Dumm gelaufen

Der Freie Zahnarzt, Feb 2017

sas

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Dumm gelaufen

„Außer dem schicken Titel kann ich nichts daran finden.“ 0 Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zur Bürgerversicherung Angebohrt Dumm gelaufen Sich ohne entsprechende Ausbildung und Approbation als Zahnarzt niederzulassen, ist nicht besonders schlau. Doch genau das hat ein Zahntechniker aus der Schweiz getan und jahrelang trotz fehlender Quali kation munter Patienten behandelt. Irgendwann og der Betrug auf, doch der uneinsichtige Zahntechniker betrieb dreist weiter sein Werk. Aber auch Schweizer Behörden lassen sich nicht gern zum Narren halten. Kürzlich wurde der falsche Zahnarzt zu viereinhalb Jahren Ha† verurteilt. Ein Unrechtsbewusstsein entwickelte der Mann trotz der Strafe aber oŠenbar nicht. Vermutlich konnte er gar nicht glauben, dass er wirklich einige Jahre hinter Gittern verbringen sollte, denn in weiser Voraussicht seiner Ha†entlassung beantragte er schon mal Arbeitslosengeld. Leider konnte er aber seinen Beratungstermin beim Amt nicht wahrnehmen – er saß ja im Knast – und kassierte einen Ablehnungsbescheid. Gegen den legte er sofort Widerspruch ein. Ob er wirklich glaubte, er komme schnell wieder aus dem Gefängnis, oder ob er den Staat schröpfen wollte, nachdem sein Einkommen versiegt war, ist nicht ganz klar. Vollkommen auf der Hand liegt allerdings, dass der Mann so ziemlich alle für blöd hält – außer sich selbst. sas Schlau erzogen Es gibt Studien, die erschließen sich nicht so richtig. Weder das Warum-werden-sie-gemacht noch das Wofür-soll-das-eigentlich-gut-sein. Es ist inzwischen ja gut untersucht, dass das Bil dungsniveau der Eltern Ein uss auf die Mundgesundheit ihrer Kinder hat. Das kann man ja auch einfach mal so stehen lassen. Japanische Wissenscha†ler wollten es aber ganz genau wissen: Wer ist verantwortlicher – Mutter oder Vater? Wurscht, könnte man denken, Hauptsache, die Kinder putzen ihre Zähne, und den Eltern ist es nicht völlig egal, ob Gummibärchen und Schokolade vorm Schlafengehen verspeist werden. So leicht haben es sich die Japaner aber nicht gemacht. In einem über mehrere Jahre angelegten komplizierten Studiendesign und mit viel Rechnen und Korrelieren kamen sie drauf: Es besteht ein signi kanter Ein uss des Bildungsgrades sowohl des Vaters als auch der Mutter auf die Mundgesundheit der Söhne. Soweit so gut. Wu-r den beide Elternteile gleichzeitig betrachtet, so lag der Ein uss der Mutter leicht vorn. Also: Schlaue Mütter haben mundgesündere Söhne? So in etwa. Über die Töchter gibt es übrigens keine Aussagen. Wahrscheinlich braucht es dafür noch ein paar Jahre und ein neues Studiendesign. sas


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sas. Dumm gelaufen, Der Freie Zahnarzt, 2017, 90, DOI: 10.1007/s12614-017-6653-3