verkürzte Behandlungszeiten, eine Reduktion der Materialkosten um 75 Prozent und damit eine Reduktion von Personal- und Materialkosten von etwa 180 Millionen Euro pro Jahr. n


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Springer Vienna. 1. Tag der Wunde, ProCare, 2016, 30, DOI: 10.1007/s00735-016-0682-z