„System modernisieren, Hausärzte unterstützen“

MMW - Fortschritte der Medizin, Sep 2017

Maria Michalk

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„System modernisieren, Hausärzte unterstützen“

MMW Fortschritte der Medizin „System modernisieren, Hausärzte unterstützen“ Maria Michalk CDU/CSU- Bundestagsfraktion Die beiden Volksparteien bilden seit vier Jahren die Bundesregierung - doch in der Gesundheitspolitik gibt es größere Differenzen. Auf dieser Seite kommen die Unionsparteien zu Wort. - _ Die Ergebnisse der zurückliegenden Wahlperiode verdeutlichen unser Streben nach guter, qualitätsgesicherter und ächendeckender medizinischen Versorgung und P ege der Bevölkerung. Den Forschungsstandort Deutschland zu sichern, ausreichend medizinisches Personal auszubilden, die Freiberu ichkeit und die Niederlassungsmöglichkeit zu stärken und die €erapiefreiheit trotz allen Erfordernissen von Wirtschaƒlichkeit zu garantieren – das bleiben Kernaufgaben. Das duale Krankenversicherungssystem hat sich bewährt. Wir halten daran fest. Rechtzeitig auf Herausforderungen der Zukunƒ zu reagieren ist Voraussetzung für den Erhalt unseres erstklassigen Gesundheitssystems. Deshalb sind die begonnenen strukturellen Anpassungen fortzusetzen, insbesondere im Krankenhausbereich. Unsere älter werdende Bevölkerung stellt uns vor neue zentrale Herausforderungen. Daraus leiten wir z. B. die Notwendigkeit ab, viel stärker als bisher die sektorübergreifende Versorgung zu etablieren. Konsequente Digitalisierung Viel konsequenter als bisher muss in allen Versorgungsbereichen der Innovationsschub durch Einsatz der Digitalisierung genutzt werden. Hier dürfen wir keine Zeit mehr verlieren. Wer unabhängig vom Einkommen und Wohnort der Patienten auch in Zukunƒ bezahlbare solidarische medizinische Versorgung will, muss das WirtschaƒlichkeitspotenWarum sollten Ärzte wählen? zial der Digitalisierung nutzen. Wir werden es tun. Der ächendeckende Breitbandausbau ist Basis für zeitoptimierte und sichere Krankheitsüberwachung, für telemedizinische Behandlung, Online-Sprechstunden und Notfallversorgung. Wir scha“en dafür die Vorausset zungen. Wir wollen ein für jedermann verständliches Patientenportal zur Stärkung der Eigenverantwortung. Über Honorarstruktur nachdenken Da Hausärzte im ganzen Land maßgeb lich den Erfolg unseres Gesundheitswesens gestalten, kann die medizinische Versorgung auch in Zukunƒ nur mit ihnen gelingen. Das reformierte Medizinstudium ist in der Umsetzung nachdrücklich auf die Kooperation mit den Hausarztpraxen angelegt. Der Bedarf an Hausärzten bzw. die o“en werdenden Stellen zur Nachbeset zung steigen ständig. Die Niederlassungsbereischaƒ stagniert aber. Um unter diesen Prämissen die Versorgung, vor allem auch in ländlichen Räumen, zu sichern, denken wir über die Entlohnungsstruktur nach. Leistungsbezogene Behandlungspauschalen zur Angleichung der ambulanten und stationären Vergütung zu entwickeln, ist eine Zukunƒsaufgabe, der wir uns stellen. Wir wollen, dass auch die „sprechende Medizin“ aufgewertet wird. Die allgemeinärztliche Weiterbildung wurde bereits verbessert, muss jedoch noch stärker gewichtet werden. Auch die bereits erprobten kommunalen Stipendien für Medizinstudenten zur stimulierenden Bindung an die Region behalten ihre Bedeutung. Die KVen geben weiter regionalspe zi›sche Unterstützung. In unterversorgten Gebieten Vergütungszuschläge zu gewähren, ist kein neuer Vorschlag. Jetzt geht es um die Umsetzung. Zuschüsse zur Sanierung bzw. Erö“ nung von Hausarztpraxen, Bereitstellung von Baugrundstücken oder Wohnraum und viele andere Unterstützungsleistungen können potenziell niederlassungswilligen Mediziner bei der Entscheidung helfen. ■ ■ Die Autorin ist gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion


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Maria Michalk. „System modernisieren, Hausärzte unterstützen“, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 33-33, DOI: 10.1007/s15006-017-9998-2