Kommt die Monatsspritze?

MMW - Fortschritte der Medizin, Aug 2017

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Kommt die Monatsspritze?

MMW Fortschritte der Medizin Lebenserwartung HIV-Positiver steigt - Menschen mit HIV haben heute gute Chancen, alt zu werden. Damit treten Begleiterkrankungen zunehmend in den Vordergrund. _ Bis zum Jahr 2030 erwartet man einen Anteil von etwa 73%, den die über 50-Jährigen unter den HIV-positiven Menschen ausmachen. „Die Altersentwicklung ent HIV rechtzeitig erkennen – und früh behandeln! spricht heute fast der in der Gesamtbevö-l kerung“, so Dr. Christoph Mayr vom Berliner Zentrum für Infektiologie anlässlich der Münchner AIDS- und HepatitisWerkstatt. Dennoch bleibe bei der Lebenserwartung im Vergleich zu nicht HIV-In’zierten immer noch eine Lücke. Die Hauptursache hierfür sieht Mayr in Komorbiditäten, die „manchmal in direkter Folge, manchmal in unheilvoller Koalition“ mit HIV au•reten. Die Häl•e der HIV-Patienten über 60 Jahre habe drei und mehr Begleiterkrankungen, v. a. HerzKreislauf-Erkrankungen, Nierenfunktionsstörungen oder Diabetes mellitus. O• gesellten sich psychische .com Probleme hinzu: „Das Leeodb benszeitrisiko, eine Depresa .t/sckong HsioIVn-zPuateinentwteinckbeelin4,5li%eg!“t bei yYou Ansetzen müsse man an rreh den bekannten „StellschrauS© ben“: Ernährung, Bewegung, Alternative zur oralen, täglichen ART Kommt die Monatsspritze? _ Bei schlechter Adhärenz zur antiretroviralen ¨erapie (ART) drohen ¨erapieversagen und Resistenzmutationen. Für manche Patienten könnten daher Depotpräparate eine Alternative zur täglichen ART sein. Eine solche ¨erapie wurde jetzt in einer Phase-2b-Studie erfolgreich getestet. Bei HIV-1-Patienten, die nach Virussuppression durch eine anfängliche orale Dreiertherapie auf die intramuskuläre Zweiertherapie umgestellt wurden (n = 230), blieb die HIVRNA genauso häu’g < 50 Kopien/ml wie bei oral weiterbehandelten Patienten (n = 56). Je nach Injektionsabstand – vier oder acht Wochen – lag der Anteil der Patienten mit Virussuppression nach 96 Wochen bei 87% oder 94% im Vergleich zu 84% mit oraler ¨erapie. Die Zweiertherapie bestand aus injizierbaren Depotformulierungen des Integraseinhibitors Cabotegravir und des nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitors Rilpivirin. Die vierwöchentliche Applikation wird derzeit in einer Phase3-Studie getestet. ■ bs Erfolg mit therapeutischer HIV-Vakzine Sie erhielten die Testvakzine MVA.HIVconsv in Kombination mit dem Krebsmedikament Romidepsin. Nach einem deutlichen Anstieg der spezifischen T-Zell-Antwort wurde die ART bei elf Patienten gestoppt. Die „Shockand-kill-Strategie“, bei der das Virusreservoir erst aktiviert, dann attackiert wird, schien ansatzweise zu funktionieren: Bei 36% kam es längerfristig – bis zu 22 Wochen – zu keinem Rebound. ■ eo


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bs. Kommt die Monatsspritze?, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 20-20, DOI: 10.1007/s15006-017-9932-7