Was ist gesichert in der Therapie?

Der Internist, Oct 2017

Prof. Dr. H. Haller

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Was ist gesichert in der Therapie?

Was ist gesichert in der Therapie? H. Haller 0 0 Klinik für Nierenund Hochdruckerkrankungen, Medizinische Hochschule Hannover , Hannover , Deutschland Der Internist Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen - wie in jedem Jahr ist das letzte Heft des Internist Mitteilungen und Artikeln unter der Rubrik „Was ist gesichert in Diagnostik und Therapie?“ gewidmet. In diesem Jahr haben wir insgesamt 6 Beiträge aus den unterschiedlichsten Disziplinen der Inneren Medizin zusammengefasst und versucht, „einen bunten informativen Strauß zu binden“. Der erste Beitrag ist von Pfister aus der Klinik für Pädiatrische Gastroenterologie und Hepatologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Frau Pfister referiert den Weg von der Verdachtsdiagnose zur Behandlungsstrategie bei Morbus Wilson. Diese Erkrankung ist von großer Bedeutung für die Betroffenen und führt nicht selten zu irreparablen Organschäden bis hin zur Lebertransplantation. Die Diagnostik ist nicht einfach und muss als eine Kombination aus klinischen Beobachtungen und den entsprechenden Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Die Autorin geht von den klinischen Symptomen aus und fasst elegant den Weg von diesen Symptomen über die Pathophysiologie und genetische Erkrankung bis hin zu den therapeutischen Strategien zusammen. Sie ist praxisnah, und gleichzeitig werden die molekularen Mechanismen der Therapiestrategien überzeugend dargestellt. Mit dem zweiten Beitrag wird uns ein sehr häufiges Krankheitsbild vorgestellt, welches von den Autoren Marcon et al. aus der urologischen Klinik am Campus Großhadern beschrieben wird. Im dritten Beitrag berichten Bärtsch und Goldschmidt über die neuen Strategien in der Therapie des multiplen Myeloms. Bei dieser ebenfalls zu selten diagnostizierten Erkrankung ist in den letzten Jahren eine ganze Reihe von neuen Substanzen in der Klinik erschienen. Nicht in allen Fällen sind diese Substanzen „Kopf an Kopf “ miteinander verglichen worden, sodass die Einschätzung, welche Therapie sich für welchen Patienten eignet, nicht einfach ist. Die Autoren haben eine langjährige exzellente Erfahrung auf diesem Gebiet und stellen die neuen Therapieansätze und ihre molekularen Mechanismen vor. Danach wird eine vorsichtig kritische Einschätzung der neuen Therapiestrategien vorgenommen und ein möglicher Algorithmus für diese therapeutischen Entscheidungen festgelegt. Auch im Bereich des Lungenkarzi noms sind in den letzten Jahren neue Therapiemöglichkeiten entstanden. Wie insgesamt auf dem Gebiet der Onkologie, sind die verschiedenen Therapeutika nur noch schwer überschaubar und es bedarf des Spezialisten, um die Spreu vom Weizen zu trennen und sich kritisch mit den verschiedenen Strategien auseinanderzusetzen. Heigener und Reck aus der Klinik in Großhansdorf erörtern die prinzipiellen Therapiestrategien und stellen die neuen Substanzen vor. Es wird v. a. auf die molekulare Analyse der Patienten eingegangen, und die Therapiestrategien werden in den Zusammenhang von palliativen Behandlungen gestellt. Die Therapie der Sepsis ist nach wie vor eine der großen ungelösten Herausforderungen in der Inneren Medizin. Verschiedene große prominent publizierte Studien sind in den letzten Jahren, basierend auf den Hypothesen zur Pathogenese der Sepsis, durchgeführt worden. Bislang ist jedoch kein eindeutiges Therapiekonzept erkennbar. David aus der Medizinischen Hochschule Hannover fasst noch einmal, basierend auf der Pathogenese der Sepsis, die etablierten Therapiestrategien zusammen und stellt darüber hinaus die Möglichkeiten zukünftiger Studien vor. Der letzte Beitrag stammt ebenfalls aus Hannover. Duncker et al. besprechen die Therapie der ventrikulären Herzrhythmusstörungen. Die ventrikulären Arhythmien umfassen ein breites Spektrum, welches von einzelnen ungefährlichen Extrasystolen bis zu bedrohlichen Kammertachykardien verläuft. Die Diag Mit herzlichen Grüßen Ihr Prof. Dr. med. Hermann Haller Korrespondenzadresse Interessenkonflikt. H. Haller gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.


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Prof. Dr. H. Haller. Was ist gesichert in der Therapie?, Der Internist, 2017, 1-2, DOI: 10.1007/s00108-017-0343-8