„Ergebnisorientiert über die Ziellinie kommen“

Der Freie Zahnarzt, Jul 2017

Sabine Schmitt

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„Ergebnisorientiert über die Ziellinie kommen“

DFZ „Ergebnisorientiert über die Ziellinie kommen“ An Themen mangelt es meist nicht 0 0 Bedarfsgerechte Versorgung herstellen In der anschließenden Sitzung des Erweiterten Bundesvorstands stellte Prof. Günter Neubauer, Direktor des Münchener Instituts für Gesundheitsökonomik, das Modell zur Stärkung der Patientensouveränität mit neuen Details dar. „Ziel ist es, eine bedarfsgerechte Versorgung unserer Patienten herzustellen und zu verbessern“, sagte Schrader. „Und da geht unser Modell Hand in Hand mit den Ideen der KZBV, auch wenn wir nicht in allen Details übereinstimmen.“ KZBV-Chef Eßer hatte es in der Eßer, Schrader, Bührens und Hendges (v.li.) im Gespräch Stand der Dinge in Fragen der Digitalisierung aus. Schrader machte dabei die Prämissen des Verbandes deutlich: Die Datenhoheit müsse bei den Patienten liegen, und es müsse Wettbewerb zwischen Infrastrukturanbietern geben und keine Monopolisten. „Ansonsten brauchen wir keine Sicherheitsbedingungen wie im Pentagon“, sagte Schrader. Ähnlich wie mit den MVZ seien auch die Entwicklungen um die Digitalisierung und die Telematikinfrastruktur nicht aufzuhalten. „Wir sollten uns die Chancen zunutze machen, die die Digitalisierung bietet.“ Problematisch sei allerdings nach wie vor der Einsatz der Konnektoren, erläuterte KZBV-Vize Hendges. „Es ist fraglich, ob der Termin 31.12.2018 ausreicht, um alle Praxen mit Konnektoren zu versorgen“, sagte er. Mit den Schnittstellen nach außen gebe es in der Telematikinfrastruktur weiterhin Schwierigkeiten. „Wir sind ein technika¡ner Berufsstand, unser Problem ist nicht die Digitalisierung“, fügte Eßer an, „sondern vie-l mehr die damit verbundene Bürokratielast.“ Eßer betonte allerdings - ähnlich wie Schrader -, dass es nun das Ziel sei, den „nutzensti'enden Ansatz der Digitalisierung“ herauszuarbeiten. Die Digitalisierung könne vor allem in Sachen Bürokratie Entlastung bringen. - Zahnärztliche Medizinische Versorgungszentren (MVZ) gehören zu diesen Angelegenheiten, die von KZBV und FVDZ-Bundesvorstand eingehend diskutiert wurden. Speziell die Kettenbildung einiger MVZ und die großen Strukturen in den Ballungsgebieten werden mit Sorge betrachtet. Von den fast 400 zahnärztlichen MVZ, die inzwischen gegründet wurden, hält Eßer etwa hundert für problematisch. „Allerdings ist es abwe gig zu glauben, dass die MVZ jemals wieder verschwinden“, sagte KZBV-Chef Eßer. Wichtiger sei es, einen geregelten Wet-t bewerb herzustellen. Die spezielle Problematik bestehe darin, dass vor allem die Großstrukturen in den Städten ein sogenanntes Behandlungspicking vornähmen und Patienten nach guten und schlechten Risiken auswählten. „Wir müssen immer wieder unseren politischen Au‘rag deutlich machen: Was meint Grundversorgung, und wie wollen wir perspektivisch das Gesundheitswesen gestalten?“, sagte Eßer. Der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader betonte, dass die asymmetrischen Wettbewerbsbedingungen von niedergelassenen Praxen und MVZ beendet werden müssten. Er warb erneut für das vom FVDZ entwickelte Genossenscha‘smodell. Digitalisierung nutzen Darüber hinaus tauschten sich KZBV-Vorstand und FVDZBundesvorstand zu versorgungspolitischen —emen und zum ao ilt /svaFod i ©


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Sabine Schmitt. „Ergebnisorientiert über die Ziellinie kommen“, Der Freie Zahnarzt, 2017, 30-30, DOI: 10.1007/s12614-017-6896-z