Schützt Schokolade vor Vorhofflimmern?

MMW - Fortschritte der Medizin, Aug 2017

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Schützt Schokolade vor Vorhofflimmern?

MMW Fortschritte der Medizin Schützt Schokolade vor Vorhofflimmern? Epidemiologische Studie Männer, die groß gewachsen sind, haben ein höheres Risiko für Vorhofflimmern. Auch eine ausgeprägte aerobe Fitness bietet ihnen keinen Schutz - im Gegenteil. - Vorho€immernrisiko assoziiert. Bei einer bzw. zwei bis sechs Portionen pro Woche erreichte die Risikoreduktion soa ilt o o F /sse n i s u B y e k n o M © Bei der Flimmer-Prophylaxe ... gar 17% bzw. 20%. Wenn die Teilnehmer allerdings Tag für Tag 30 g und mehr Schokolade aßen, war der Vorteil gegenüber der Vergleichsgruppe nicht mehr signiŸkant. Bei allen Berechnungen wurde der Ein“uss diverser Faktoren wie Geschlecht, BMI, Blutdruck, Cholesterin, Gesamtkalorienzufuhr, Alkoholkonsum und Rauchstatus berücksichtigt. Eine präventive Wirkung von Schokolade könnte über die Flavanole aus den Kakaobohnen vermittelt werden, vermuten die Autoren. Flavanole sind eine Subgruppe p“anzlicher Polyphenole, die u. a. gefäßerweiternde, antientzündliche und thrombozytenhemmende Eigenscha£en haben. ■ bs ■ Mostofsky E et al. Chocolate intake and risk of clinically apparent atrial brillation: the Danish Diet, Cancer, and Health Study. Heart, online rst, 23. Mai 2017 Prävention zartbitter _ Kardiologen haben eine Vorliebe für Schokolade. Das Kakaoprodukt wurde bereits in diversen Indikationen auf mögliche positive E ekte untersucht. Eine Studie aus Dänemark legt jetzt eine inverse Assoziation mit einem symptomatischen Vorho€immern nahe. 55.502 Teilnehmer der Danish Diet, Cancer, and Health Study waren zu Untersuchungsbeginn im Alter zwischen 50 und 64 Jahren zu ihrem Schokoladenkonsum befragt worden. 3.346 von ihnen entwickelten im Lauf der nächsten 13 Jahre ein symptomatisches Vorhof“immern. Als Referenzgruppe galten Teilnehmer, die sich seltener als einmal im Monat eine Portion Schokolade (ca. 30 g) gönnten. Im Vergleich dazu war der Konsum von ein bis drei Portionen im Monat mit einem um 10% geringeren _ Casey Crump von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York, analysierte zusammen mit US-amerikanischen und schwedischen Mitarbeitern die Daten des schwedischen Rekrutenregisters, das die Musterungsergebnisse sämtlicher in den Jahren 1969–1997 einberufener 18-Jähriger enthielt. Die Ergebnisse wurden mit den Diagnosen von Vorho€immern im schwedischen Patientenregister abgeglichen, die Nachverfolgung endete Ende 2012. Die Analyse ergab, dass zum Musterungstermin große, schwere, aber auch aerob Ÿtte Männer später häuŸger an Vorho€immern erkrankten. Je 5 cm zusätzlicher Körperlänge stieg das Risiko um 11% und pro 5 kg zusätzlicher Pfunde um 5%. Das Ÿtteste Terzil wies gegenüber den Männern mit der geringsten aeroben Ausdauer ein um 14% erhöhtes Risiko für Vorho€immern auf. Die Fitness wurde aber nur jenen Männern gefährlich, die über 1,85 m groß waren: Verglichen mit Männern, die klein und nicht Ÿt waren, traten Fälle von Vorho€immern bei ihnen um 70% häuŸger auf. Männer unter 1,75 m Körperlänge waren durch eine bessere Fitness sogar ein wenig vor Vorho€immern geschützt, ihr Risiko lag 11–15% niedriger. Ähnliche, aber weniger ausgeprägte Assoziationen fanden sich auch für das Körpergewicht und den Fitnessgrad. Crump und Kollegen vermuten, dass die ausgeprägtere körperliche Aktivität, die hinter der höheren Fitness steckt, zur linksventrikulären Hypertrophie beiträgt. Das führt womöglich zu einem gewissen Grad von diastolischer Dysfunktion und einer Dehnung der Vorhöfe. ■ rb


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bs. Schützt Schokolade vor Vorhofflimmern?, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 16-16, DOI: 10.1007/s15006-017-9928-3