Allergische Rhinitis: Kognitive Funktionen sind beeinträchtigt

Allergo Journal, Jun 2017

Dr. Barbara Kreutzkamp

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15007-017-1360-6.pdf

Allergische Rhinitis: Kognitive Funktionen sind beeinträchtigt

Allergo J Allergische Rhinitis: Kognitive Funktionen sind beeinträchtigt Viele Patienten mit saisonaler allergischer Rhinitis klagen während der Pollensaison auch über eine eingeschränkte kognitive Leistungsfähigkeit. Noch sind aber kaum Einzelheiten zu dieser komplexen Symptomatik bekannt. Eine Experimentalstudie erlaubt neue Einblicke. - D (SAR) hat auch Auswirkungen auf ie saisonale allergische Rhinitis das kognitive Leistungsvermögen und reduziert Arbeitsleistung sowie Lernund Konzentrationsfähigkeit. Doch ist wahrscheinlich nicht jede kognitive Domäne gleichermaßen betro en und zusätzlich kann eine Verschlechterung bei einfachen Aufgaben etwa durch eine verstärkte Konzentration wettgemacht werden. Eine neue Studie legte deshalb den Fokus auf eine mögliche Beeinträchtigung komplexer kognitiver Herausforderungen wie Multitasking und Gedächtnis – zwei auch im täglichen Leben wichtigen Anforderungen. Einbezogen in die Experimentalstudie waren 41 SAR-Patienten ohne aktuelle Medikamenteneinnahme sowie 42 gesunde, nicht allergische Kontrollprobanden. Während und außerhalb der Pollensaison absolvierten sie einen Multitaskingtest (Dual Task Paradigma) sowie einen Wortlern- und Erinnerungstest. Verglichen mit gesunden Probanden zeigten die SAR-Patienten während der Pollensaison signi“kant schlechtere Ergebnisse im Wortlerntest (p = 0,028) Multitasking: Allergiker tun sich beim gleichzeitigen Verarbeiten von optischen und akustischen Reizen schwerer als Gesunde. In der Rubrik „Literatur kompakt“ werden die wichtigsten Originalarbeiten aus der internationalen Fachliteratur referiert. und eine allgemeine Verlangsamung bei der Prozessierungsstrategie beim Multitasking (p < 0,001). Ein spezi“sches Muster für den „Aufmerksamkeitsverbrauch“ durch eine der gestellten Aufgaben beim Multitasking ergab sich nicht. Signi“kant negativ assoziiert waren die Lernfähigkeit und die Erkrankungsdauer (r = –0,451, p = 0,004), positive Assoziationen zeigten sich bei der Schwere der Symptomatik sowie der Lebensqualität und der Multitaskingstrategie. Fazit: SAR-Patienten zeigten während der Pollensaison eine eingeschränkte verbale Merkfähigkeit sowie eine verlangsamte Prozessierungsgeschwindigkeit bei Multitasking-Aufgaben. Die Zusammenhänge korrelierten nicht unbedingt mit der Schwere der Rhinitis-Symptome. Die E ekte seien zwar signi“ kant, trotzdem sollte die klinische Relevanz der Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden, so die Autoren. Auch können noch keine Aussagen über die zugrunde liegenden Mechanismen der eingeschränkten Lernfähigkeit gemacht werden. So korrelierten Lernund Merkfähigkeit nicht signi“kant mit der Symptomschwere. Ähnliches ist aus Antihistaminika-Studien bekannt, in denen die Besserung der klassischen SAR-Symptome nicht auf eine Steigerung der kognitiven Performance hinaus lief. Möglicherweise beruht die Leistungsverschlechterung zumindest bei einigen kognitiven Domänen auf zytokininduzierten ZNS-E ekten. Dr. Barbara Kreutzkamp Trikojat K et al. Memory and multitasking performance during acute allergic in‹ammation in seasonal allergic rhinitis. Clin Exp Allergy 2017; 47: 479–87


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15007-017-1360-6.pdf

Dr. Barbara Kreutzkamp. Allergische Rhinitis: Kognitive Funktionen sind beeinträchtigt, Allergo Journal, 2017, 10-10, DOI: 10.1007/s15007-017-1360-6