PDT: Wie wird die Haut optimal vorbereitet?

hautnah dermatologie, May 2017

Dr. Beate Schumacher

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PDT: Wie wird die Haut optimal vorbereitet?

PDT: Wie wird die Haut optimal vorbereitet? V pie (PDT) werden verhornte Haut- or einer photodynamischen era- stellen meistens mit einer Kürette abge- tragen. In einer Studie aus Dänemark wurden verschiedene Verfahren unter- sucht um die Hautbarriere für den Photosensibilisator Protoporphyrin IX (PPIX) durchlässig zu machen. Getestet wurden Kürettage Mikrodermabrasion (mit Spezialpads) Microneedling ein ablativer fraktionierter Laser (AFXL) ein nicht ablativer fraktionierter Laser und keine Vorbehandlung. Alle Verfah- ren wurden standardisiert bei jeder von zwölf gesunden Versuchspersonen auf cm großen Hautarealen auf dem Rücken eingesetzt. Danach wurden μl Creme mit % Methylaminolävuli- nat aufgetragen drei Stunden später wurde mit Rotlicht bestrahlt. Die PPIX-Fluoreszenz erreichte die höchste Intensität nach AFXL mit medi- an AU („arbitrary units“ = willkür- lich dežnierte Einheiten). Danach folgten auf ähnlichem Niveau Mikrodermabra- Ma DL et al. Actinic Granuloma. N Engl J Med 2017; 376: 475 - sion (6.731 AU), Microneedling (5.609 AU) und Kürettage (4.765 AU). Ohne Vorbehandlung wurden dagegen nur 2.254 AU erreicht. Der Nicht-AFXL brachte keine Verbesserung (2.898 AU). Die Laserdichte oder die Zahl der Durchgänge (1, 2 oder 3) zu erhöhen, führte nicht zu einer Zunahme der Fluoreszenz. Dieselbe Reihenfolge ergab sich, wenn das Ausmaß der Lichtbleichung („photobleaching“) beurteilt wurde. Auch hierauf hatte der Nicht-AFXL keinen Ein¨uss. Den unterschiedlichen PPXI-Fluoreszenzintensitäten entsprachen unterschiedliche Veränderungen der Haut. Mit der Kürettage wurde das Stratum corneum fast auf ganzer Dicke abgetragen, die Mikrodermabrasion führte zu einer ober¨ächlicheren Zerstörung. Microneeedling, AFXL, Nicht-AFXL drangen etwa bis zur Dermis vor. Beim Microneedling bildeten sich enge Kanäle, beim AFXL waren es oªene Kanäle mit einer zentralen 50–75 μm breiten Öªnung umgeben von einer Manschette aus koaguliertem Gewebe. Nach NichtAFXL fanden sich 32–64 μm breite Säulen von koagulierter Haut mit darüber liegenden epidermalen Ödemen und intaktem Stratum corneum. Die Behandlungen induzierten leichte bis moderate Erytheme, die Laserbehandlungen auch Ödeme. Die stärksten lokalen Hautreaktionen unmittelbar und ein bis drei Tage nach PDT wurden mit dem AFXL beobachtet. Die Laserbehandlungen gingen mit leichten bis mittelstarken Schmerzen einher, bei den anderen Verfahren wurden keine bis geringfügige Schmerzen angegeben. Fazit: AFXL, Mikrodermabrasion, Microneedling und Kürettage verstärken die PPIX-Akkumulation und die PDTReaktion in gesunder Haut. Die stärkste Akkumulation von PPIX ergab sich im Direktvergleich mit einem AFXL. Dies lasse vermuten, dass durch eine AFXLVorbehandlung auch der PDT-Erfolg bei aktinischer Keratose gesteigert werden könne, so die Autoren. Jedoch kam es mit dem Laser auch zu den stärksten lokalen Hautreaktionen. Dr. Beate Schumacher Bay C et al. Comparison of Physical Pretreatment Regimens to Enhance Protoporphyrin IX Uptake in Photodynamic Therapy. A Randomized Clinical Trial. JAMA Dermatol 2017; 153: 270–8 Ringförmige Plaques mit erhabenem Randwall an Stirn und Handrücken Ringförmige Läsionen auf Stirn und Händen Eine 50-jährige Frau stellte sich mit Hautveränderungen an der Stirn (Abb. a) und an beiden Handrücken (Abb. b) vor. Die Läsionen waren scharf begrenzt, gerötet und bestanden aus kon‚uierenden, ringförmigen Plaques mit erhabenem Randwall und leicht atrophischem Zentrum. Sie hatten sich über 18 Monate hinweg langsam ausgebreitet. Eine Hautbiopsie ergab lymphohistiozytäre InŒltrate mit mehrkernigen Riesenzellen und umgebender Elastose ohne Palisadenbildung, Nekrobiose oder Muzindeposition. Die Fragmentation elastischer Fasern und die Phagozytose durch Riesenzellen in den granulomatösen Arealen ließen an ein aktinisches Granulom denken. Aktinische Granulome sind asymptomatische, granulomatöse Reaktionen im Bereich von sonnenexponierter Haut, die am häuŒgsten im Gesicht, im Nacken und am behaar5 ten Kopf vorkommen. Sie sind charakterisiert durch ringförmige oder polyzyklisch be:476 grenzte Läsionen, die sich zentrifugal ausbreiten, einen erythematösen Randwall ;3 aufweisen und zentral unter Hypopigmentierung und Atrophie abheilen. Der Patientin 7 e2071d mwuitrHdealeommpeftoahsolenn-,CdreiemSeonaunfedzeunmHeainddenrüucnkednSuonndnePnimcreecmroelizmuubse-nCuretmzeeni.mUnStteirrnTbheerreaicphie lJM bildeten sich die Veränderungen im Verlauf von zwei Monaten teilweise zurück. g EnN Prof. Hermann S. Füeßl ©


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Dr. Beate Schumacher. PDT: Wie wird die Haut optimal vorbereitet?, hautnah dermatologie, 2017, 28, DOI: 10.1007/s15012-017-2419-5