Kreuzweh: Reden statt Röntgen

CME, Aug 2017

Unspezifische Kreuzschmerzen verschwinden bei 85% der Betroffenen spontan, die Ursache bleibt oft unklar. Empfehlungen zum Prozedere in der Praxis liefert etwa die überarbeitete Versorgungs-Leitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz.

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Kreuzweh: Reden statt Röntgen

Kreuzweh: Reden statt Röntgen 0 Bewegung an erster Stelle - Die Orthopädin Professor Anke Eckardt, Schweiz, gab beim Praxis Update Allgemeinmedizin in Berlin einen Überblick über die aktualisierte, jetzt auch als Kurzfassung vorliegende neue Nationale Versorgungs-Leitlinie (NVL) Nicht-spezi†scher Kreuzschmerz. Erster Schritt sei immer, auf Basis von Anamnese und klinischer Untersuchung Frakturen, Infektionen, Tumoren, Spondylarthritiden sowie Radikulopathien beziehungsweise Neuropathien abzuklären. Klinische Hinweise sind unter anderem der lokale Druck- oder Klopfschmerz im Bereich der Processus spinosi, der auf Frakturen hindeuten kann. Lasègue-Zeichen und Bragard-Test sowie die Suche nach Dermatom-spezi†schen Symptomen helfen bei der Abklärung einer Radikulopathie. Und provozierbare Schmerzen am Sakroiliakalgelenk lassen in Richtung Spondylarthropathie denken. Bestehe nach diesen Untersuchungen klinisch kein dringender Verdacht auf spezi†schen Kreuzschmerz, sei in den ersten vier bis sechs Wochen keinerlei Bildgebung indiziert, so Eckardt. Danach reicht ein Röntgenbild, das nicht wiederholt werden muss, solange sich nichts ändert. Keine passiven Maßnahmen! Auch bei den •erapien dünnt sich das Spektrum der Handlungsmöglichkeiten deutlich aus, wenn der NVL gefolgt wird. Nicht indiziert sind passive Maßnahmen aller Art wie Bettruhe, Taping oder Massagen. Das gleiche gilt für TENS und therapeutischen Ultraschall. Auf medikamentöser Seite werden Flupirtin, Muskelrelaxanzien und transdermale Opioide in der Palette nicht mehr berücksichtigt, genauso wenig wie auf medikamentös-invaao ilt t/sFo aRh r e xaendA l © Ein Patient mit unspezifischem Kreuzschmerz wird über die Ungefährlichkeit seiner Beschwerden aufgeklärt.


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Philipp Grätzel von Grätz. Kreuzweh: Reden statt Röntgen, CME, 2017, 40-40, DOI: 10.1007/s11298-017-6276-7