Depressionen bei Patienten mit Lungenkrebs

Im Focus Onkologie, Apr 2017

Judith Neumaier

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Depressionen bei Patienten mit Lungenkrebs

Verhältnis von geplantem Bestrahlungsvolumen zu Lungenvolumen (median Depressionen bei Patienten mit Lungenkrebs I studie des Cancer Care Outcomes Re- n dieser prospektiven Beobachtungs- search 0 Surveillance Consortiums der USA wurden 0 Patienten inner- halb von 0 Monaten nachdem sie die Di- agnose Lungenkrebs erhalten hatten in die Studie aufgenommen. 0 % von ih- nen waren über 0 Jahre alt 0 % waren Frauen. Um Depressionen zu erfassen 0 wurde die 0 -Item-CES-D(Center for Epidemiologic Studies Depression)-Ska- la zum Zeitpunkt der Diagnose und nach 0 Monaten angewendet. 0 % der Studienteilnehmer hatten zu Studienbeginn Symptome einer Depres- sion 0 weitere 0 % entwickelten solche im Verlauf der -erapie. Die Patienten wur- den basierend auf ihrer depressiven Symptomatik in 0 von 0 Gruppen einge- teilt: Patienten 0 die niemals Symptome einer Depression hatten (n = 0 Pati- enten mit erstmaliger Depressionssymp- 0 0 Chun SG et al. Impact of Intensity-Modulated Ra- diation Therapy Technique for Locally Advanced Non-Small-Cell Lung Cancer: A Secondary Anal- ysis of the NRG Oncology RTOG 0617 Rando- mized Clinical Trial. J Clin Oncol. 2017;35(1):56-62 Sullivan DR et al. Longitudinal Changes in Depression Symptoms and Survival Among Patients With Lung Cancer: A National Cohort Assessment. J Clin Oncol. 2016;34(33):3984-91. k c o it S /s e g a m I y tt e G / d r a a g u a r G s l e o r T © - tomatik (n = 105), Patienten mit Remission ihrer Depressionssymptomatik (n = 156) und Patienten mit persistierenden Symptomen einer Depression (n = 254). Die Gruppe der Patienten, die niemals Symptome einer Depression zeigten, galt als Referenzgruppe. In zwei Gruppen bestand ein erhöhtes Sterberisiko: Die Hazard Ratios für die Mortalität betrugen 1,50 (p = 0,006) bei Patienten mit erstmaliger Depressionssymptomatik und 1,42 (p = 0,001) bei Patienten mit persistierender Depressionssymptomatik. Bei Patienten mit Remission ihrer Depressionssymptomatik lag keine erhöhte Mortalität vor (HR 1,02; p = 0,89). Symptome einer Depression zu Studienbeginn waren bei Patienten mit Tumoren im frühen Stadium (I und II) mit einer erhöhten Mortalität assoziiert (HR 1,61; p < 0,001), nicht aber bei Patienten mit Tumoren in späten Stadien (III und IV; HR 1,05; p = 0,45). Symptome einer Depression beim Follow-up nach 12 Monaten waren bei Patienten mit Tumoren in frühen Stadien (HR 1,71; p < 0,001) sowie bei Patienten Lokal fortgeschrittene nichtkleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) werden zunehmend häu ger intensitätsmoduliert bestrahlt. Welche E–ekte erzielt diese im Vergleich zu einer dreidimensionalen konformalen Bestrahlung? I pektiven Studie RTOG 0617 wurden n einer sekundären Analyse der prosintensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) und dreidimensionale konformale Bestrahlung (3D-CRT) bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem NSCLC verglichen. Diese hatten eine Chemotherapie mit oder ohne Cetuximab sowie gleichzeitig eine Bestrahlung mit 60 oder 74 Gy erhalten, 53 % der 482 Patienten mit 3D-CRT, 47% mit IMRT. Zwischen den Gruppen bestanden deutliche Unterschiede hinsichtlich der Dosimetrie und Zielvolumina. Die IMRT-Gruppe hatte signi¨kant größere geplante Bestrahlungsvolumina (median 486 vs. 427 Depressivität beein usste die Mortalität. mit Tumoren in späten Stadien (HR 1,32; p = 0,025) mit einer erhöhten Mortalität assoziiert. Fazit: Bei Patienten mit Lungenkrebs haben longitudinale Veränderungen der Depressionssymptomatik Ein¤uss auf die Mortalität. Patienten mit Remission der Symptome haben eine vergleichbare Mortalität wie Patienten, die niemals depressiv waren. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer antidepressiven —erapie bei Krebspatienten. Judith Neumaier Die bestrahlten Herzvolumina waren bei der IMRT signi¨kant kleiner (p < 0,05), obwohl sich die geplanten Bestrahlungsvolumina nicht unterschieden. Das mit 40 Gy bestrahlte Herzvolumen (V40) war signi¨kant mit dem Gesamtüberleben assoziiert (p < 0,05), das mit 20 Gy bestrahlte Lungenvolumen (V20) signi¨kant mit einem erhöhten Risiko einer Pneumonitis vom Grad ≥ 3 (p = 0,026). Fazit: Unter IMRT gab es weniger schwere Pneumonitiden und geringere kardiale Dosen. Die Forscher empfehlen daher den routinemäßigen Einsatz bei lokal fortgeschrittenem NSCLC. Judith Neumaier


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Judith Neumaier. Depressionen bei Patienten mit Lungenkrebs, Im Focus Onkologie, 2017, 24, DOI: 10.1007/s15015-017-3232-z