„Die Digitalisierung verbessert nicht die medizinische Versorgung als solche“

Der Freie Zahnarzt, Apr 2017

mar

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„Die Digitalisierung verbessert nicht die medizinische Versorgung als solche“

„Die Digitalisierung verbessert nicht die medizinische Versorgung als solche“ - So ist in Deutschland wegen des Fernbehandlungsverbots eine Online-Arztpraxis unzulässig. Was seit April hierzulande ein geschränkt möglich ist, ist bei der Online-Praxis DrEd schon seit 2011 an 200.000 Patienten allein aus Deutschland durchgeführt worden: DrEd berät und behandelt 35 Krankheitsbilder aus der Ferne. Bei unspezi˜schen Schmerzen verweist man die Patienten an den Arzt vor Ort – es darf also keine körperliche Untersuchung nötig sein. „Ich sympathisiere mit allem, was Bewegung ins deutsche Gesundheitswesen bringt“, sagte Dirk Heidenblut auf die Frage, was er von einer solchen Online-Praxis halte. Er hooee, dass durch die Lockerung des berufsstandrechtlichen Fernbehandlungsverbots nun im deutschen Gesundheitswesen „etwas vorangehe“. E-Health verbessere schließlich den Zugang zur medizinischen Versorgung und die Informiertheit der Patienten. Allerdings, so betonte er: „Die Digitalisierung als solche verbessert nicht die medizinische Versorgung.“ Bisher dürfen in Deutschland Mediziner gemäß der Berufsordnung für Ärzte keine Diagnosen ohne mindestens einen direkten Patientenkontakt stellen. Seit Juni 2016 ist in BadenWürttemberg das Fernbehandlungsverbot bereits teilweise gelockert, dort darf seither auch der Erstkontakt zwischen Arzt und Patient digital erfolgen. Hat eine Videosprechstunde auch im zahnärztlichen Bereich einen Patientennutzen? Der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte, Harald Schrader, sagt hierzu Nein: „Voraussetzung für die zahnärztliche Behandlung ist in erster Linie eine eingehende Inspektion der Mundhöhle inklusive einer Sondierung der Zähne und Palpation der Weichteilstrukturen. Auch Kontrollen nach Behandlungen sind nur durch direkten Augenschein möglich.“


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mar. „Die Digitalisierung verbessert nicht die medizinische Versorgung als solche“, Der Freie Zahnarzt, 2017, 38, DOI: 10.1007/s12614-017-6807-3