STATISTIK ZEIGT UNTERSCHIEDE

Der Freie Zahnarzt, Sep 2017

SAS

A PDF file should load here. If you do not see its contents the file may be temporarily unavailable at the journal website or you do not have a PDF plug-in installed and enabled in your browser.

Alternatively, you can download the file locally and open with any standalone PDF reader:

https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs12614-017-6989-8.pdf

STATISTIK ZEIGT UNTERSCHIEDE

ÜBERSCHUSS VON 17,5 MILLIARDEN EURO ein erhebliches Plus erlangen werden. JG - Einnahme- und Kostenstruktur von Arzt- und Zahnarztpraxen-- Nur allzu häu g werden Ärzte und Zahnärzte von der Politik über einen Kamm geschoren. Praxis ist Praxis – alles gleich, so das Credo. Dass es genau so eben nicht ist und die Zahnärzte eher immer „großzügig“ – allerdings nicht immer von Vorteil – in der Gesundheitspolitik mitgedacht werden, ist seit Langem die Einschätzung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ). Das jüngste Beispiel dafür, dass sich niedergelassene Zahnärzte von ihren niedergelassenen ärztlichen Kollegen deutlich unterscheiden, stammt vom Statistischen Bundesamt (Destatis), dass sich eingehend mit der Kosten- und Einnahmestruktur von Arzt- und Zahnarztpraxen beschä‚igt hat. Vor allem bei den Einnahmen aus der Abrechnung mit der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) zeigten sich erhebliche Unterschiede: Niedergelassene Ärzte erzielen laut der Statistik (Bezugspunkt 2015) 70,4 Prozent ihrer Einnahmen aus der Kassenabrechnung und nur etwas mehr als ein Viertel aus Privatabrechnungen. Bei den Zahnarztpraxen sieht dies ganz anders aus: 48,7 Prozent der Einnahmen werden aus der Kassenabrechnung generiert und gut die Häl‚e aus Privatabrechnungen. Nicht nur hinsichtlich der Einnahmen unterscheiden sich die beiden Berufsgruppen, sondern auch in der Kostenstruktur der Praxis: 507.000 Euro nimmt eine Arztpraxis laut Destatis durchschnittlich jährlich ein, bei einer Zahnarztpraxis sind dies 594.000 Euro. Doch während die Durchschnittarztpraxis „nur“ rund 52 Prozent Kosten hat, liegen diese in der Zahnarztpraxis bei 64 Prozent. Der Reinertrag einer Zahnarztpraxis fällt also trotz höherer Einnahmen deutlich geringer aus als bei einer Arztpraxis. Nun erscheinen diese Zahlen so oder so abenteuerlich hoch, doch die Statistiker haben alle Praxen aller Fachrichtungen einbezogen und dann in Tabellen weiter aufgeschlüsselt. SAS Bürgerversicherung-- Der gesamte Mehrumsatz der privaten Krankenversicherung (PKV) lag 2015 bei 12,63 Milliarden Euro, davon  el knapp die Häl‚e auf ambulante Arztpraxen. Das entspricht im Durchschnitt einem Mehrumsatz von 50.200 Euro pro Praxis. Bei Einführung einer einheitlichen Bürgerversicherung würde dieser Betrag den Praxen fehlen. Bei Zahnarztpraxen würden sogar durchschnittlich 61.900 Euro fehlen, wie ein aktueller Bericht des Wissenscha‚lichen Instituts der PKV zeigt. Deutlich macht die Bedeutung der PKV in der Zahnarztpraxis auch der Anteil der Leistungsausgaben: Die GKV geben 7,9 Prozent für Zahnleistungen aus, bei der PKV sind es 26,8 Prozent – obwohl hier der Anteil der Versicherten nur bei elf Prozent liegt. MAR adp /e d h O iirtsan h C : n e b tskkcoon , iitt//skcvSoo h o n o irsskn h : il ©


This is a preview of a remote PDF: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs12614-017-6989-8.pdf

SAS. STATISTIK ZEIGT UNTERSCHIEDE, Der Freie Zahnarzt, 2017, 14-14, DOI: 10.1007/s12614-017-6989-8