Infohäppchen zwischendurch

Der Freie Zahnarzt, Sep 2017

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Infohäppchen zwischendurch

Infohäppchen zwischendurch Knapp - caen ill ae irt/caudpp /ken m i e H l xeA © Vorstoß der Gesundheitssenatorin Hamburg will GKV für Beamte Es war ein kleiner Paukenschlag aus Hamburg mitten im Sommerloch: Im August verkündete Gesundheitssenatorin Corne lia Prüfer-Storcks (SPD), junge Beamte, Berufseinsteiger und Umsteiger aus der Privatwirtscha¡ sollten sich ab Sommer 2018 ohne nanzielle Nachteile gesetzlich krankenversichern können. Ein entsprechendes Gesetz wolle der Hamburger Senat auf den Weg bringen. Damit werde echte Wahlfreiheit und der Zugang von Beamten in die Solidargemeinscha¡ gescha‘en der gesetzlichen Krankenversicherung gescha‘en, sagte die Gesundheitssenatorin. Die Reaktionen darauf kamen unmittelbar: SPD-Fraktionsvize und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach nannte den Weg, den Hamburg einschlage, „großartig“. Er führe in Richtung Bürgerversicherung. Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt hält den Hamburger Vorstoß für einen „richtigen Schritt für mehr Gerechtigkeit“. Der Deutsche Gewerkscha¡sbund, die Dienstleistungsgewerkscha¡ Verdi und auch die Krankenkassen begrüßten das Hamburger Vorhaben. Neben so viel Lob war eher wenig Kritik zu hören. Die kam naturgemäß vom Verband der privaten Krankenkassen und dem Hartmannbund. Das „kleine Päckchen“ aus Hamburg diene nur der Befeuerung der Diskussion um die Bürgerversicherung, monierte der Vorsitzende des Hartmandbundes, Klaus Reinhardt. sas Während das Bundesgesundheitsministerium (BMG) schon seit Langem ungebrochen die Vorteile eines digitalen Gesundheitswesens anpreist, bekam die Lobhudelei im August einen Dämpfer. Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) geriet von mehreren Seiten ö‘entlich unter Beschuss. Der Vorstandschef der AOK Bayern, Helmut Platzer, hatte der Nachrichtenagentur dpa gesagt, es sei „unsicherer denn je, wann die Gesundheitskarte die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt“. Aus Ärzteverbänden und gesetzlichen Krankenkassen verlautete, in der Bundesregierung gebe es Pläne, die eGK nach der Bundestagswahl für gescheitert zu erklären. Auch bei den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) kamen Zweifel auf. „Wenn man mit Fachleuten redet, hört man, das sei eine Technik, die eigentlich schon überholt ist“, sagte der Vorstandschef der KV Bayern Wolfgang Krombholz. Das BMG hingegen wies Berichte zurück, wonach die elektronische eGK faktisch vor dem Aus steht. Eine Sprecherin sagte, diese Darstellungen „entbehren jeder Grundlage und sie sind falsch“. Vielmehr sei Bewegung in die Umsetzung des elektronischen Verkehrs mit Gesundheitsdaten gekommen. Die bisherigen Tests seien erfolgreich verlaufen, so dass im Herbst damit begonnen werden könne, bundesweit die Arztpraxen an das System anzuschließen. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gab sich im MDR zuversichtlich, dass die digitale Vernetzung der Facharztgruppen und Krankenhäuser gelingen werde. Mehr zum Thema ab Seite 18 red sskkaaeeKnn irrkcTeenh ©


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kp. Infohäppchen zwischendurch, Der Freie Zahnarzt, 2017, 9-9, DOI: 10.1007/s12614-017-6931-0