Die Infektionsgefahr einfach weglutschen

MMW - Fortschritte der Medizin, Nov 2017

Red

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Die Infektionsgefahr einfach weglutschen

MMW Fortschritte der Medizin Die Infektionsgefahr einfach weglutschen 0 23. Symposium Aktuelle Hepatologie 2017 „Hot Topics” , Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin; Mannheim 1 Dr. Beate Fessler 2 Nach Informationen des Unternehmens Dr. Pandalis Sorgenkinder NAFDL und NASH - _ Mit Cystus052, einer Zubereitung aus Zistrosenkraut wurde ein P›anzenextrakt identioeziert, der ein antivirales Wirkprooel hat. Dieser Extrakt ist enthalten in Cystus Pandalis® Lutschtabletten. Die darin vorkommenden Stoše, maßgeblich wahrscheinlich die hochmolekularen Polyphenole, umhüllen eine ganze Reihe bekannter Virenstämme, so dass sie sich nicht in körpereigenen Zellen festsetzen können. Damit komme es erst gar nicht zur Infektion, teilt das Unternehmen Dr. Pandalis Urheimische Medizin mit. Eine solche antivirale Aktivität wurde in vitro gegen das H5N1-Virus (Vogelgrippe) und das pandemische H1N1-Virus (Schweinegrippe) gezeigt. Zu dem Präparat gibt es klinische Studien, darunter eine mit 160 Patienten mit oberen Atemwegsinfekten. Sie erhielten 6 × 2 Cistus-Lutschtabletten täglich oder Placebo über sieben Tage [Antivir. Res. 2009;84:267–71]. Anhand eines Fragebogens dokumentierten die Patienten die Schwere von fünf Symptomen (Skala 0 bis 30). Lag der Punktwert zu Beginn bei 22, ging er in der Verum gruppe an Tag 7 auf 4 zurück, in der Placebogruppe jedoch nur auf 11. Auch die CRP-Werte gingen im selben Zeitraum in der Verumgruppe deutlicher zurück: von 37,6 auf 8,8 mg/l, In der Placebogruppe war nur ein 50%iger Abfall zu verzeichenen (von 34,8 auf 17,7 mg/l). In einer weiteren Studie mit 300 Patienten mit oberen Atemwegsinfekten wurde der Cistus-Extrakt (6 × 2 Lutschtabletten täglich) mit grünem Tee (zum Gurgeldn und Schlucken) verglichen. (Phytother Res. 2010;1:96–100). Zu Beginn lag die Höhe des über den Fragebogen ermittelten Symptomenscores (maximal 30 Punkte) in beiden Gruppen bei 12 Punkten. Er sank an Tag 3 bis 4 in der CistusGruppe auf 8 Punkte, nahm in der Gruppe mit grünem Tee aber auf 14 Punkte zu. An Tag 7 war die Symptomverbesserung in der Cistus-Gruppe fast doppelt so stark wie in der Tee-Gruppe. ■ Red. _ Nach dem Durchbruch in der erapie der chronischen Hepatitis C legt die hepatologische Forschung ihren Fokus nun auf die Fettleber. Sorgenkinder der Hepatologie sind nach wie vor die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFDL) und die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH). Risikogruppen sind Patienten nach bariatrischer Operation, solche mit Typ- 2-Diabetes und/oder Dyslipidämie. Dabei entwickeln bis zu 30% der Personen mit NAFLD ck eine NASH. In 15–25% tSo der Fälle folgen eine Lee odA berzirrhose mit erhöhtem b ip Risiko für ein hepatozellu/ l e G© läres Karzinom (HCC). Ein HCC kann sich aber auch ohne Umweg über die Leberzirrhose direkt aus einer NASH entwickeln, betonte Prof. Heike Bantel, Hannover. Bei der NASH gilt Ursodesoxycholsäure (UDCA) (Ursofalk®) als hošnungsträchtige Option. In präklinischen Studien konnten antiin›ammatorische und antioebrotische Ešekte gezeigt werden. UDCA hat sich auch bei der primär biliären CholangiSeine Leber braucht besonderen Schutz. tis bewährt. Sie verlängert bei Patienten mit biochemischem Ansprechen das transplantatfreie Überleben und führt zu einer annähernd normalen Lebenserwartung, erläuterte Prof. Michael Trauner, Wien. Für das Drittel der Patienten ohne Response auf UDCA steht Obeticholsäure als Add-on- erapie zur Verfügung. Bei der primär sklerosierenden Cholangitis liegen die Hošnungen ebenfalls auf UDCA. Eine doppelblinde, randomisierte Phase-II-Studie zeigte eine Reduktion der Cholestase mit Besserung der Leberwerte bei günstigem Sicherheitsprooel.


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Red. Die Infektionsgefahr einfach weglutschen, MMW - Fortschritte der Medizin, 2017, 88-88, DOI: 10.1007/s15006-017-0226-x