Lang wirksame ICS/LABA-Fixkombination bessert symptomatisches Asthma

Pneumo News, Oct 2017

Dr. med. Dirk Einecke

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Lang wirksame ICS/LABA-Fixkombination bessert symptomatisches Asthma

PNEUMONEWS  Lang wirksame ICS/LABA-Fixkombination bessert symptomatisches Asthma Signifikant bessere Kontrolle der Asthma-Symptomatik Nach einem Jahr hatten 71 % der Patienten der FF/VI-Gruppe im Sinne des primären Endpunktes auf die „erapie angespro - chen, im Vergleich zu 56 % in der Kontrollgruppe. Die Wahrscheinlichkeit eines Ansprechens lag unter FF/VI signi kant höher (p < 0,001). FF/VI gewann den Vergleich mit der Kontrollgruppe unabhängig davon, ob die Patienten der Kontrollgruppe mit inhalativen Steroiden (ICS) allein oder mit einer Kombination aus ICS/ LABA behandelt worden sind, berichtete Studienautor Prof. Ashley Woodcock, University Hospital South Manchester, beim ERS-Kongress in Mailand. Die Häu gkeit von Nebenwirkungen war in beiden Gruppen gleich. Pneumonien waren selten. Exazerbationen traten in beiden Gruppen mit gleicher Häu gkeit auf. Wie kam es, dass FF/VI die Asthmakontrolle über den gesamten Studienzeitraum gegenüber einer „erapie mit ICS oder an - deren ICS/LABA-Kombinationen verbesserte? Die Autoren verweisen darauf, dass eine Stärke der nicht randomisierten Praxisstudie sei, die Vorteile etwa einer Einmalgabe am Tag oder eines besonders guten Inhalations-Devices herauszuarbeiten. Andererseits sei der Asthma-Control-Test-Score ein relativ schwacher Endpunkt. Es sei nicht auszuschließen, dass zu den Vorteilen in diesem Endpunkt auch die Tatsache beigetragen habe, dass dem Patient gesagt wurde, er bekäme statt seiner bisherigen „erapie nun etwas, was neu und besonders gut sei. Dr. med. Dirk Einecke Krankheitsverlauf günstig beeinflusst? - „Salford Lung Study“ bei Asthma bronchiale Eine solche pragmatische „e ectiveness“-Studie ist die „Salford Lung Study Asthma“, deren Ergebnisse beim ERS vorgestellt und zeitgleich in „„e Lancet“ publiziert wurden. Studienkol lektiv waren 4.233 Patienten, bei denen der Hausarzt die Diagnose Asthma gestellt hatte und die dauerha‰ mit inhalativen „Controller“-Medikamenten behandelt wurden. Bei diesen Patienten wurde entweder die bisherige antiasth matische „erapie fortgeführt bzw. wenn notwendig optimiert. Oder aber sie wurden umgestellt auf die einmal tägliche Inha lation der Fixkombination Fluticasonfuroat/Vilanterol (FF/VI, Relvar® von GSK). Bei 78% der Studienpatienten war das Asthma nicht gut kontrolliert, der Score des Asthma-Kontrolltests lag bei unter 20 Punkten. Diese 3.024 Patienten mit nicht ausreichender Asthmakontrolle wurden in die primäre Wirksamkeitsanalyse einbezogen. Denn der primäre Endpunkt lautete: Verbesserung des ACTScores auf Werte über 20 oder mindestens um drei Punkte. In einer Studie mit Patienten in frühen COPD-Stadien verbesserte Tiotropium die Lungenfunktion sowie den FEV1-Abfall nach Bronchodilatator-Applikation über zwei Jahre. Doch die Frage, ob die Frühtherapie den Krankheitsverlauf günstig beeinflusst, beantwortet die Studie nicht überzeugend. Patienten in den COPD-Frühstadien erhalten aufgrund der Symptomarmut häu g keine Medikation. Auf der anderen Seite ist bekannt, dass der Verlust der Lungenfunktion gerade in den frühen Stadien am stärksten ist. Im COPD-Stadium 1 empfehlen die Leitlinien pharmakologisch eine Bedarfstherapie mit kurzwirksamen Bronchodilatatoren. Im Stadium 2 wird bereits ein LAMA oder ein LABA empfohlen. Insofern weist die chinesische Doppelblindstudie von Y. Zhou et al. eine gewisse Schwäche auf: Sie rekrutierte zwar 841 Patienten in frühen COPD-Stadien, davon über 70 % mit einem CAT-Score unter 10 und 44 % im Stadium 1. Die Mehrzahl der Studienpatienten waren jedoch im Stadium 2, für die Tiotropium eine leitliniengerechte „erapie darstellt. Die Patienten wurden zwei Jahre lang entweder mit Tiotropium (Spiriva® 18 μg/d) oder Placebo behandelt. Primärer Endpunkt war der FEV1-Unterschied zwischen den Gruppen vor der


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Dr. med. Dirk Einecke. Lang wirksame ICS/LABA-Fixkombination bessert symptomatisches Asthma, Pneumo News, 2017, 48-48, DOI: 10.1007/s15033-017-0765-y