NSAID bei Rückenschmerzen haben wohl keinen Effekt

Schmerzmedizin, Sep 2017

Dr. Barbara Kreutzkamp

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NSAID bei Rückenschmerzen haben wohl keinen Effekt

Schmerzmedizin NSAID bei Rückenschmerzen haben wohl keinen E ekt gleich zum Behandlungsbeginn von -0,85 (95%-KI -1,30- 0,40 ), gemessen mit einer 25-Punkte umfassenden visuellen Analogskala. Bei beiden Wirksamkeitsparametern waren die errechneten Unterschiede allerdings geringer als die minimale Differenz für die klinische Relevanz. Nach Ausschluss von Studien mit hohem BiasRisiko verlor sich zudem die Signi•kanz der Di˜erenzen sowohl bei der Schmerzintensität als auch bei der Beeinträchtigung. Bei den Nebenwirkungen zeigte sich kein Verum-Placebo-Unterschied. In einer randomisierten Vergleichsstudie war Celecoxib gegenüber Tramadol überlegen. In einer weiteren Vergleichsstudie reduzierte ein zuhause durchgeführtes Bewegungsprogramm die körperlichen Beeinträchtigungen besser als NSAID, Unterschiede bei der Schmerzintensität waren in dieser Studie nicht zu erkennen. - ei Schmerzen im unteren Rücken empfehlen Leitlinien den kurzfristigen Einsatz von nicht steroidalen Entzündungshemmern (NSAID). Um die aktuelle Evidenz für diese Empfehlung zu überprüfen, führte die Cochrane Collaboration ein systematisches Review Bei Schmerzen im unteren Rücken sind NSAID wenig erfolgversprechend. mit Metaanalyse durch, das jetzt in der Zeitschri… JAMA kurz zusammengefasst wurde. Einbezogen in die Metaanalyse waren 13 randomisierte klinische Studien mit insgesamt 4.807 Patienten, die zwischen 1982 und 2013 publiziert worden waren. Beim primären Studienziel Reduktion der Schmerzintensität ergab sich ein kleiner, statistisch signi•kanter Vorteil zugunsten der NSAID, allerdings bei insgesamt niedriger Evidenzqualität. Die durchschnittliche Vorher-NachherDi˜erenz der Schmerzintensität betrug –6,97 (95%-Kon•denzintervall [KI] –10,74 bis –3,19), gemessen mit einer von 0 bis 100 skalierten visuellen AnalogbH skala. Die mediane NachbeobachtungsGm zeit betrug 56 Tage mit einem Interquarg ra tilsabstand von 13–91 Tagen. l e iizenVd beIsnsevriuernSgteundibeeni wkurardneknhzeuitssäbtezdliicnhgVteenrreM Beeinträchtigungen ermittelt. Auch hier g irn ergab sich bei insgesamt niedriger Evip S© denzqualität ein etwas größerer Nutzen für die NSAID mit einer durchschnittlichen Di˜erenz zu ¥erapieende im VerNeu aufgetretene persistierende Kopfschmerzen: Psychiatrische Komorbidität überdurchschnittlich Neu aufgetretene persistierende Kopfschmerzen betre en möglicherweise vor allem solche Patienten, die unter psychosozialem Stress leiden, hervorgerufen zum Beispiel durch Depressionen, Angst oder Katastrophisieren. Eine erste Studie überprüfte das. D er neu aufgetretene persistierende tägliche Kopfschmerz (new daily persistent headache, NDPH) ist ein neuer Diagnose-Subtyp des chronischen täglichen Kopfschmerzes. Der Beginn dieser persistierenden Kopfschmerzen vom Spannungs- oder Migränetyp muss de•nitionsgemäß vom Patienten eindeutig benannt werden können und bereits mindestens über drei Monate anhalten. Als Ereignisse, die dem abrupten Beginn vorangehen, wurden unter anderem virale Infektionen, Traumata oder Operationen identi•ziert. Vermutlich liegen Enthoven WTM et al. NSAIDs for chronic low back pain. JAMA 2017; 317:2327–8


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Dr. Barbara Kreutzkamp. NSAID bei Rückenschmerzen haben wohl keinen Effekt, Schmerzmedizin, 2017, 12-12, DOI: 10.1007/s00940-017-0632-2