Aspiration vermeiden

ProCare, May 2017

Springer Vienna

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Aspiration vermeiden

Aspiration vermeiden Prävention der VAP bei beatmeten Patienten 0 0 5 1 e it e S e h e i s n o it a m Die „ventilatorassoziierte Pneumonie“ (VAP) ist eine der häu gsten Infektionen bei beatmeten Patienten und geht mit einer bis um 13 Prozent erhöhten Letalität, verlängertem Aufenthalt auf der Intensivstation und erhöhten Kosten einher. Die Inzidenz der VAP wird pro 1000 Beatmungstage angegeben. Sie wird in den USA für das Jahr 2010 auf 1,4/1000 Beatmungstage auf internistischen Intensivstationen und 3,5/1000 Beatmungstage auf den chirurgischen Intensivstationen bezi ert. Dabei wird zwischen einem frühen Auftreten der VAP (innerhalb der ersten 96 h) und einem späteren Auftreten unterschieden. - Als größter Risikofaktor für eine VAP gilt der liegende Endotrachealtubus (ETT), der bei Narkoseeinleitung gelegt wird. Daher gilt es, bereits während der Intubationsnarkose Maßnahmen zur VAP-Prävention zu setzen. Die Grundlage bilden stets hygienische Basismaßnahmen wie die WHO-Händehygiene mit den fünf  Indikationen, der aseptische Umgang mit dem ETT, die routinemäßige Desinfektion von Flächen und Gegenständen und ein Wechsel der Beatmungsschläuche nach sieben Tagen. Vetter et al. untersuchten zusätzliche Möglichkeiten der VAP-Prävention während der Narkoseeinleitung und Intubierung bei Patienten über 18  Jahren und werteten dazu die Datenbanken PubMed, Cochrane, Ovid und CINAHL für die vorangegangenen fünf Jahre aus. Entscheidend für die VAP-Prävention ist demnach die Vermeidung von Mikroaspirationen. Während der Intubationsnarkose kann die Mikroaspiration durch die Anwendung von mindestens 5 cm H2O PEEP, verbunden mit einer kontinuierlichen Messung und ggf. Adjustierung des Cu drucks, minimiert werden. Der Endotrachealtubus von Patienten, die über mind. 24 h beatmet werden, sollte über einen Port zur subglottischen Absaugung (Subglottische Sekretdrainage SSD) verfügen. Die Applikation von Gleitgel auf den Cu des ETT soll der Abdichtung des ETT gegenüber der Trachealwand dienen. So zeigte eine zunächst im Labor und dann bei anästhesierten Patienten durchgeführte Untersuchung des E ekts der Applikation von 5ml Gleitgel auf den Cu des ETT in beiden Umgebungen einen Vorteil von mit Gleitgel versehenen Tuben gegenüber solchen ohne Gleitgel (11% der mit Gel versehenen Tuben leckten gegenüber 83% der ETT ohne Gel, P < 0,0001) [1]. n 1. Blunt MC et al, Anesthesiology95(2):377–381 Simply Clever single hand use Cathejell made in a ustria mehr zu Simply Clever Cathejell erfahren Sie auf www.montavit.com


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Springer Vienna. Aspiration vermeiden, ProCare, 2017, 23, DOI: 10.1007/s00735-017-0766-4