Orale Behandlungsregimes von Vorteil

MMW - Fortschritte der Medizin, Jul 2017

Dr. Beate Fessler

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15006-017-9908-7.pdf

Orale Behandlungsregimes von Vorteil

MMW Fortschritte der Medizin Orale Behandlungsregimes von Vorteil 0 33. Seminarkongress Norddeutscher Hausärzte; Lüneburg , Mai 2017 1 Verringerung des Hustens mit Thymian-Efeu-Kombination In der S3-Leitlinie Husten (AWMF Nr. 053/013) werden aufgrund positiver 2 Rhinitis , Rhinosinusitis, Bronchitis - _ Den Blutzuckerzielwert erreichen und kardiovaskuläres Risiko senken – möglichst ohne Hypoglykämien: Das gehört zu den wesentlichen Zielen in der ™erapie des Typ-2-Diabetes. Mit den modernen oralen Antidiabetika sind sie durchaus erreichbar. Orale Antidiabetika oder schon früh Insulin? Daten zu diesen Fragen liefert aktuell eine nationale schwedische Beobachtungsstudie [Nyström T et al. Diabetes Obes Metab. 2017;19:831–41], die bei insgesamt 21.758 gematchten Patienten mit Typ-2-Diabetes DPP-4-Hemmer und SGLT-2-Inhibitoren mit Insulin unter Alltagsbedingungen verglich. Das Follow-up lag bei etwa eineinhalb Jahren. Die Ergebnisse sprechen klar für das orale ™erapieregime mit den neueren Antidiabetika: Die Gesamtmortalität lag un ter oraler ™erapie um 44% niedriger als unter Insulin. Dabei zeigte der SGLT2-Hemmer Dapagli©ozin (Forxiga®) einen besseren E´ekt im Vergleich zu dem DPP-4-Hemmer (–56% versus –41%). Die Häuoegkeit tödlicher und nichttödlicher kardiovaskulärer Ereignisse wurden im Vergleich zu Insulin um 49% beziehungsweise 13% gesenkt. Von Vorteil sind moderne orale Antidiabetika aber auch im Vergleich mit Sulfonylharnsto´en hinsichtlich des Hypoglykämierisikos, wie PD Jens Aberle, Hamburg-Eppendorf, anhand einer Kasuistik erläuterte. Der kardiovaskulär vorbelastete Patient mit Typ-2-Diabetes, arterieller Hypertonie und einem Lateralwandinfarkt in der Anamnese war mit Metformin 2 × 1.000 mg/d und Glimepirid 1 × 2 mg/d eingestellt. Für Aberle war mit Blick auf das kardiovaskuläre Risiko und das Hypoglykämierisiko schnell klar: „Glimepirid muss raus.“ Wegen des „kranken Herzens“ des Patienten entschied er sich für einen Vertreter aus der Wirksto‡lasse der SGLT-2-Inhibitoren, deren günstige kardiovaskuläre E´ekte belegt sind. ■ Dr. Beate Fessler ■ Industriesymposium „Status & Trends der patientenzentrischen Therapie des Typ-2-Diabetes. Hart aber fair diskutiert“, DGIM 2017; Mannheim, Mai 2017 (Veranstalter: AstraZeneca) _ „Phytotherapeutika sind bei akuten Atemwegsinfektionen Antibiotika in vielen Bereichen überlegen“, betonte Dr. Ka-t ja Linke aus Viernheim. Dabei sei zu beachten: Qualität und Wirksamkeit eines Phytotherapeutikums hängen sowohl von der Zusammensetzung als auch von einem standardisierten Produktionsverfahren ab. Studiendaten zu einer bestimmten Wirksto‡ombination können nicht ohne weiteres auf ein ähnliches Präparat ohne entsprechende Daten übertragen werden. Auch bei Teemischungen sei es schwierig, geeignete Präparate zu bekommen, so die Allgemeinärztin. randomisierter Studien ™ymian-EfeuPräparate, ™ymian-Primelwurzel-Präparate und Myrtol empfohlen. In der S3-Leitlinie „akuter und chronischer Husten“ (AWMF Nr. 020/003) gibt es nur für deoenierte Extraktkombinationen aus ™ymian/Efeu (Bronchipret®Kapseln und -Sa¡) bzw. aus ™ymian/ Primel (Bronchipret®-Pastillen) eine positive Empfehlung. Mit der ™y- mian-Efeu-Kombination wurde in einer placebokontrollierten Studie bei Patienten mit akuter Bronchitis die Zeit, bis eine Verringerung des Hustenscores um 50% erreicht wurde, von 8 auf 6 Tage reduziert. Kürzlich erschienen ist die neue S2kLeitlinie zur Rhinosinusitis (AWMF Nr. 017/049). Als evidenzbasierte Phytotherapeutika werden hier der patentierte a ilt o o F t/zc y o P z k sye i rz K © Thymian – ein idealer Kombinationspartner bei Infektionen der oberen Atemwege. 5-P©anzen-Extrakt BNO1016 (Sinupret®) oder deoenierte Eukalyptus-Extrakte empfohlen. ■ Roland Fath


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs15006-017-9908-7.pdf

Dr. Beate Fessler. Orale Behandlungsregimes von Vorteil, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 71-71, DOI: 10.1007/s15006-017-9908-7