Nachgefragt bei...

der junge zahnarzt, Sep 2017

Springer Medizin

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Nachgefragt bei...

Nachgefragt bei... 0 Nils Ahrens, MSc // Implan- Dr. Felix Weiser // junger tologie und Parodontologie , Praxisinhaber, gemeinsam angestellter Zahnarzt, Schweinmit seiner Ehefrau Dr. Krisfurt ( und dessen Personalnebenkosten, sondern unter Umständen auch Kosten für weitere Mitarbeiter, wie zum Beispiel für eine weitere Fachangestellte, an [6]. Der maximal erwirtscha ete Umsatz eines angestellten Zahnarztes beläu  sich auf zwei Drittel des Umsatzes des Praxisinhabers. Von diesem erwarteten Praxisumsatz werden Labor- und Materialkosten abgezogen. Was übrig bleibt, ist der eigentliche Honorarumsatz des angestellten Zahnarztes. Um das konkrete Angestelltengehalt zu berechnen, müssen vom Honorarumsatz allgemeine Praxiskosten und Risikoprämie für eventuelle Abwesenheiten (zum Beispiel Krankheit, Unfall) des angestellten Kollegen abgezogen werden. Somit darf der Chef höchstens 30 % des Honorarumsatzes als Festgehalt ausbezahlen, um der Praxis nicht ”nanziell zu schaden [7]. - djz: Was wussten Sie über die zahnärztlichen Gehaltsmodelle bei Ihrem ersten Bewerbungsgespräch? Ahrens: Darüber hatte ich keinerlei Vorstellung. Weiser: Von der Uniklinik kommend, hatte ich mich tatsächlich wenig damit beschä igt. Ich wusste, dass es Modelle mit Umsatzbeteiligung gibt. Mir war aber klar, dass man dafür schnell arbeiten muss, damit es sich rechnet. Ich wollte mich dadurch nicht unter Druck setzen lassen. Schneller wird man durch Übung. Am Anfang sollte man aber lernen, gewissenha  zu arbeiten. djz: Was möchten Sie frischen Uniabgängern zum Thema Gehalt raten? Ahrens: Es ist nicht verkehrt, gewisse Vorstellungen zu haben, inwieweit die beruŸiche Leistung vergütet werden kann. Mir individuell. Er kann bereits in der Assistenzzeit oder erst nach mehreren Berufsjahren erfolgen. Vorgaben gibt es hierzu nicht. Fixum plus Provision Die beliebteste Vergütungsvariante basiert auf einem geringeren Grundgehalt mit monatlicher oder quartalsweiser Auszahlung der Umsatzbeteiligung – kurz auch Fixum plus Provision genannt. Das Fixgehalt kann sich am TariŸohn der Unikliniken orientieren und beträgt tendenziell zwei Drittel der Tarifvergütung. Dieses Modell gibt dem angestellten Zahnarzt den größtmöglichen EinŸuss auf die Höhe seines Gehaltes. Wird mehr geleistet, wird mehr ausbezahlt. Wie viel Prozent des eingebrachten Umsatzes dem angestellten Kollegen zukommen, bestimmt der Praxisinhaber. Meist sind es 20 bis 30% des Honorarüberschusses. Eine einheitliche Honorarumsatzgrenze fehlt. Diese bestimmt der Praxisinhaber individuell anhand seiner betriebswirtscha lichen Situation [8, 9]. Möglich ist auch die Summe aus Grundgehalt und gestaffelter Umsatzbeteiligung. Gesta§elt bedeutet, dass der ausbezahlte Prozentsatz von individuell bestimmten Honorargrenzen abhängt. Ein Beispiel: Wenn der erwirtscha ete Honorarumsatz bei 200.000 Euro liegt, werden 20% ausbezahlt, wenn der Umsatz 300.000 Euro beträgt, werden 25 % davon vergütet. Reine Provision Praxischefs, die eine reine prozentuale Beteiligung am Honorar anbieten ohne Grundgehalt, gibt es heutzutage selten. Unzulässig ist dieses Modell, wenn der angestellte Zahnarzt keine hinreichenden Verdienstchancen hat, da der Praxischef die honorarstarken Arbeiten sich selbst in den Terminplaner schreibt [10]. fällt hierzu der Aphorismus ein: „Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts.“ Weiser: Sucht euch eine Stelle, bei der ihr viel lernen könnt. Sucht euch einen Chef, der weiß, was er tut, der auf Qualität Wert legt und ein gutes Praxiskonzept hat. Lernt Abrechnung, aber kümmert euch nicht um ein paar Fünfziger mehr oder weniger Gehalt im Monat. Das, was ihr an Wissen mitnehmt, ist das, was euch mittel- und langfristig Geld bringen wird.


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Springer Medizin. Nachgefragt bei..., der junge zahnarzt, 2017, 33-33, DOI: 10.1007/s13279-017-5407-6