Kopfschmerzen durch Vitamin-D-Mangel?

Schmerzmedizin, Mar 2017

Dr. Barbara Kreutzkamp

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Kopfschmerzen durch Vitamin-D-Mangel?

Schmerzmedizin Kopfschmerzen durch Vitamin-D-Mangel? Sonnenlicht scheint sich auch positiv auf das Kopfschmerz- risiko auszuwirken. - D zen einschließlich Migräne scheint ie Prävalenz primärer Kopfschmermit zunehmendem Breitengrad anzusteigen und ist in den nördlichen Regionen möglicherweise im Winter höher als im Sommer. Eine Erklärung wäre eine zu geringe Vitamin-D-Versorgung durch zu wenig UVB-Strahlung. Um die Zusammenhänge auf eine solidere Basis zu stellen, werten šnnische Wissenscha›ler Daten aus, die im Rahmen der Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study (KIHD) zwischen 1984 und 1989 gesammelt worden waren. Die Kohorte der Querschnittsstudie bestand aus 42- bis 60 -jährigen Männern aus Ostšnnland, für die vorliegende Studie wurden Angaben von 2.601 der Teilnehmer ausgewertet. 250 (9,6 %) von ihnen berichteten über häušge Kopfschmerzen, dešniert mit wöchentlich oder täglich au›retendem Kopfschmerz. Die durchschnittliche Serumkonzentration von 25-OH-Vitamin-D bei diesen Männern betrug 38,3 nmol/l im Vergleich zu durchschnittlich 43,9  nmol/l bei MänMigräneattacken durch interiktale Veränderungen der Neuroplastizität? Die Pathophysiologie der Migräne ist immer noch unklar. Experimentelle Untersuchungen belegen zeitabhängige zyklische Veränderungen in der kortikalen Informationsverarbeitung. D Störungen bei der kortikalen Infor ass Migränepatienten interiktale mationsverarbeitung aufweisen, ist schon länger bekannt. Das Ausmaß der Störungen scheint sich während eines Migränezyklus zu verändern und ist umso größer, je länger der letzte Anfall zurückliegt. Dieses Muster sollte nun mit Hilfe von motorisch evozierten Potenzialen (MEP) bestätigt werden. Die kortikospinale Exzitabilität wurde dabei anhand der Impuls-Schwellenintensität mittels transkranialer Magnetstimulation (TMS) gemessen. Der Schwellenwert gibt die Intensität an, die zur Auslösung einer MEP mit minimalst messbarer nern ohne häušge Kopfschmerzen (p < 0,001). Die Durchschnittswerte wurden jeweils adjustiert auf Alter und Monat beziehungsweise Jahr der Blutprobengewinnung berechnet. In multivariat adjustierten logistischen Regressionsanalysen ergab sich für Studienteilnehmer in der untersten 25-OH-Vitamin-D-Konzentrationsquartile im Vergleich zu Teilnehmern aus der höchsten Quartile eine um 113% gesteigerte Wahrscheinlichkeit für häušgen Kopfschmerz (p für Trend < 0,001). ck Die Studienergbnisse dür›en die ZutSo sammenhänge durchaus gut wiedergei / seg ben, erklärten die Autoren. Die Teilneh Iam mer seien bevölkerungsbasiert ausgey e wählt worden und die umfangreichen tt o Daten erlaubten eine gründliche Berei G / v ce nigung. Aufgrund der Querschnitts r ieog charakters der Studie sollten allerdings d© noch keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Auch für eine generelle Empfehlung einer Vitamin-D-Supplementation allein zu Zwecken der Kopfschmerzprävention ist es wohl noch zu früh. Fazit: Niedrige Vitamin-D-Serumspiegel erhöhen die Wahrscheinlichkeit für häušge Kopfschmerzen bei Männern im Alter über 40, so das Ergebnis einer großen ostšnnischen Querschnittsstudie. Dr. Barbara Kreutzkamp Virtanen JK et al. Low serum 25-hydroxyvitamin D is associated with higher risk of frequent headache in middle-aged and older men. Sci Rep.2017 Jan 3;7:39697 Amplitude im entspannten Zielmuskel erforderlich ist („resting motor threshold“, RMT). In der Experimentalstudie wurden 26 Patienten mit einer unbehandelten Migräne ohne Aura untersucht, die sich einer biphasischen TMS des linksseitigen motorischen Areals unterzogen. Dabei wurde zunächst die individuelle kortikale motorische Schwellendosis ermittelt und dann zehn TMS-Einzelpulse mit einer Frequenz von 0,1 Hz und einer Intensität von 120 % der minimalen Ruhe-Schwellen-Dosis abgegeben. Die durchschnittlichen MEP-Amplituden der zehn Durchgänge wurden mit denen von 24 gesunden Freiwilligen verglichen.


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Dr. Barbara Kreutzkamp. Kopfschmerzen durch Vitamin-D-Mangel?, Schmerzmedizin, 2017, 16-16, DOI: 10.1007/s00940-017-0524-5