Der Kunde

ATZelektronik, Aug 2017

Markus Schöttle

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Der Kunde

0 Profitieren Sie vom umfassenden Know-how des Systempartners. In den Bereichen Systemarchitektur , Elektrik, Elektronik, Software, Mechatronik, Integration , Test und Absicherung bietet die DRÄXLMAIER Group maßgeschneiderte Produkte zur Erfüllung höchster Kundenanforderungen. Das Speichern, Wandeln, Verteilen und Absichern von Energie ist dabei unsere Kernkompetenz Beste Grüße Markus Schöttle Stellvertretender Chefredakteur Liebe Leserin; lieber Leser - die Ethikkommission „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ hat für Politik, Gesetzgebung und nicht zuletzt als Orientierung für die Automobilindustrie erste Leitlinien entwickelt, die eine Zulassung automatisierter Fahrsysteme erlauben, die allerdings im Hinblick auf Verkehrssicherheit, menschliche Würde, persönliche Entscheidungsfreiheit und Datenautonomie besondere Anforderungen stellen. Die Kommission hat 20 Thesen formuliert, unter anderem diese: In jeder Fahrsituation muss klar geregelt und erkennbar sein, wer für die Fahraufgabe zuständig ist – der Mensch oder der Computer. In diesem Regelsystem verschmelzen Mensch und Computer zu einer Einheit, treten in einer für die Autoindustrie neuen Weise in Interaktion – mit erweiterten Schnittstellen und einem HMI auf neuem Niveau. Das muss technisch einwandfrei funktionieren. Einige wichtige, noch ungelöste Herausforderungen gilt es, auf dem Weg zu immer mehr automatisierten Fahrfunktionen zu bewältigen. In gewohnter Perfektion wird den Automobilingenieuren die technische Realisierung gelingen. Unterschätzt wird derzeit allerdings noch eine andere Schnittstelle, nämlich die zum Kunden. Das mahnten einige Experten auf der diesjährigen ATZ-Fahrerassistenztagung in Frankfurt am Main an, die im April 2018 noch deutlicher als in den drei Vorjahren sich auf marktrelevante Aspekte fokussieren wird. Selbstverständlich reagieren die Automobilhersteller auf die Mahnungen und verweisen auf Erfahrungen in Flottentests mit „Otto Normalverbrauchern“ und Car Clinics. Doch schaut man nur bei einigen Schnittstellen genauer hin, sind die Sinne nicht überzeugend geschärft. Heute wissen viele Fahrer immer noch nicht, was ihr Auto beziehungsweise die Fahrassistenten können. Oft werden sie unnötig abgelenkt bei der Bedienung von immer kleiner werdenden Tasten fernab vom Blick auf die Straße. Sprachsteuerung könnte helfen, ist aber immer noch auf Navigation und Telefon begrenzt. Seit über 15 Jahren. Und nun heißt es: Mit Level 3 der Automatisierung darf der Fahrer auch mal abgelenkt sein? Mit was darf sich der Pilot neben dem Fahren eigentlich beschäftigen? Die Antwort auf der Frankfurter ATZ-Tagung blieb offen. Wie erklärt man dem Kunden, wie er sich im Regelkreis mit dem Computer verhält? Einer der Referenten, Professor Dr. Eric Hilgendorf, Rechtsgelehrter an der Universität Würzburg und Mitglied der erwähnten Ethikkommission, empfiehlt einen intensiveren Dialog mit Käufern eines Level-3-Fahrzeugs: „Die neuen Verhaltensweisen dürfen nicht nur in der Betriebsanleitung stehen.“ Auf Seite 46 dieser Ausgabe leistet Herr Hilgendorf einen Beitrag zum Gelingen. Einfacher, leichter und platzsparender


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Markus Schöttle. Der Kunde, ATZelektronik, 2017, 3-3, DOI: 10.1007/s35658-017-0056-8