ARNI verbessert bei Herzinsuffizienz auch den Glukosestoffwechsel

CME, Jun 2017

Dr. Dirk Einecke

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ARNI verbessert bei Herzinsuffizienz auch den Glukosestoffwechsel

ARNI verbessert bei Herzinsuffizienz auch den Glukosestoffwechsel Herzinsu zienz und Diabetes mellitus gehen häu g Hand in Hand: Man schätzt dass etwa % aller Patienten mit Herz- insu zienz auch an Diabetes leiden. Die Sto wechselkrankheit ist dann ein unab- hängiger Risikofaktor für die Progression der Herzerkrankung. Der Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin- Inhibitor (ARNI) Sacubitril/Valsartan erhöhte in früheren Studien die Insulin- sensitivität bei adipösen Hypertonikern. Ob die Substanz generell den Glukose- sto wechsel günstiger beein'usst als ein (sto wechselneutraler) ACE-Hemmer Therapie nach Herzinfarkt wurde jetzt anhand des DiabetikerKollektives in der PARADIGM-HFStudie untersucht. Zur Erinnerung: In dieser Studie hatte Sacubitril/Valsartan bei Patienten mit systolischer Herzinsufzienz die Morbidität und Mortalität günstiger beein'usst als Enalapril. Bei 3778 der 8399 Studienpatienten war ein Diabetes bekannt. Sie waren bezüglich Anzahl und Risikokonstellation gleichmäßig auf die Sacubitril/Valsartanund Enalapril-Gruppe verteilt. Autoren aus Boston verglichen posthoc die Sto wechseleinstellungen in 66. Jahrestagung des American College of Cardiology ACC, Washington, März 2017 Seferovic JP et al. Lancet. 2017;5(5)333-40 - Männer, die einen Herzinfarkt erlitten haben und danach gegen ED behandelt werden, leben im Mittel länger als Infarktpatienten ohne ED-Ÿerapie. Dies ist das Ergebnis einer schwedischen Kohorkc tenstudie, in der Daniel Andersson und tSo sein Forscherteam 43.145 schwedische i / seg Männer untersucht haben, die zwischen a Im 2007 und 2013 erstmals wegen eines y teG Herzinfarkts in stationärer Behandlung t l/se gewesen waren. ixdp In der Nachbeobachtungszeit von im e rau Mittel 3,3 Jahren lag die Sterblichkeit bei q S© Männern, die gegen ED behandelt wurden, um 33% niedriger als für jene, die keine ED-Medikamente einnahmen. beiden Gruppen und stellten fest, dass innerhalb des ersten Ÿerapiejahres der HbA1c-Wert in der ARNI-Gruppe um 0,26% abgefallen war und in der Enalapril-Gruppe um 0,16%. Der Unterschied blieb über die gesamte Studienzeit von drei Jahren bestehen und war statistisch signi kant. 114 (7%) der Patienten in der ARNIGruppe wurden in dieser Zeit Insulinp‘ichtig, im Vergleich zu 153 (10%) in der Enalapril-Gruppe. Auch bezüglich des Beginns einer Ÿerapie mit oralen Antidiabetika zeigte sich ein entsprechender Unterschied. Dr. Dirk Einecke Auch das Risiko größerer Herzkomplikationen war um 21% geringer. Im Vergleich zwischen verordnetem Alprostadil und PDE-5-Hemmern waren aber nur Letztere mit einer verminderten Mortalität verbunden. Wie Andersson und Kollegen einräumen, lässt sich aus diesen Assoziationen keine Kausalität herleiten. Denn es ist von einer systematischen Verzerrung auszugehen, da gesündere Männer mit höherer Wahrscheinlichkeit um ein Rezept für ein ED-Medikament bitten. In der Studienpopulation waren die Männer mit EDBehandlung auch jünger und gesünder als die Männer ohne solche Arzneien. Dr. Robert Bublak


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Dr. Dirk Einecke. ARNI verbessert bei Herzinsuffizienz auch den Glukosestoffwechsel, CME, 2017, 30, DOI: 10.1007/s11298-017-6212-x