Besserer Schutz bei gestörter Hautbarriere

hautnah dermatologie, May 2011

Dagmar Jäger-Becker

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Besserer Schutz bei gestörter Hautbarriere

Besserer Schutz bei gestörter Hautbarriere Hyperhidrose-Versorgung im Blickpunkt Betulinbasierte Hautpflegeprodukte ha- ben mit Wasser Jojobaöl und Betulin nur drei Inhaltsstoffe und kommen ohne Emulga- toren und Konservierungsmittel aus. Das prädestiniert sie für die Pflege und Behand- lung extrem trockener empfindlicher Haut die meist mit einer gestörte epidermale Bar- rierefunktion verbunden ist so Dr. Wolf- gang Gehring Karlsruhe. Betulin wird aus einem Trockenextrakt der weißen Birkenrinde (Betula alba) gewonnen. Bei einer feststoffstabilisierten Emulsion mit Betulin („Betulsion“ Imlan®) kann auf Zusatz- - Die erste nationale Pilotstudie zur Versorgung von Hyperhidrose-Patienten präsentierte Christian Müller, Greifswald, auf dem diesjährigen DDG-Kongress. Von Juli bis Oktober 2010 wurden detaillierte Informationen zu Lebensqualität, Dauer der Erkrankung und medikamentöser Therapie erfasst. Zusätzlich schätzten auch die behandelnden Ärzte die Einschränkung ihrer Patienten durch die Hyperhidrose ein. Dabei zeigte sich, dass erhebliche Unterschiede in der Beurteilung der Erkrankungsdauer zwischen Arzt und Patient bestehen: So gaben die Patienten an, im Median bereits 60 Monate unter Hyperhidrose zu leiden – die Ärzte hingegen beschrieben eine Erkrankungsdauer von nur 30 Monaten. Zwölf Monate dauerte es bis zur korrekten Diagnose und weitere vier Monate bis zur Verordnung einer effizienten Therapie. Insgesamt profitierten 85% der Hyperhidrose-Patienten von ihrer Behandlung. Dabei erreichten 94% der mit dem systemischen stoffe wie Emulgatoren, die sich negativ auf die Hautbarriere auswirken, verzichtet werden. Herkömmliche Öl-in-Wasser-Emulsionen reduzieren als Vielstoffgemische in der Regel die Hornschichtfeuchtigkeit und erhöhen den transepidermalen Wasserverlust. Hydrophlle Cremes könnten einen so negativen Einfluss auf die epidermale Barriere haben, dass sie „süchtig nach Eincremen“ machen, betonte Gehring – denn die Haut ist nach Ende der Pflege trocken und empfindlich. Die emulgatorfreie Betulsion dagegen stabilisiert die geschädigte Hautbarriere, beugt weiteren Irritationen vor und zeigt auch regenerative Effekte. Nach experimenteller Hautschädigung durch repetitive Waschungen mit dem Tensid Natriumlaurylsulfat war unter der Behandlung mit der Betulsion sowohl die Hornschichtfeuchtigkeit erhöht als auch der transepidermale Wasserverlust vermindert (Laszczyk M et al., Akt Dermatol 2009, 35:1–5). Dagmar Jäger-Becker Meet-the-Expert„Medizinische Hautpflege mit Imlan® – einzigartiger Schutz für die gestörte Hautbarriere“ anlässlich der 46. DDGTagung, Dresden, 31. März 2011 (Veranstalter: Birken) Anticholinergikum Methantheliniumbromid (Vagantin®) therapierten Patienten eine Verbesserung ihres Leidensdrucks – gegenüber nur 79% der Studienteilnehmer, die nicht mit diesem Medikament behandelt wurden. Unter dem Anticholinergikum war ein signifikant höherer Patientennutzen (Patient-Benefit-Index) zu verzeichnen. 83% der Betroffenen beurteilten ihre Lebensqualität unter der Methantheliniumbromid-Therapie mit gut bis sehr gut. Die Pilotstudie hat erstmals Einblicke in die leitliniengerechte Behandlung der Hyperhidrose durch den Facharzt und in den Versorgungsalltag der Patienten gegeben. Eine intensive Patientenaufklärung und die Kommunikation der Leitlinie„Fokale Hyperhidrose“ ist unbedingt erforderlich, um die Situation der Betroffenen zu verbessern und den Leidensdruck zu reduzieren, schloss Müller. Zum fünften Mal schreibt Pfizer Specialty Care seinen Forschungspreis im Bereich Dermatologie aus. Das Unternehmen möchte innovative wissenschaftliche Forschungsprojekte zum Thema Blockade des Tumor-Nekrose-Faktors alpha (TNF-α) bei dermatologischen Erkrankungen unterstützen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten, die einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der Wirksamkeit und Sicherheit von Therapien mit Biologika leisten. Die Entwicklung der TNF-αInhibitoren hat die dermatologiche Forschung und die Therapie der mittelschweren bis schweren Psoriasis sowie der Psoriasis-Artritis entscheidend vorangebracht. Dennoch bietet die TNF-Blockade noch ein weites Feld für die Erforschung weiterer Grundlagen. Bis zum 1. Juli 2011 können Bewerber aus wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland ihre Projektbeschreibung einreichen. Ansprechpartner ist Dr. Ekkehard Lange, Medical Science Liaison, BU Specialty Care, Linkstr. 10, 10785 Berlin, E-Mail: ekkehart.lange@ pfizer.com. Nach Informationen von Pfizer Deutschland Oscar-Gans-Preis 2011 verliehen Anlässlich der 46. DDG-Tagung in Dresden wurde unter dem Vorsitz des Präsidenten Prof. Dr. Thomas Luger, Münster, zum 15. Mal der Oscar-Gans-Preis vergeben. Der diesjährige Hauptpreis ging an Prof. Dr. Matthias Goebeler, Gießen/Marburg, der sich mit seiner Arbeitsgruppe um die Erforschung des Toll-Like-Rezeptors (TLR) 4 als Rezeptor für Nickel und damit um grundlegende Präventions- und Behandlungsstrategien bei Nickelallergien verdient gemacht hatte. Außerdem wurden zwei Förderpreise verliehen. Sie gingen an PD Dr. Alexander Roesch, Homburg/Saar (Slow-Cycling bei Melanomzellen) und Dr. Kamran Ghoreschi, Tübingen (TH-17-Zellen ohne TGF-beta-Signalling). Der Leiter des Kuratoriums, Prof. Dr. Thomas Luger, wies auf in seiner Laudatio auf die hervorragende wissenschaftliche Arbeit der eingereichten Arbeiten hin. Der nach dem 1983 verstorbenen Dermatologen Oscar Gans benannte Preis wird alle zwei Jahre von der DDG ausgeschrieben und vom Galderma Förderkreis gestiftet. Er gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen in der Dermatologie.


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Dagmar Jäger-Becker. Besserer Schutz bei gestörter Hautbarriere, hautnah dermatologie, 2011, 227, DOI: 10.1007/BF03358390