„Aktionsprogramm zur Aufwertung sozialer Berufe“

Heilberufe, Sep 2017

Springer Medizin

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„Aktionsprogramm zur Aufwertung sozialer Berufe“

Das P egemagazin „Aktionsprogramm zur Aufwertung sozialer Berufe“ Die Bundesministerin für Familie Senioren Frauen und Jugend Andrea Nahles Malu Drey- er - D grüßt diese Initiative und unterer Deutsche P egerat e. V. (DPR) bestützt die Punkte des Aktionsprogramms, welches die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der P ege in den Mittelpunkt stellt. Das ist ein wesentlicher Baustein für eine höhere Attraktivität der P egeberufe. Jedoch: Den Worten müssen nun auch Taten folgen. Mehr P egepersonal gegen die Überlastung Einer der wesentlichsten Punkte ist dabei, neben der dringend gebotenen Verbesserung der Löhne im Gesundheitsund Sozialwesen, die Festlegung von Personalschlüssel für die P ege in Krankenhäusern sowie die Verbesserung der Personalschlüssel im Bereich der P egeeinrichtungen. Denn die an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der P ege gestellten seit Jahren steigenden Anforderungen müssen auf mehr Schultern verteilt werden. Zudem muss klar festgehalten werden, mit welchem Personal und mit welcher Qualität die geforderten Leistungen erbracht werden sollen. Das ist eine der dringendsten Anerkennungen, die wir den Beschä’igten geben können. Hierfür müssen alle gesetzlichen Möglichkeiten ausgeschöp’ werden. Gleichzeitig muss die Re”nanzierung als auch die personelle Flexibilität gewährleistet sein. Wir brauchen dringend mehr P egepersonal in den Einrichtungen, sonst überlasten wir auf Dauer die engagierten Mitarbeiter. Wir müssen dafür sorgen, dass die beru ich P egenden ihren Beruf dauerha’ und gerne ausüben können und nicht durch schlechte Arbeitsbedingungen aus dem Beruf getrieben werden. Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen sorgt auch für eine höhere Attraktivität des Berufes. Die in dem Akt-i onsprogramm verankerten –emen Nachwuchsgewinnung und die Weiterentwicklung der Fachkrä’ebasis sind dabei zentrale –emen. Richtig ist, dass die P egeausbildung im Zuge des P egeberufereformgesetzes gebührenfrei wird. Mit dem P egeberufereformgesetz wurden insgesamt gute Optionen gescha™en, die im engen Austausch mit den Vertretern der beru ich P egenden nunmehr ausgestaltet werden müssen. Kammern werten soziale Berufe auf Zur notwendigen „Aufwertung der sozialen Berufe“ gehört jedoch auch, dass die Finger weg von der Fachkraftquote in stationären P egeeinrichtungen Aktuellen Bestrebungen auf Bundesebene, die Fachkraftquote in stationären P egeeinrichtungen zu exibilisieren, hat der Deutsche P egerat e. V. (DPR) eine Absage erteilt: „Finger weg von der Fachkraftquote in stationären P egeeinrichtungen“, hieß es hierzu in einer Pressemitteilung des DPR. Im Mittelpunkt dürfe nicht die Flexibilisierung des Personaleinsatzes für die Einrichtungsbetreiber stehen, wie es in einem Vorschlag hieß. Das ist der falsche Ansatz. Im Mittelpunkt muss die Patientensicherheit stehen. Dies kann nur bedeuten, dass die seit Mitte der Neunzigerjahre unverändert geltende Fachkraftquote nach oben angepasst werden muss. An der bisherigen Grundlage für die 50-prozentige Fachkraftquote kann nicht mehr festgehalten werden. Sowohl die Anzahl der in den Einrichtungen insgesamt der Hilfe bedürfenden P egebedürftigen als auch der zu leistende, quali¡zierte P egebedarf sind stark angestiegen. Ursache hierfür sind Hochaltrigkeit, Multimorbidität und mehr P egeleistungen, bedingt durch die P egestärkungsgesetze und den neuen P egebedürftigkeitsbegri¢. Der Deutsche P egerat fordert daher die Ermittlung und Einführung einer an dem gestiegenen P egebedarf ausgerichteten Fachkraftquote. Dies muss mit Bestandteil des vom Bundesgesetzgeber bis zum Jahr 2020 geforderten Personalbemessungssystems sein. Gleichzeitig muss damit klar und deutlich festgelegt werden, mit welchem Personal und mit welcher Qualität die vom Gesetzgeber geforderten Leistungen erbracht werden sollen. www.deutscher-p egerat.de „Stimme“ der sozialen Berufe im politischen und gesellscha’lichen Kontext stärker wahrgenommen, ernstgenommen und nicht übergangen wird. Die beru ich P egenden sind hier mit ihren Initiativen für P egekammern auf dem richtigen Weg. Wir brauchen P egekammern in allen Bundesländern. Nur so kann eine gute P ege auf Dauer sichergestellt werden. www.bmfs™.de; www.bmas.de


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Springer Medizin. „Aktionsprogramm zur Aufwertung sozialer Berufe“, Heilberufe, 2017, 59-59, DOI: 10.1007/s00058-017-3055-5