Herzinsuffizienz: ARNI verbessert auch den Glukosestoffwechsel

Info Diabetologie, Apr 2017

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Herzinsuffizienz: ARNI verbessert auch den Glukosestoffwechsel

In|Fo|Diabetologie Herzinsuffizienz: ARNI verbessert auch den Glukosestoffwechsel - nicht aus. „Denn wenn Sie die in zierte Stelle allein mit einer antimykotischen Lösung beträufeln, erreichen sie nicht die tieferen Regionen“, erläuterte Szeimies die Problematik. Auch mit der alleinigen Verabreichung einer Tablette könne man von innen her nicht das Nagelbett erreichen. Nach Ansicht des Dermatologen hat sich deshalb die sogenannte „Drei-Schlag-‚erapie“ bewährt. Als erstes wird das in zierte Nagelmaterial durch einen medizinischen Podologen vorsichtig abgetragen, Blutungen und Traumatisierungen gilt es zu vermeiden. Von einer Laserbehandlung des Nagelpilzes rät der Dermatologe ab. Im zweiten Schritt erfolgt die topische Behandlung des Nagelareals. Amorol n und Ciclopiroxolamin als Lackzubereitung würden sich hierfür gut eignen, so Szeimies. Für die Behandlung von mitbefallenen Zehenzwischenräumen seien darüber hinaus zahlreiche galenische Zubereitungen wie Puder, Lösungen, Cremes, teilweise auch Salben erhältlich, die hier auch angezeigt seien. Systemische Therapie mit Terbinafin oder Azolderivat Wenn der Pilz mehr als zwei Drittel der NagelŒäche oder bereits die Zone im Bereich des Nagelhäutchens befallen hat, ist eine systemische antimykotische ‚erapie mit Terbina n oder Azolderivaten (Fluconazol und Itraconazol) indiziert. „Dabei kann man zum Beispiel mit Terbina n 250 mg täglich starten und die Dosis nach einer solchen zweiwöchigen Boostphase auf 125 mg täglich reduzieren“, erläuterte Szeimies. Allerdings könne sich die Behandlung länger bis zu einem halben bis dreiviertel Jahr ziehen, da das Nagelwachstum gerade bei älteren Menschen mit Durchblutungsstörungen häu g eingeschränkt sei. Zu beachten sind auch potenzielle Medikamenteninteraktionen, beispielsweise von Statinen und Azolen, die daher nicht gemeinsam gegeben werden sollten. Sinnvoll ist es natürlich, durch prophylaktische Maßnahmen den Fuß- bzw. Nagelpilz erst gar nicht entstehen zu lassen bzw. eine erneute Infektion zu vermeiden. „Das allerwichtigste ist eine gute FußpŒege“, so Szeimies. Zu empfehlen ist auch eine Behandlung von Schuhen und Socken mit Desinfektionssprays, Nikotinkarenz sowie Durchblutungs- bzw. das Nagelwachstum fördernde Behandlungen. Bei Diabetikern mit Herzinsušzienz verbessert sich die Sto›wechsellage, wenn sie anstelle eines ACE-Hemmers mit dem „ARNI“ Sacubitril/Valsartan behandelt werden, so das Ergebnis einer post-hoc-Analyse der PARADIGM-HF-Studie, die bei der 66. Jahrestagung des American College of Cardiology (ACC) in Washington Mitte März vorgestellt wurde. Herzschwäche und Diabetes mellitus gehen häu g Hand in Hand: Man schätzt, dass etwa 40 % aller Patienten mit Herzinsušzienz auch an Diabetes leiden. Die Sto›wechselkrankheit ist dann ein unabhängiger Risikofaktor für die Progression der Herzerkrankung. Es gilt: Je schlechter der Diabetes eingestellt ist, desto stärker ist die Herzfunktion beeinträchtigt. Verbesserung der Insulinsensitivität Der Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor (ARNI) Sacubitril/Valsartan (Entresto®) erhöhte in früheren Studien die Insulinsensitivität bei adipösen Hypertonikern. Ob die Substanz generell den Glukosesto›wechsel günstiger beeinŒusst als ein (sto›wechselneutraler) ACE-Hemmer, wurde jetzt anhand des Diabetiker-Kollektives in der PARADIGM-HF-Studie untersucht. Zur Erinnerung: In dieser Studie hatte Sacubitril/Valsartan bei Patienten mit systolischer Herzinsušzienz die Morbidität und Mortalität günstiger beeinŒusst als Enalapril. Geringer, aber signifikanter HbA1c-Abfall Bei 3.778 der 8.399 Studienpatienten war ein Diabetes bekannt. Sie waren bezüglich Anzahl und Risikokonstellation gleichmäßig auf die Sacubitril/Valsartan- und Enalapril-Gruppe verteilt. Autoren aus Boston verglichen post-hoc die Sto›wechseleinstellungen in beiden Gruppen und fanden, dass innerhalb des ersten ‚erapiejahres der HbA1c-Wert in der ARNI-Gruppe um 0,26 % abgefallen war und in der Enalapril-Gruppe um 0,16 %. Der Unterschied blieb über die gesamte Studienzeit von drei Jahren bestehen und war statistisch signi kant. 114 (7%) der Patienten in der ARNI-Gruppe wurden in die ser Zeit insulinpŒichtig, im Vergleich zu 153 (10 %) in der Enal-a pril-Gruppe. Auch bezüglich des Beginns einer ‚erapie mit oralen Antidiabetika zeigte sich ein entsprechender Unterschied. Ergebnis macht Diabetiker zu Kandidaten für die Therapieumstellung Fazit: Sacubitril/Valsartan scheint eine diabetische Sto›wechsellage ein wenig positiver zu beeinŒussen als ein ACE-Hemmer. Dies könnte bei Diabetikern ein Grund mehr sein, eine Umstellung auf dieses neue Medikament einzuleiten. Bei Diabetikern unter ARNI-‚erapie könnte ggf. eine Dosisreduktion der Antidiabetika notwendig werden. Dr. med. Dirk Einecke


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Herzinsuffizienz: ARNI verbessert auch den Glukosestoffwechsel, Info Diabetologie, 2017, 51, DOI: 10.1007/s15034-017-1062-x