Schwere Nahrungsmittelallergien: Lipidtransferproteine wohl auch in Mitteleuropa ein wichtiger Auslöser

Allergo Journal, Sep 2017

Dr. Barbara Kreutzkamp

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Schwere Nahrungsmittelallergien: Lipidtransferproteine wohl auch in Mitteleuropa ein wichtiger Auslöser

Allergo J Schwere Nahrungsmittelallergien: Lipidtransferproteine wohl auch in Mitteleuropa ein wichtiger Auslöser Roduit C et al. Phenotypes of Atopic Dermatitis Depending on the Timing of Onset and Progression in Childhood. JAMA Pediatr 2017; 171: 655-62 - (n = 825; 79,5 %) wiederum treten nur vereinzelt oder gar keine Symptome auf. Au¦ällig war, dass das Risiko der Kinder, an einer AD vom frühen persitierenden Phänotyp zu erkranken, fün¦ach erhöht war, wenn beide Eltern Allergiker waren. Die verschiedenen Phänotypen waren mit unterschiedlichen Risiken für weitere Allergien assoziiert. Bei Kindern, die bereits sehr früh in ihrem Leben erste Hau-t symptome zeigten, wurden in den nächsten Jahren deutlich häu ger Nahrungsmittelallergien diagnostiziert als bei Kindern anderer Phänotypen. Beim frühen transienten Phänotyp war das Risiko mehr als dreimal so hoch (Odds Ratio [OR]: 3,71; 95%-Kon denzintervall [KI]: 1,66−8,26), beim frühen persistierenden Phänotyp stieg es sogar um mehr als das Siebenfache (OR: 7,79; 95%-KI: 3,42−17,73). Auch das Asthmarisiko variierte je nach Phänotyp und war bei Kindern mit früh einsetzenden und persistierenden Symptomen deutlich erhöht (OR: 2,87; 95%-KI: 1,31−6,31). Im Vergleich zum späten Phänotyp lag der Anteil der an Asthma erkrankten Kinder in der Subgruppe des frühen persistierenden Phänotyps mehr als doppelt so hoch (7,5% vs. 17,5%). Der frühe persistierende (OR: 4,04; 95%-KI: 1,82−8,95) sowie der späte Phänotyp (OR: 3,23; 95%-KI: 1,37−7,61) waren wiederum mit einem erhöhten Risiko für eine allergische Rhinitis assoziiert. Fazit: Abhängig vom Erkrankungsalter und dem Erkrankungsverlauf lassen sich bei Kindern vier verschiedene AD-Phänotypen unterscheiden. Die verschiedenen Phänotypen seien wiederum mit einem unterschiedlichen Allergierisiko assoziiert, wobei Kinder mit frühem persistierendem Phänotyp besonders allergiegefährdet seien, so die Autoren. Sie ho¦en, mit der Identi zierung von Subgruppen wichtige Anhaltspunkte für die Entwicklung wirksamer Präventionsstrategien geliefert zu haben. Dr. Dagmar Kraus Die Rolle von Sensibilisierungen gegen Lipidtransferproteine als Ursache für Allergien gegen p anzliche Lebensmittel in Mitteleuropa ist bisher kaum erforscht. Eine monozentrische Studie nahm sich dieses Themas an und untersuchte auch die Rolle von Pru p 3 bei solchen Allergien. Pru p 3 aus P rsichen ist das führende nicht spezi sche Lipidtransferprotein. D sche Lipidtransferproteine (nsLTPs) ie Sensibilisierung gegen nicht speziist vor allem aus dem Mittelmeerraum bekannt und ru dort vor allem nach dem Genuss von Früchten oder Gemüse teilweise schwere allergische Symptome hervor. Führendes nsLTP-Allergen ist das P rsich-LPT Pru p 3, das deshalb auch als Marker für schwere Nahrungsmittelallergien empfohlen wird. Über die Bedeutung einer Pru-p-3-Sensibilisierung bei mittel- und nordeuropäischen Patienten mit schwerer Allergiesymptomatik ist bisher allerdings nicht viel bekannt – vor allem wegen der schwierigen ila Abklärung beim Einsatz von P‰anzeno tFo extrakten aufgrund von häu gen Kosen/ ka sibilisierungen gegen Bet v 1 oder kreuz_ lvae reaktive Pro line. vao Monozentrisch wurden nun die spezik © schen IgE-Reaktivitäten auf rPru p 3, rBet v 1 und dem Phleum-pratense-Pro lin rPhl p 12 per ImmunoCAP bei 13 österreichischen Patienten untersucht. Bei allen Patienten waren schwere anaphylaktische Reaktionen auf p‰anzliche Nahrungsmittel bekannt und alle Patienten zeigten im Hautpricktest bei einer breiten Palette von p‰anzlichen Nahrungsmitteln deutliche Quaddelreaktionen mit einem Durchmesser von 8 mm oder mehr. Bei zehn der 13 Patienten ergaben sich Sensibilisierungen gegen Pru p 3, bei neun gegen Bet v 1 und bei zwei gegen Fazit: Patienten mit schweren Allergien gegen p‰anzliche Nahrungsmittel haben auch in Mitteleuropa häu g eine Sensibilisierung gegen LPTs. Dabei scheint Pru p 3 ein geeignetes Markerprotein für den Sensibilisierungsnachweis zu sein. Dr. Barbara Kreutzkamp


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Dr. Barbara Kreutzkamp. Schwere Nahrungsmittelallergien: Lipidtransferproteine wohl auch in Mitteleuropa ein wichtiger Auslöser, Allergo Journal, 2017, 18-18, DOI: 10.1007/s15007-017-1431-8