Aus der Schmerzspirale ausbrechen

MMW - Fortschritte der Medizin, Aug 2017

Julia Rustemeier

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Aus der Schmerzspirale ausbrechen

MMW Fortschritte der Medizin Aus der Schmerzspirale ausbrechen 0 Julia Rustemeier Die anthroposophische Reiseapotheke - _ Chronische Rückenschmerzen führen o zu einer Vermeidungshaltung und damit zu Bewegungsmangel. Und schon bende sich der Patient in einer Schmerzspirale, aus der man mit Hilfe einer multimodalen  erapie ausbrechen müsse, erklärte Dr. Sabine Hesselbarth, Mainz. „Häug ist die medikamentöse  erapie mit Opioiden der erste Schritt, um eine multimodale  erapie überhaupt beginnen zu können“, sagte Hesselbarth. Sie verdeutlichte dies an einer Kasuistik. Frau C kam 2009 im A-l ter von 53 Jahren mit dumpfen, ziehenden, brennenden Dauerschmerzen im unteren Rücken zu ihr. Außerdem bestanden bei der Patientin eine Gonarthrose bds., Adipositas, Nikotinabusus und eine koronare Herzerkrankung. Auch psychovegetative Beschwerden wie Schwindel, Schlaf- und Konzentrationsstörungen beschrieb die Patientin. Die bisherige  erapie bestand aus bis zu 5 × 600 mg/d Ibuprofen sowie Novaminsulfon bei Bedarf. Hesselbarth erklärte, sie habe zunächst Ibuprofen und Novaminsulfon abgesetzt und eine Opioidtherapie mit a ilt o o F rt/c y o a F i-rtc e u P © Manchmal helfen nur Opioide. 2 × 20 mg/d Oxycodon mit einem Antiemetikum begonnen und nachts zusätzlich Mirtazapin 7,5–15 mg verordnet. Dies führte zu einer Reduktion der Schmerzstärke auf der numerischen Rating-Skala (NRS; 0 = kein Schmerz, 10 = stärkste vorstellbare Schmerzen) von 8–9 auf 6. Auch Psychotherapie, Physiotherapie und Reha-Sport waren im multimodalen Setting enthalten. Allerdings habe ihre Patientin trotz Laxanzien über anhaltende Obstipation geklagt, sodass die Anästhesistin die Behandlung auf 2 × 20 mg Oxycodon/10 mg Naloxon (Targin®) pro Tag umstellte. Die Kombination mit Naloxon erhält die normale Darmfunktion, und die Patienten leiden weniger an Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. „In den Jahren 2011–2015 war der NRS mit 2–3 stabil und die Patientin war zufrieden.“ _ Zuglu , kalter Wind, Chlorwasser und UV-Strahlen können eine unspezische Bindehautentzündung auslösen. Auch Schlafmangel, Reisestress oder ein grippaler Infekt begünstigen dies durch eine Schwächung der körpereigenen Abwehr. Dann ist es gut, so Birgit Emde, Schwäbisch-Gmünd, wenn in der Reiseapotheke Euphrasia D3 Augentropfen vorhanden sind. Gegen Überanstrengung und trockene Augen hil Visiodoron Malva® mit Natriumhyaluronat und dem Auszug der wilden Malve. Zur Sofortbehandlung von stumpfen Verletzungen sei das Weleda ArnikaGelee eine gute Empfehlung, da dieses Sto°wechselprozesse bei Gewebs- und Organschäden anregt und Beschwerden lindert. Kommt es beim Aktivoder Strandurlaub zu Schürfwunden und kleinen Schnittverletzungen der Haut, ist es gut, wenn man Calendula Wundsalbe dabei hat, erklärte die Referentin. Combudoron® Gel dürfe ebenfalls in der anthroposophischen Reiseapotheke nicht fehlen. Der enthaltene Extrakt der Kleinen Brennnessel lindert Schmerzen und Juckreiz bei Sonnenbrand und nach Insektenstichen und fördert zudem die Regeneration der Haut. Nicht selten ist das Hotel nicht so ruhig wie gedacht, oder der Jetlag erschwert das Einschlafen. Ein Mittel wie Calmedoron® Streukügelchen können Unruhe und Nervosität lindern. Und macht der Magen einmal nicht mit – auf Reisen keine Seltenheit – können die Bittersto°e in Amara-Tropfen die Verdauung anregen und Symptome wie Völlegefühl, Sodbrennen und Übelkeit lindern. Gerade für Reisen mit Kindern empfehlenswert sind Nausyn® Tabletten, die bei Reise- und Seekrankheit gute Dienste leisten können, empfahl Emde. ■ Red.


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Julia Rustemeier. Aus der Schmerzspirale ausbrechen, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 73-73, DOI: 10.1007/s15006-017-9967-9