Analgetika-induzierter Kopfschmerz morphometrisch sichtbar gemacht

Schmerzmedizin, May 2017

Dr. Barbara Kreutzkamp

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Analgetika-induzierter Kopfschmerz morphometrisch sichtbar gemacht

Schmerzmedizin KI 2,05-7,31). Außerdem war die Wahrscheinlichkeit für ein CFS oder CWP bei jungen Frauen rund doppelt so hoch wie bei jungen Männern, mit ausgeprägteren Gender-E‰ekten für das CWP im Vergleich zum CFS. Befragte mit ausschließlichem CFS berichteten mit größerer Wahrscheinlichkeit über stärkere Schmerzen und eine größere Belastung durch die Schmerzen - ein Zusammenhang, der allerdings stark durch Kovariablen wie Angst, Depression oder körFazit: In einer Geburtskohortenstudie hatten fast 15 % der teilnehmenden Jugendlichen mit einem CFS zusätzlich ein CWP. Nicht immer sind die Schmer- Analgetika-induzierter Kopfschmerz morphometrisch sichtbar gemacht Analgetika-Missbrauch bei Kopfschmerzpatienten geht mit kortikalen Veränderungen einher. Mithilfe der voxelbasierten Morphometrie wurden AuŠälligkeiten bei kortikaler Dicke und kortikaler Faltung in einigen Hirnregionen von betroŠenen Migränepatienten untersucht. M schmerz beruht vermutlich unter edikamenten-induzierter Kopfanderem auf einer reversiblen Absenkung der Schmerzschwelle in peripheren und zentralen Zentren. Beschrieben sind funktionelle und strukturelle Veränderungen in verschiedenen Hirnbereichen wie ein Hypometabolismus in orbitofrontalen Regionen, ein Zuwachs von grauer Substanz in Striatum, ›alamus und Gyrus fusiformis und eine Abnahme von grauer Substanz in präfrontalem Kortex und Cortex insularis. Nach erfolgreicher Analgetika-Entzugsbehandlung bilden sich einige dieser Veränderungen zurück. Im Rahmen einer monozentrischen Studie mit 29 Migränepatienten mit Medikamenten-induziertem Kopfschmerz (medication-overuse headache, MOH) wurde nun per voxelbasierter Morphometrie (VBM) nach kortikalen Au‰älligkeiten im Vergleich zu 29 passenden gesunden Probanden gesucht. Dazu wurde zunächst ein hochau•ösendes T1-gewichtetes MRT des Gehirns angefertigt und die kortikale Dicke und Gyri£kation mit dem So¤wareprogramm FreeSurfer analysiert. Im Vergleich zu den Kontrollprobanden war bei den MOH-Patienten die kortikale Dicke im linken präfrontalen Kortex vermindert und die Gyri£kation in einem sich vom fusiformen Kortex bis in benachbarte mediale Temporallappenzen stark ausgeprägt, weshalb aktiv nachgefragt und die CFS-›erapie gegebenenfalls angepasst werden sollte. Ob sich CFS und CWP möglicherweise ausgehend von Angststörungen oder Depressionen entwickeln, sollte in weiteren Studien geklärt werden. Dr. Barbara Kreutzkamp Norris T et al. Chronic fatigue syndrome and chronic widespread pain in adolescence: population birth cohort study. J Pain 2017; 18:285–94 regionen erstreckenden Cluster erhöht. Auch in einem anderen Cluster des rechten Okzipitalpols zeigte sich bei den MOH-Patienten eine vermehrte Gyri£kation. Eine höhere kortikale Faltung im rechten Okzipitalpol war prädiktiv für eine schlechtere Response auf eine Entzugsbehandlung mit abruptem Absetzen des missbrauchten Analgetikums. Unter den Non-Respondern waren auch alle drei Patienten mit Opiat-Missbrauch. Fazit: Migränepatienten mit einem Analgetika-induzierten Kopfschmerz zeigen in voxelbasierten morphometrischen Untersuchungen strukturell-funktionelle kortikale Veränderungen. Diese Veränderungen stehen vermutlich mit einer maladaptiven neuronalen Plastizität und verschlechterter supratentorialen Schmerzmodulation in ursächlicher Verbindung. Dr. Barbara Kreutzkamp Riederer F et al. Cortical alterations in medication-overuse headache. Headache 2017; 57: 255–65


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Dr. Barbara Kreutzkamp. Analgetika-induzierter Kopfschmerz morphometrisch sichtbar gemacht, Schmerzmedizin, 2017, 27, DOI: 10.1007/s00940-017-0566-8